
Eine gute erste Halbzeit hat dem TSV Meerbusch nicht gereicht: Am 24. Spieltag der Oberliga Niederrhein unterlag die Mannschaft von Interimstrainer Marc Roch BW Dingden mit 0:1 (0:0). Im ersten Durchgang waren die Blau-Gelben die klar bessere Mannschaft und erspielten sich zwei hochkarätige Chancen. Sowohl Pablo Ramm als auch Florian Berisha scheiterten in aussichtsreicher Position jeweils an Gäste-Keeper Niklas Schmitz. Auf der Gegenseite musste TSV-Keeper Franz Langhoff kurz vor der Pause bei einer Doppelchance von Jan-Niklas Haffke erstmals eingreifen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild komplett. Dingden trat deutlich aktiver auf und kam nun selbst zu Möglichkeiten. Nachdem die Gäste zunächst zweimal an Langhoff scheiterten, schlug Mohamed Salman in der 61. Minute zu. Im Strafraum zog er nach innen und traf mit einem wuchtigen Abschluss ins kurze Eck zum 1:0. „Das Gegentor ist deutlich zu leicht gefallen. Wir waren da zu passiv in den Zweikämpfen“, kritisierte Roch.
In der Folge verpassten es die Gäste zwar, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen, doch vom TSV kam offensiv nichts mehr. „In der zweiten Halbzeit war es ein Kollektivversagen. Da ging gar nichts mehr“, sagte Roch. Trotz nur drei Feldspielern auf der Ersatzbank suchte der Interimscoach keine Ausreden: „Dafür haben wir es in der ersten Halbzeit zu gut gemacht, das lasse ich als Erklärung nicht gelten.“
Der FC Büderich kassierte im Heimspiel gegen die Holzheimer SG trotz früher Führung eine 1:2 (1:0)-Niederlage und steckt damit wieder mittendrin im Abstiegskampf. Dabei erwischten die Gastgeber den besseren Start. Glayne Wago brachte sein Team in der elften Minute in Front. In der Folge boten sich den Büderichern immer wieder Räume zum Umschalten. „Wir hatten sehr viel Platz, haben das aber viel zu wenig genutzt und hätten deutlich mehr Torchancen haben können“, monierte Trainer Sebastian Siebenbach. Holzheim ließ sich vom Rückstand nicht aus der Bahn werfen, übernahm zunehmend die Kontrolle und kam auch zu einem Pfostentreffer.
Nach dem Seitenwechsel riss der Faden bei den Hausherren komplett. „Die zweite Halbzeit war eine Frechheit“, schimpfte Siebenbach. „Einsatz und Wille kann ich meiner Mannschaft da komplett absprechen.“ Zwar überstand der FCB zunächst noch eine Druckphase der Gäste, doch dann schlug Holzheim doppelt zu. Nach einer Ecke glich Jan Schumacher zum 1:1 aus (59.), ehe Sakaki Ota nur zwölf Minuten später nach einem Steckpass die Partie drehte (71.). Büderich fand darauf keine Antwort mehr und schwächte sich in der Schlussphase zusätzlich: Kaies Alaisame sah in der 85. Minute die Rote Karte wegen Meckerns. „So eine Leistung reicht einfach nicht, am Ende haben wir es nicht anders verdient“, bilanzierte Siebenbach.