
Gute Nachrichten hat Heinz Eckl in den vergangenen Jahren bei der Tagung der Kreisligisten und der Spielgruppe West nicht immer im Gepäck gehabt.
Diesmal in Raisting gab es aber durchaus positive Meldungen. „Die Nichtantritte von Mannschaften sind weniger geworden und wir hatten weniger Rückzüge von Teams“, berichtete Kreisspielleiter Eckl den rund 80 Anwesenden.
Zurückzuführen ist das unter anderem auf das Norweger-Modell (Neun-gegen-neun) in der C-Klasse. „Da wurden viele Spiele gerettet.“ Eckl zeigte sich auch mit der Entwicklung der Mannschaftszahlen im Kreis Zugspitze zufrieden. „Die sind endlich mal nicht gesunken.“ Kommende Saison werden 353 Teams an den Start gehen – eins mehr als im Vorjahr. Davor war nach dem Höhepunkt 2010/2011 mit 401 Mannschaften ein stetiger Rückgang zu verzeichnen. Die Trendwende fußt auf zehn neue Zweite und Dritte.
Zwiegespalten war Eckl beim Thema Liveticker, den er seit Jahren propagiert. Viele füttern ihn verlässlich, aber auch einige schwarze Schafe sind noch immer dabei. Die hätte er gerne mit Sanktionen auf Kurs gebracht. „In der Kreisliga hatte ich ja angekündigt, dass es kostenpflichtig wird, wenn es nicht gemacht wird. Da musste ich jetzt aber kleinbeigeben“, räumte Eckl ein. Zugleich warnte er: „Das Ganze ist aber nicht eingeschlafen.“
Mit der Relegation müssen sich kommende Saison weniger Vereine beschäftigen wie zuletzt. In den Kreisligen und Kreisklassen gibt es jeweils nur zwei Releganten. Zwei Teams – Ausnahmen in der KK 2 und 3 – müssen den direkten Weg nach unten antreten. In diesen Ligen befinden sich 15 Mannschaften, deshalb wird es drei Direktabsteiger geben. Aus dem Landkreis betrifft das den SV Uffing und die SG Farchant/Oberau. „In der Saison 26/27 sollten wir dann in den Kreisligen und -klassen unsere Zielvorstellung von 14 Teams erreicht haben, darunter sind es dann zwölf“, erklärte Eckl.
Thomas Schumann, Vorsitzender des Kreis-Sportgerichts, vermeldete eine Zunahme an Verfahren von 513 auf 589. Auffällig waren dabei die deutlich gestiegenen unzulässigen Spielereinsätze, Unsportlichkeiten und Trainervergehen. Von Schiedsrichterseite durch Kreis-Obmann Thomas Sonnleitner war zu hören, dass sich die Kapitäns-Regel, das „Stopp-Konzept“ und das Pfeifen im Gespann im Saisonendspurt durchaus bewährt haben. Letzteres wird beibehalten, da sich die Anwesenden mehrheitlich dafür aussprachen, in den letzten sechs Saisonpartien der Kreisligen und bei besonderen Kreisklassenspielen im Dreier-Gespann zu pfeifen. Daneben wurde der FC Weil als fairstes Kreisliga-Team geehrt.
Am Ende wurde Eckl dann emotional: „Wenn man wie ich im letzten Jahr auf der Intensivstation liegt und mit seiner Frau die eigene Beerdigung bespricht, wird vieles andere unwichtig.“ Er rief alle zu mehr Gelassenheit auf: „Es geht schließlich nur um Fußball.“