Für Maxi Berg (links) und Torhüter Benjamin Bautz, die hier mit Spielertrainer Lucas Kruel für die Kamera posieren, ist am Samstag ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen.
Für Maxi Berg (links) und Torhüter Benjamin Bautz, die hier mit Spielertrainer Lucas Kruel für die Kamera posieren, ist am Samstag ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen. – Foto: Oliver Vogel

»Meilenstein«: Für Futsaltalent Maxi Berg schließt sich der Kreis

Seine Jugend ist dem Jahn 1889 Regensburg wahnsinnig wichtig – Erste Früchte davon werden nun geerntet

Bundesliga-Debüt mit 17 Jahren: Dieser Traum ist für den jungen Futsaler Maxi Berg von Jahn 1889 Regensburg vergangenen Samstag wahr geworden. Neben den weiteren Jahn-Debütanten Benjamin Bautz und Wesley Parasole (beide 18) war Berg der jüngste, der nun seine allerersten Gehversuche auf der großen Bühne „Futsal-Bundesliga“ wagen durfte. Das Gastspiel in Hamburg bei den „Wakka Eagles“ wurde prompt ungefährdet mit 5:0 gewonnen. Das Besondere daran: Buchstäblich mit dem Passantrag für Maxi Berg begann die Reise der Regensburger Futsal-Talente...

„Maxis Pass war der erste von uns geforderte im Sommer 2016, als wir unsere Futsal-Juniors-Reise angefangen haben“, erklärt Abteilungsleiter Oliver Vogel, „Da schließt sich der Kreis.“ Dass am Samstag gleich drei U19-Spieler zum Einsatz kamen, bezeichnet Vogel als einen „einzigartigen Meilenstein“. Natürlich sind die Debüts dreier Youngster in der Futsal-Bundesliga im ersten Moment nicht mehr als eine Randnotiz. Wenngleich eine schöne. Allerdings hat diese Randnotiz eine durchaus bemerkenswerte Aussagekraft.

Denn beim SSV Jahn 1889 wird Jugendarbeit großgeschrieben. Die parallele Ausbildung mit Fußball und Futsal im Juniorenbereich ist in der Form etwas ganz Neues. Sie sei „einzigartig in Deutschland“, sagt Vogel. Angefangen hatte alles im Jahr 2016 mit einer U13. In der Zwischenzeit sind vier weitere Jugendmannschaften hinzugekommen. Sportlich sind U13, U15 und U17 mittlerweile in der Bezirksoberliga angelangt – wo es auch die U19 am Ende ihrer Premierensaison hinverschlagen dürfte. Diese spezielle, technisch-affine Jugendausbildung scheint also zu fruchten.

Jetzt werden die ersten Früchte davon getragen, und zwar in Form der ersten Bundesliga-Minuten für die Youngster. Es werden garantiert nicht die einzigen bleiben. Schließlich möchten sie in Regensburg genau diesen Weg weitergehen.

Wenn der in Undorf (westlicher Landkreis Regensburg) lebende Maxi Berg an sein Hamburg-Abenteuer von vergangenem Samstag zurückdenkt, kommen ihm die Worte „krass“ und „brutal“ über die Lippen. Seine Vorbilder Lucas Kruel, Marquinhus oder Halison aus der ersten Mannschaft kennt und verfolgt Berg seit Jahren. „Jetzt mit ihnen zusammenzuspielen und die Erfahrung selbst mitzunehmen, wie das so ist, auf diesem Niveau mitzukicken, das ist schon brutal“, erzählt der 17-Jährige, der sich für die Zukunft natürlich noch mehr Einsätze im Bundesligateam wünscht. Selbstredend sei der Unterschied zum Junioren-Futsal riesengroß: „Es ist ein ganz anderes Teampo und viel körperlicher. Das Niveau ist natürlich geisteskrank.“ Alles in allem nimmt Berg aus der Erfahrung nur Positives mit, „zumal mich alle richtig gut aufgenommen haben – obwohl man zu ersten Mal dabei ist und noch so jung ist“.

Dank des souveränen Sieges in Hamburg – „der nach der vierwöchigen Pause noch viel Luft nach oben ließ“, wie es Abteilungsleiter Vogel empfand – wahren die Futsaler des SSV Jahn 1889 Regensburg ihre weiße Auswärtsweste in der Bundesliga. Und festigen den dritten Tabellenplatz. Damit liegt der deutsche Meister von 2017 so weit im Soll. Die vom Sportgericht beigefügte Heimniederlage gegen Weilimdorf aufgrund eines undichten Hallendachs zieht jedoch nach wie vor einen faden Beigeschmack mit sich. Kommenden Sonntag geht's mit einem Heimspiel gegen den FC Penzberg in der Clermont-Ferrand-Halle weiter.
Aufrufe: 010.1.2023, 16:45 Uhr
Florian WürtheleAutor