
In Hallbergmoos startet der Gastgeber stark und könnte sogar höher führen. Danach dreht Dornach dennoch die Partie und feiert einen verdienten Sieg, das finden auch Hallbergmoos-Trainer Andreas Giglberger und sein Gegenüber Sebastian Wastl.
In Rosenheim ging Markus Ansorge, Trainer des 1. FC GAP, mit einem stark dezimierten Kader an den Start. Trotz Niederlage nach eigenen Fehler ist er stolz und schwört seine Mannschaft auf das Derby gegen Murnau am kommenden Mittwoch ein. Die Stimmen zum Spieltag.
Fabian Lamotte, Trainer des FC Wacker München: »Über ganz, ganz lange Strecken des Spiels waren wir die klar unterlegene Mannschaft. Wir waren definitiv zu langsam im Kopf, defensiv, offensiv. Wir waren eigentlich immer zu spät, auch wenn wir das erste Tor unglücklich kassieren. Das zweite Tor resultiert aus einer klaren Abseitsposition, da frage ich mich, wie man das nicht sehen kann, aber daran hat es definitiv nicht gelegen, dass wir das Spiel verloren haben. Letztendlich können wir uns beim Keeper bedanken, dass wir nicht noch mehr Gegentore bekommen. Er hat zwei-, dreimal gut im Eins-gegen-Eins gerettet. Das war absolut zu wenig von uns über 90 Minuten. Murnau hat das Spiel auch in der Höhe verdient gewonnen.«
Martin Wagner, Trainer des TSV Murnau: »Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung. Ich möchte meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen: weniger weil wir vier Tore erzielt haben, sondern vor allem, weil wir zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentreffer geblieben sind. Stark, wie wir aktuell als Team funktionieren und gemeinsam gegen den Ball arbeiten. Besonders freut es mich, dass Sanel Dacic seine sehr starke Leistung heute mit einem Tor krönen konnte. Trotz des klaren Sieges wissen wir, dass es noch viele Dinge gibt, die wir verbessern müssen. Deshalb werden wir das Ergebnis nicht überbewerten. Der Blick richtet sich jetzt auf Mittwoch: Mit Garmisch erwartet uns eine ganz andere Hausnummer. Wir freuen uns auf das Derby und werden uns konzentriert darauf vorbereiten.«
Steven Toy, Trainer des Kirchheimer SC: »Das ist sehr selten bei uns, aber heute haben wir durch unsere Chancenauswertung drei Punkte liegen lassen. Bis zur 70. Minute hatten wir vier oder fünf klare Chancen, die wir nicht nutzen. Da war ich mit unserem Spiel sehr zufrieden. Hinten standen wir sehr gut und vorne haben wir uns die Chancen erspielt, aber eben leider nicht gemacht. Andersrum kassieren wir einen Elfer gegen uns. Ab da wurde es dann unkontrolliert. In Summe war es eine vermeidbare Niederlage.«
Andreas Giglberger, Trainer des VfB Hallbergmoos: »Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, führen nach 25 Minuten völlig verdient mit 2:0. Es kann auch 3:0 oder 4:0 stehen, mit einem Aluminiumtreffer und einem Flachschuss, der knapp am langen Pfosten vorbeigeht. Die Tore sind sehr schön herausgespielt, mit Schwerpunkten, die wir in letzter Zeit gelegt haben, vor allem die Tiefenläufe. So entsteht auch das 1:0 von Mo Sassmann nach einem super Ball von Ari Kurmehaj. Das zweite Tor fällt dann nach einer Pressingaktion. Nach einer Flanke war die Box sehr gut besetzt und wir machen das 2:0. Den Fünfer haben wir zuletzt selten besetzt. Sehr schöner Kopfball von Tobi Krause. Und dann kriegen wir aus dem Nichts das 1:2 und dann war der Stecker gezogen. Dann fehlte – vor allem in der zweiten Halbzeit – die Aggressivität und die Zweikampfführung. Da war Dornach in allen Belangen bissiger, aggressiver, haben die Zweikämpfe gewonnen, clevere Fouls gezogen. Alles, was wir vermissen haben lassen, so ehrlich müssen wir sein. Alle vier Gegentore muss man ganz anders verteidigen. Da hat's grad bei uns am konsequenten Verteidigen im und um den 16er gefehlt. Dementsprechend ein verdienter Sieg für Dornach, wieder vier Gegentore. Wir müssen schleunigst anfangen, unsere individuellen Fehler abzustellen. Sonst wird's ganz schwer. Jammern, meckern, Selbstmitleid oder Aufgeben gibt es bei uns nicht. Wir schauen nach vorne, arbeiten hart und intensiv und versuchen am Dienstag gegen Karlsfeld drei Punkte zu holen.«
