2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
Max Hasenstab kompensiert bei der SG Walluf als treffsicherer Mittelstürmer das verletzungsbedingte Fehlen von Torjäger Jan Löwer.
Max Hasenstab kompensiert bei der SG Walluf als treffsicherer Mittelstürmer das verletzungsbedingte Fehlen von Torjäger Jan Löwer. – Foto: Pia Pfeifer - Archiv

Max Hasenstab: Plötzlich wieder Mittelstürmer

Warum Max Hasenstab nach der schweren Verletzung von Jan Löwer bei der SG Walluf im Sturmzentrum der ideale Ersatz ist

Walluf. Was die Torjägerliste der Verbandsliga Mitte betrifft, sind die drei Wiesbadener Teams und die SG Walluf stark vertreten. Daniel Rudi (Türkischer SV) führt das Feld derzeit mit acht Buden mit dem Wallufer Max Hasenstab (ebenfalls 8) an. Dessen Teamgefährte Monther Alahmed folgt mit Saki Nakos vom SV Wiesbaden (je sieben Treffer) auf den nächsten Plätzen. Biebrich 02 weiß mit Niko Puchalla (4) und Nikos Iosifidis (3) zwei Offensivkräfte mit Potenzial und Perspektive in seinen Reihen. Sie alle stehen exemplarisch für einen noch viel größeren Kreis an starken Spielern im vorderen Bereich. Akteure, die nicht nur an ihren Toren zu messen sind.

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Das sieht Wallufs Trainer Matthias „Adi“ Dworschak mit Blick auf Max Hasenstab so. Nach der schweren Verletzung von Jan Löwer, 2024/25 mit 32 Treffern bester Schütze der Mittel-Staffel, hieß es für ihn: Plötzlich (wieder) Mittelstürmer. „Nach Jans Ausfall galt es, eine langfristige Lösung zu finden. Da war Max aufgrund seiner Qualität und Erfahrung die erste Wahl. Er ist immer konzentriert, bereit zu lernen und ein Vorbild an Einstellung. Aber es sind nicht nur die Tore. Er tut im Spiel viel mehr für die Mannschaft. Etwa durch sein Anlaufverhalten“, weiß Dworschak um die vielfältigen Qualitäten des 32-Jährigen.

Wobei Max Hasenstab bis dato bevorzugt über die Außenbahn Akzente setzte und sich torgefährlich zeigte. Jetzt legt er in der Spitze im Sog der Wallufer Kompaktheit enorme Effizienz an den Tag, erwischte beim 6:2 über Breidenbach eine Vier-Tore-Sternstunde. Max Hasenstab, in der Jugend bei Mainz 05 und beim SV Wehen Wiesbaden ausgebildet, in dessen damaligen Hessenliga-Unterbau er auch zum Zug kam, grüßt mit den Rheingauern vor der Partie gegen den SV Zeilsheim (So., 15 Uhr) sogar als Tabellenführer.

Max Hasenstab sieht Qualität für oberes Drittel

„Die Vorbereitung lief alles andere als optimal und die Stimmung war nicht gut. Aber das hat sich gewandelt. Das Gefüge mit den jungen Spielern, die sich auch etwas sagen lassen, und den Erfahrenen ist sehr gut zusammengewachsen. Woran auch das Trainerteam seinen Anteil hat. Das hat sich alles sehr gut eingespielt. Doch wir bleiben bodenständig. Aufgrund der Qualität im Kader bin ich mir aber sicher, dass wir definitiv im oberen Drittel landen können“, umreißt Max Hasenstab die aktuelle Lage auch mit Blick auf Chefcoach Dworschak und Co-Trainer Kevin Detloff, die im Sommer auf Christian Lüllig gefolgt waren.

Wertvolle Erfahrungen in den USA gesammelt

Nicht nur bei Mainz 05 und beim SV Wehen Wiesbaden hat Max Hasenstab, der bereits als Vierjähriger mit dem Fußball begann, wertvolle Erfahrungen gesammelt. Besonders geprägt habe ihn der vierjährige USA-Aufenthalt von 2013 bis 2017 in Rock Hill (South Carolina) an der Winthrop University, wo er im Uni-Team „Winthrop-Eagles“ in der Division 1 spielte und zum Top-Scorer avancierte. Als Mittelstürmer übrigens, wie auch schon während der vier Jahre bei Mainz 05. Insofern ist es in Walluf ein spätes Comeback auf einer ihm durchaus vertrauten Position. „Die USA waren ein Türöffner. Eine Zeit, die mich neben den sportlichen Erfolgen persönlich, kulturell und fachlich weitergebracht hat“, sagt er im Rückblick. Den in den Staaten erworbenen Bachelorabschluss baute er in Deutschland zum Master of Engineering aus. Als Procurement Manager im technischen Einkauf für erneuerbare Energien in einem Wiesbadener Unternehmen hat das zu seinem beruflichen Standbein geführt, bei dem der Fußball auch weiter ein Ausgleich bleiben soll. So lange es körperlich passe, wolle er weitermachen, sagt Max Hasenstab.

Während Adi Dworschak auf die nächste Saisonetappe mit kniffligen Aufgaben schaut. Nach den schweren Verletzungen von Marvin Esser, Jan Löwer, Daniel Bienek und Vlorim Jonuzi seien alle noch enger zusammengerückt und würden „optimale Leistungsbereitschaft“ einbringen. Einschließlich der Bereitschaft, aus Fehlern, wie dem 0:4 beim Türkischen SV bei der bislang einzigen Niederlage, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Das 4:3 bei SF/BG Marburg habe das nach anfänglichem Rückstand und späterem Marburger Tor zum 2:2 gezeigt. „Da sind wir jeweils unserem Weg treu geblieben“, verspürt Dworschak wachsende Stabilität, die auch am Sonntag zum Tragen kommen soll.

Die drei Wiesbadener Clubs Biebrich 02 (gegen Limburg 07, Sa., 16 Uhr), SV Wiesbaden (gegen TSF Heuchelheim) und der Türkische SV (gegen TuS Dietkirchen, beide So., 15 Uhr) genießen ebenfalls Heimrecht. Die TuS Hornau sind im Hessenliga-Absteiger-Duell beim TSV Steinbach Haiger II zu Gast.



Aufrufe: 012.9.2025, 09:00 Uhr
Stephan NeumannAutor