2026-05-06T12:44:31.715Z

Transfers

Max Merken: Neue Herausforderung bei der SG Walluf II

Warum der 37-jährige Spielertrainer des SV Johannisberg nach bewegten Trainer-Jahren in Zukunft ein Unterbau-Team übernimmt

von Stephan Neumann · Heute, 16:00 Uhr · 0 Leser
Max Merken wird zur kommenden Saison Spielertrainer bei der SG Walluf II.
Max Merken wird zur kommenden Saison Spielertrainer bei der SG Walluf II. – Foto: RSCP Photo (Archiv)

Walluf. Kein Schnellschus, kein Notnagel, nein, eine Entscheidung nach reiflicher Überlegung sei es gewesen, sagt Maximilian „Max“ Merken. Und es klingt überzeugend. Mit dem A-Ligisten SV Johannisberg hat der 37-jährige Spielertrainer gerade beste Chancen, als Meister in die Kreisoberliga einzuziehen. Wobei Verfolger SSV Hattenheim aufgeholt hat. Aber der SV hat es in der Hand. Abschied als Meistermacher, neue Aufgabe in der A-Liga Rheingau-Taunus, noch dazu bei einer zweiten Mannschaft. Das verwundert den Außenstehenden wirklich. SG Walluf II, das ist seine künftige Fußball-Adresse.

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Dabei orientiert sich Max Merken auch an der Devise „einen Schritt zurück, um zwei vorwärtsgehen zu können“. Es ist, wie er versichert, die Gesamtkonstellation, die ihn bei der SG reizt. Die Nähe zu seinem Wohnort Eltville ist ein angenehmer Effekt. Doch entscheidend ist für ihn: „Es geht um die Weiterentwicklung von jungen Spielen. Sie auszubilden und möglichst nach oben zu schieben.“ Wo die SG Walluf doch 2026/27 eine eigenständige A-Jugend ins Rennen schicken will. Ohne Druck arbeiten zu können, die SG-Zweite schrittweise verjüngen und dazu seine Kontaktfelder einbringen, das sind konkrete Ansatzpunkte. Max Merken hat viel vor im Johannisfeld.

So., 10.05.2026, 12:30 Uhr

Dort, wo er aus nächster Nähe die Abläufe in einem Verein mit einer Verbandsliga-Mannschaft miterleben wird. Sich durch seine Rolle als Spielertrainer des Unterbaus in der Verzahnung als Unterstützer sieht. Um alles aufzusaugen und, wie er sagt, sich als Trainer weiterzuentwickeln. Wobei er bereits seit elf Jahren als Spielertrainer am Start ist, bei seinen Stationen TuS Breithardt (schon länger im Zusammenschluss mit dem SV Steckenroth als SG Hohenstein), SG Rauenthal/Martinsthal, SG Laufenselden und eben jetzt beim SV Johannisberg schon seine Qualitäten nachhaltig unter Beweis gestellt hat. Als Coach und Spieler mit Herzblut, der sich weit über den normalen Rahmen hinaus einbringt. Vergangenen Sonntag sorgte Merken mit seinem Flugkopfball zum 2:2-Endstand gegen sein künftiges Team der SG Walluf II dafür, dass seine Johannisberger nicht komplett leer ausgingen. Bis zum Schluss, das ist für ihn absolut selbstverständlich, wird er in Johannisberg alles reinwerfen.

„Für uns ein Riesenglücksgriff. Ich glaube schon, dass er mit seinem Engagement unsere Zweite auf die nächste Stufe hebt. Dazu kommt sein riesiges Netzwerk“, zeigt sich Sebastian Meckel aus dem Wallufer Vorstand überzeugt, dass Max Merken Akzente setzen wird. Der Coach selbst blickt da auch schon weiter voraus. Derzeit mache es noch viel Spaß, selbst zu spielen, aber ab etwa 40 wolle er sich ganz auf die Rolle des Trainers fokussieren. Er habe interessante Angebote gehabt, aber Kopf und Bauch hätten zugunsten der SG Walluf entscheiden, bekräftigt er.