Sebastian Wastl, Trainer des SV Dornach: »Ich glaube wir haben die ersten 20 Minuten komplett verschlafen, kommen nicht in die Zweikämpfe, sind nicht aggressiv und sind überhaupt gar nicht im Spiel, können auch froh sein, dass wir nur 0:2 zurückliegen. Beim ersten Tor schalten wir komplett ab und ermöglichen dem Gegner alleine auf den Torwart zuzulaufen, der es dann gut macht im Eins-gegen-Eins sich den Ball vorbei legt und reinschiebt. Beim 2:0 können wir im Kollektiv einfach besser verteidigen. Früher rausrutschen, dem Flankengeber früher Druck machen. Der hat da einfach zu viel Zeit, um eine präzise Flanke zu schlagen, die er dann auf den Mann bringt. Und dann nimmt das Geschehen seinen Lauf und wir liegen nach 20 Minuten 0:2 zurück. Dann aber ein Kompliment an die Mannschaft. Wir haben nicht aufgesteckt, sondern sind gut zurück ins Spiel gekommen. Wir haben die Zweikämpfe angenommen und haben nach 29 Minuten aus dem Nichts das 1:2 gemacht. Das hat uns natürlich sehr, sehr gut getan und in die Karten gespielt. Ich weiß nicht, ob das ein kleiner Schock für Hallberg war, aber ab dem Zeitpunkt waren wir im Spiel. In der zweiten Halbzeit muss ich sagen, waren wir dann auch die giftigere Mannschaft, die aggressivere Mannschaft, wir haben die Zweikämpfe für uns entschieden, haben auch mal ein Foul zur richtigen Zeit gezogen. Deswegen waren wir in der zweiten Halbzeit auch besser. Wir machen dann natürlich auch drei Tore, die man in Hallberg im Stadion auch mal machen muss. Da ein ganz großes Kompliment an die Mannschaft. So viel zum Spiel. In der nächsten Woche werden wir weiter arbeiten und freuen uns aufs Spiel gegen Unterföhring und am Wochenende gegen Karlsfeld. Wir werden wieder alles in die Waagschale werfen und die Leidenschaft auf dem Platz lassen.«
Markus Ansorge, Trainer des 1. FC Garmisch-Partenkirchen: »Eine verdiente Niederlage, aber nicht, weil Rosenheim besser war, sondern weil wir zwei Fehler mehr gemacht haben, die Rosenheim dann natürlich gut ausgenutzt hat und diese zwei Tore markiert hat. Rosenheim hatte auch mehr Spielanteile über die 90 Minuten betrachtet, das muss man ehrlicherweise auch sagen. Aber das war natürlich auch dem geschuldet, dass meine Mannschaft schon sehr dezimiert nach Rosenheim gefahren ist. Das Spiel stand schon unter keinen guten Sternen, durch dass wir so viele krankheitsbedingten Ausfälle gehabt haben. Zwei Stunden vor Spielbeginn hat nochmal ein Spieler bei mir krankheitsbedingt abgesagt, dass er erst gar nicht nach Rosenheim losfährt. Im Spiel musste ich schon nach 20 Minuten anfangen, die ersten rauszunehmen, die die ganze Woche krank waren – Bierling und dann Poniewaz. Das ist dann schwierig, wenn man nicht in Bestbesetzung gegen so eine Mannschaft wie Rosenheim agieren kann, dass man dann ins Spiel reinkommt. Deswegen waren wir mehr damit beschäftigt über 90 Minuten gegen den Ball zu arbeiten. Das haben wir aber aus meiner Sicht sehr gut gemacht, bis auf die eben angesprochenen zwei Fehler. Sonst muss ich sagen, Großchancen kamen von Rosenheim nicht. Von unserer Seite aus hatten wir zwei, drei Möglichkeiten, gerade zum Schluss raus haben wir eigentlich mehr Druck aufs Tor von Rosenheim gemacht. In der 75. Minute hätten wir meiner Meinung nach einen Elfmeter bekommen müssen, der hat ganz klar den Poniewaz von hinten gezogen. Das hat der Schiedsrichter leider nicht gesehen. In der 90. Minute haben wir noch die Latte getroffen. Da haben wir dann komplett auf Offensive gestellt und haben versucht vielleicht noch den Anschlusstreffer oder den Ausgleich zu erzielen. Das ist uns leider nicht gelungen. Mund abwischen, weiter geht's. Meine Jungs haben alles auf den Platz gebracht, mit den Möglichkeiten, die wir an diesem Spieltag hatten. Jetzt schauen wir auf nächste Woche Mittwoch gegen Murnau und hoffen, dass wir da dann erfolgreich und als Sieger vom Platz gehen. Gratulation an Rosenheim.«
Wolfgang Schellenberg, Trainer des TSV 1860 Rosenheim: »Für uns war es heute kein einfaches Spiel, weil wir wussten, dass beim Gegner mehrere Leute fehlen. Aber bei uns war es auch so, dass bis zu acht Spieler gefehlt haben, die normalerweise eine gute Chance haben auf die erste Elf. Umso mehr sind wir zufrieden, dass es uns gelungen ist, von Anfang an die Kontrolle über das Spiel zu bekommen und Druck auf den Gegner auszuüben. Wir sind dann mitten der ersten Halbzeit verdient in Führung gegangen. Tolle Einzelaktion von Liam Markulin. In der zweiten Halbzeit gab es dann ein ähnliches Bild. Wir haben die Kontrolle über das Spiel gehabt, haben viel Druck ausüben können und haben auch durch ein tolles Tor von Audai Elghatous nach schöner Vorarbeit von Aini Merepeza das 2:0 gemacht. Ich denke, das hat in der Summe auch dem entsprochen, was auf dem Platz stattgefunden hat.«