
Unter seiner Leitung hat sich die erste Mannschaft des STV Hünxe in den letzten Jahren in der Kreisliga B Rees & Bocholt zu einem Spitzenteam entwickelt. Aktuell führt man in der Gruppe 2 mit 27 Punkten aus 10 Spielen souverän die Tabelle an.
In einem Gespräch mit unserer Redaktion erklärte Schweds offen wie es zu seiner Entscheidung gekommen ist: „Ich werde den STV Hünxe nach dieser Saison verlassen. Es war für mich eine sehr schwere Entscheidung. Ich habe hier vier tolle Jahre erlebt und ich will direkt festhalten, es gab hier keinen Ärger mit dem Vorstand, mit irgendwelchen Akteuren oder der Standardspruch, dass ich keine Entwicklung mehr in der Mannschaft sah – das ist alles falsch. Es geht lediglich darum, dass ich mehr Zeit für meine Frau und meine kleine Familie haben möchte.“
Der 32-jährige Coach wurde vor acht Monaten Vater und erwartet zusammen mit seiner Frau im Mai des kommenden Jahres das zweite Kind. Diese familiären Veränderungen gaben den Ausschlag für eine Pause: „Ich möchte einfach mal ein, zwei Jahre durchatmen und will gerne meine Kinder aufwachsen sehen. Danach kehre ich auf jeden Fall nochmal an die Seitenlinie zurück, denn ich weiß genau, dass es ohne nicht geht und ich auf jeden Fall nochmal wieder trainieren möchte.“
Seit seinem Amtsantritt im Sommer 2022 beim STV, hat Schweds eine beeindruckende Bilanz aufgebaut. Insgesamt betreute er das Team in über 80 Pflichtspielen, erzielte dabei eine starke Quote von Punkten.
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„Ich habe in den letzten Jahren viel gelernt, Menschen kennengelernt, die mir ans Herz gewachsen sind, und die werden da auch nicht mehr herauskommen. Ich wollte dem Verein aber einfach genug Zeit geben, einen vernünftigen, anderen Trainer zu finden. Das war mir wichtig, dass der Verein in Ruhe schauen kann, wer kommt“, erzählte Schweds.
Sein Fokus liegt nun auf einem erfolgreichen Saisonabschluss, zum Abschluss äußerte sich Schweds hochmotiviert: „Ich werde mein Bestmögliches bis zum Saisonende geben und hoffe, dass wir mit dem STV eine erfolgreiche Saison spielen. Die frühe Entscheidung soll einfach für Ruhe sorgen und nicht mitten in der Saison hereinplatzen, sodass irgendein Formtief entsteht oder der Verein in Drucksituationen kommt. Denn dafür ist der gesamte Verein mir zu sehr ans Herz gewachsen.“
Mit dieser Entscheidung zeigt Schweds nicht nur sportliche Weitsicht, sondern auch große menschliche Größe. Der Verein und die Mannschaft werden bis zum Sommer 2026 alles daransetzen, ihm einen würdigen Abschluss zu bereiten – vielleicht sogar mit dem ersehnten Aufstieg in die Kreisliga A Rees-Bocholt.
