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Mehr Tempo und Intensität: Amerns junge Mannschaft überzeugt

Am vergangenen Sonntag mussten die Amerner ihre erste Saisonniederlage hinnehmen und verloren nach einer turbulenten Schlussphase mit 2:5 gegen den FC Kosova. Eine Niederlage, die durchaus vermeidbar gewesen wäre.

von RP/ Heiko van der Velden · 14.09.2025, 08:30 Uhr · 0 Leser
Amern ist ungewohnt gut in die Liga gestartet.
Amern ist ungewohnt gut in die Liga gestartet. – Foto: Jacob Kingsley Amuah

Trotzdem ist man im Verein bislang zufrieden mit dem Saisonstart. Immerhin kam Amern in den vergangenen zwei Spielzeiten jeweils mäßig aus den Startlöchern. Nun belegt die Mannschaft nach vier Spielen mit sieben Punkten einen komfortablen sechsten Platz. Zum Vergleich: Im Vorjahr belegte Amern nach dem 4. Spieltag nur Tabellenplatz 14 – die Marke von sieben Punkten überschritt die Mannschaft erst nach neun Spielen.

Jugend forscht in Amern

„Wir haben unseren Kader verjüngt. Das merkt man natürlich. Wir sind jetzt deutlich beweglicher. Bei uns geht jetzt alles einen Tick schneller. Wir haben zwar weniger Erfahrung, dafür aber mehr Tempo“, sagt Trainer Willi Kehrberg. Mit Dominik Kleinen und Frederik Verlinden beendeten zwei verdiente Leistungsträger ihre Laufbahn am Saisonende. Auch die Abgänge Niclas Hoppe, Darius Strode und Peter Okafor hatten die Altersgrenze von 30 überschritten. Im Gegenzug kamen durchweg junge Spieler. „Im Moment zahlt sich das Tempo gepaart mit einer gewissen Intensität aus, dass wir uns gut präsentieren“, so der VSF-Coach.

Nun steht am Sonntag die Bewährungsprobe gegen den ebenfalls formstarken ASV Süchteln an, der mit zehn Punkten auf Platz zwei rangiert. „Süchteln tritt auf wie eine Spitzenmannschaft und ist kompakt. Die Mannschaft ist sehr eingespielt und der Favorit. Unsere Außenseiterposition wollen wir aber nutzen. Wir haben ein paar Jungs in den Reihen, die Vollgas geben und Laufduelle gewinnen wollen. Wenn wir das zu 100 Prozent hinbekommen und alles in dieses Spiel hineinwerfen, dann ist natürlich etwas möglich“, so Kehrberg. Das letzte Aufeinandertreffen gewann Amern mit 2:1 im Dezember. Wobei man in der Hinrunde bei der 0:4-Niederlage in Süchteln keine Chance hatte.

Defensive noch verbesserungswürdig

Ein möglicher Schlüssel für die Partie, und was auch generell bislang gut in Amern funktioniert, sind die Einwechslungen. Die Breite im Kader sieht deutlich besser als in der Vorsaison aus. Beispielsweise gelangen Neuzugang Adam El Edghiri zwei Tore in vier Spielen, darunter der 3:2-Siegtreffer für Amern im Spiel gegen den TVD Velbert. Die junge Mannschaft zeigt zudem eine Unbekümmertheit, die dem Amerner Spieler guttut.

„Was immer noch nicht optimal läuft, ist unser Defensivverhalten. Wir kassieren im Moment einfach noch zu viele Gegentore und lassen zu viel zu“, sagt Kehrberg. Alleine fünf Gegentore waren es im letzten Heimspiel gegen Kosova. Insgesamt sind es acht Gegentreffer. Es fehlt noch an der nötigen Balance zwischen Offensiv und Defensivverhalten. Das verwundert nicht: Mit Nico Wehner, Verlinden und Kleinen haben drei Spieler der Viererkette aus der Vorsaison die Mannschaft verlassen, hinzu kommt der Abgang Torwart Dominik Jakobs.

„Das sind Sachen, die sich entwickeln müssen. Da werden wir dran arbeiten“, ist Kehrberg dennoch positiv gestimmt.