
Der ehemalige Heimstettner Torhüter übernimmt zur neuen Saison. Die Entscheidung fiel in Rekordzeit nach einem Telefonat.
Gerade einmal sechs Wochen ist es her, da wurde bekannt, dass Chefcoach Steven Toy den Kirchheimer SC am Ende der Saison verlässt – jetzt hat der Fußball-Landesligist bereits dessen Nachfolger verpflichtet: Maximilian Riedmüller.
Ich kenne Kirchheim auch sehr gut, das ist eine prima Adresse für den Einstieg. Und ich muss, anders als zu meiner Heimstettner Zeit, jetzt eben nur links abbiegen statt rechts.
Maximilian Riedmüller
Der 38-Jährige ist aktuell spielender Co-Trainer beim Bezirksligisten TuS Holzkirchen, und seine Verpflichtung war ebenfalls in Rekordzeit erledigt. „Das ging ruckzuck, erst vor ein paar Tagen ist der Anruf gekommen“, sagte der langjährige Torhüter des SV Heimstetten und Triple-Sieger 2013 als Ersatzkeeper des FC Bayern am Mittwoch. „Ich habe mich dann mit ein paar Leuten ausgetauscht und natürlich auch mit meiner Frau gesprochen. Sie hat gleich gesagt: ‚Was überlegst du denn noch? Ist doch klar, dass du das machst!‘“ Auch Steven Toy habe nur das Beste vom KSC berichtet. Riedmüller: „Ich kenne Kirchheim auch sehr gut, das ist eine prima Adresse für den Einstieg. Und ich muss, anders als zu meiner Heimstettner Zeit, jetzt eben nur links abbiegen statt rechts.“
Der Vater von zwei Buben – der eine ist vier Jahre alt, der andere wird am heutigen Freitag sieben – spielte bereits in der Saison 2007/08 für den SVH, ehe er zum FC Bayern II wechselte. 2013 ging’s zum Drittligisten Holstein Kiel, wo er seinen Stammplatz wegen einer Verletzung verlor. 2016 beendete er seine Profikarriere, kehrte in die Heimat zurück und verließ den SVH im Sommer 2024.
Riedmüller und der sechs Monate jüngere Toy verpassten sich in Heimstetten zweimal ganz knapp, standen sich aber in „Riedis“ erster SVH-Saison gegenüber, als Toy noch für die SpVgg Unterhaching II auflief und beim 3:2 und 1:0 fürs Siegerteam kickte. „Wir kennen uns seit der A-Jugend und haben auch schon mal gemeinsam in einer Auswahl gespielt“, erzählte Riedmüller, dem der Abschied aus Holzkirchen nicht leichtfällt: „Ich hatte und habe dort eine Mega-Zeit mit Orkan Akkurt, wir haben noch ein paar Spiele vor uns. Und das war ganz klar keine Entscheidung gegen Holzkirchen, sondern eine für mich und für Kirchheim.“ Dort will der 38-Jährige weiter als Torwart aktiv bleiben.
KSC-Abteilungsleiter Christian Boche hatte bei der Trainersuche an die zehn Gespräche geführt und ist sicher, mit dem in Obersendling wohnenden Physiotherapeuten die richtige Wahl getroffen zu haben: „Für uns war wichtig, dass der neue Trainer zur Mannschaft und zum Verein passt – da hatten wir bei Maximilian Riedmüller gleich ein gutes Gefühl.“
Ricardo Jacobi (38) bleibt dem Kirchheimer SC erhalten und wird auch an Riedmüllers Seite als Co-Trainer wirken. „Der Übergang läuft mit Ricis Unterstützung garantiert sachte“, sagt Steven Toy, der mit seiner Elf an diesem Freitag (19.30 Uhr, Kunstrasen) gegen den FC Wacker München das erste von jetzt noch neun Abschiedsspielen bestreitet: „Wir wollen weiter nach oben schauen und auf jeden Fall drei Punkte holen.“ Im Duell mit den abstiegsbedrohten Gästen fehlen dem Tabellenachten der privat verhinderte Marinus Bachleitner sowie die angeschlagenen Jan Köhler und Matthias Ecker. (guv)