2026-06-03T09:07:03.210Z

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Meißen schlägt Meister – Wilsdruff schöpft neue Hoffnung

Der 28. Spieltag bringt die erste Entscheidung im Tabellenkeller der Sachsenklasse Nord.

von red · Heute, 13:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Jakob Reiche

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Am 28. Spieltag der Sachsenklasse Nord fielen folgenschwere Vorentscheidungen, die die Emotionen auf und neben dem Platz hochkochen ließen. Während der bereits feststehende Meister Kickers 94 Markkleeberg eine überraschend deutliche Heimniederlage einstecken musste, ist das erste sportliche Schicksal am Ende der Tabelle besiegelt: Der FV Gröditz 1911 steht nach einem torlosen Unentschieden als Absteiger fest. Die SG Motor Wilsdruff sendete mit einem späten Auswärtssieg ein lautstarkes Lebenszeichen, während der Leipziger SC 1901 den zweiten Tabellenplatz im fernen Lunzenau festigte.

Der Leipziger SC 1901 hat seinen Angstgegner niedergerungen und den zweiten Tabellenplatz erfolgreich verteidigt. Beim abstiegsbedrohten SV Fortschritt Lunzenau feierte der furiose Aufsteiger einen hart erkämpften 3:2-Auswärtssieg. Niklas Opolka brachte die Leipziger in der 11. Minute in Front, doch Colin Zieger glich in der 20. Minute für Lunzenau aus. Kurz vor dem Pausenpfiff stellte Dong-Min Kim in der 45. Minute die Führung für den LSC wieder her. Ein unglückliches Eigentor von Ludwig Nitsche in der 71. Minute brachte die Vorentscheidung, auch wenn Robert Zickert nur sechzig Sekunden später in der 72. Minute noch einmal für Lunzenau verkürzte. Lunzenau zittert weiter auf Platz zwölf.

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Ein fulminantes Offensivspektakel erlebten die 123 Zuschauer in Zwenkau. Der VfB Zwenkau 02 fegte den sichtlich überforderten SV Naunhof 1920 mit 6:0 vom Platz und kletterte auf den acht Tabellenplatz. Ben Dammmüller eröffnete das Torfestival in der 16. Minute per Foulelfmeter. Nur sechzig Sekunden später erhöhte Florian Naumann in der 17. Minute auf 2:0. Matteo Stets schraubte das Ergebnis noch vor der Pause in der 30. Minute weiter in die Höhe. Naunhof fand zu keinem Zeitpunkt eine Bindung zum Spiel. Erneut Dammmüller in der 61. Minute, ein Eigentor von Roy Treibl in der 64. Minute und der eingewechselte Ben Sommer in der 77. Minute besiegelten die herbe Demontage des Tabellensechsten.

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Eine unerwartete Demütigung erlebte der frisch gekrönte Meister vor heimischer Kulisse. Die Kickers 94 Markkleeberg, die mit 65 Punkten uneinholbar an der Spitze thronen, unterlagen dem Meißner SV 08 glatt mit 0:3. Zum großen Schreck für die Zuschauer erwischte Markus Riedel einen geschichtsträchtigen Tag. Er brachte die Gäste in der 30. Minute in Führung. Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Hausherren kein Rezept gegen die wiedererstarkten Domstädter, die zuvor eine bittere Niederlagenserie hinnehmen mussten. Riedel erhöhte in der 62. Minute auf 2:0 und machte in der 89. Minute mit seinem dritten Treffer den Deckel drauf. Meißen festigt damit den fünften Tabellenplatz, während der Meister seine dritte Saisonniederlage verdauen muss.

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Der SV Panitzsch/Borsdorf 1920 hält den Druck im Kampf um den Silberrang hoch. Vor einer stattlichen Kulisse von 235 Zuschauern besiegten die Hausherren den SV Liebertwolkwitz souverän mit 3:0 und festigten den dritten Tabellenplatz. Nach einer umkämpften ersten Halbzeit ohne zählbaren Erfolg erlöste Tristan Kane Hanschmann sein Team in der 48. Minute mit der Führung. Die Wolkwitzer, die als Tabellensiebter im Mittelfeld stehen, leisteten erbitterten Widerstand, schwächten sich jedoch selbst. Collin Luca Weber verwandelte in der 64. Minute einen Foulelfmeter zum 2:0. In der 90. Minute setzte Jonas Benedix den Schlusspunkt.

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Ein hochemotionales Lebenszeichen im Tabellenkeller sendete die SG Motor Wilsdruff. Beim Radefelder SV 90 feierten die Gäste einen dramatischen 3:2-Auswärtssieg und verkürzten den Rückstand auf das rettende Ufer auf einen einzigen Zähler. Tim Wollmann in der 23. Minute und Sören Becker in der 33. Minute schockten die Radefelder Hausherren mit einer schnellen Zwei-Tore-Führung. Radefeld schlug jedoch zurück: Ronny Jähn verkürzte in der 36. Minute, und Levi Niklas Hoffmann glich in der 59. Minute aus. Als alles nach einer Punkteteilung aussah, erlöste Fabrice Wagner die Wilsdruffer in der 84. Minute mit dem viel umjubelten Siegtreffer. Wilsdruff bleibt zwar auf Platz 14, wahrt aber alle Chancen.

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Der Bornaer SV 91 taumelt nach einer bitteren 2:4-Niederlage beim SV Lindenau 1848 unaufhaltsam dem Abgrund entgegen. Vor 92 Zuschauern überrollten die Lindenauer Hausherren den Aufsteiger in der ersten Halbzeit komplett. Jakob Ratzlaff in der 6. Minute, Jude Nformi Awasom in der 23. Minute und Nico Oehlmann in der 27. Minute sorgten für eine komfortable Führung. Ferdinand Schlatt erhöhte in der 56. Minute per Foulelfmeter sogar auf 4:0. Die späten Treffer von Marvin Strankmüller in der 67. Minute und Ennio Majetschak in der 76. Minute kamen für eine Wende zu spät. Borna bleibt mit 21 Punkten Vorletzter, während Lindenau den elften Rang absichert.

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Traurige Gewissheit herrscht im Lager des Tabellenschlusslichts. Der FV Gröditz 1911 trennte sich von der Reserve der BSG Chemie Leipzig torlos mit 0:0 und steht damit unaufhaltsam als erster Absteiger der laufenden Spielzeit fest. Vor 120 Zuschauern kämpften die Gröditzer zwar aufopferungsvoll, doch die nötige Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Gehäuse fehlte über die gesamte Spielzeit. Mit nunmehr 17 Punkten ist das rettende Ufer bei zwei verbleibenden Partien rechnerisch nicht mehr zu erreichen. Die Chemiker verharren nach diesem Remis mit 36 Zählern auf dem zehnten Tabellenplatz im gesicherten Mittelfeld.

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Ein packendes Drama im Kampf gegen den Abstieg sahen die 100 Zuschauer im Hafenstadion. Der SC Hartenfels Torgau 04 erkämpfte gegen den Tabellenvierten HFC Colditz ein wertvolles 2:2-Unentschieden. Colditz ging in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Matty Goldammer in der 45.+4. Minute in Führung. Torgau bewies jedoch eine enorme Moral. Steven Hache drehte die Partie mit einem fulminanten Doppelpack in der 56. Minute und 60. Minute komplett zugunsten des Aufsteigers. Die Hoffnung auf den dreifachen Punktgewinn zerschlug sich allerdings in der 68. Minute, als Georg Schirner für Colditz ausglich. Torgau bleibt punktgleich mit dem ersten Nichtabstiegsplatz auf Rang 13.

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