2026-03-25T14:09:28.761Z

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Markus Stupp: „Das kommt in den nächsten 50 Jahren nicht mehr"

Im Kreis Grevenbroich/Neuss steigen in dieser Saison drei statt zwei Teams in die Bezirksliga auf. Für die Verfolger des Spitzenreiters Grefrath eine seltene Chance.

von RP / Sophie Rhine · Heute, 08:30 Uhr · 0 Leser
Für Stupp und sein Team öffnet sich eine weitere Türe
Für Stupp und sein Team öffnet sich eine weitere Türe – Foto: L. Bernrath

Dass zwei Mannschaften direkt aus der Kreisliga A des Fußballkreises Grevenbroich/Neuss aufsteigen, ist schon seit Saisonbeginn allen Vereinen klar. Doch hat sich die Erkenntnis verbreitet, dass auch einer von vier möglichen zusätzlichen Aufstiegsplätzen, je nach Auf- und Abstiegen in den höheren Ligen, sicher in den Kreis 5 geht. Im Sommer gehen also statt zwei drei heimische Mannschaften in die Bezirksliga hoch, wodurch sich insbesondere für die Verfolger des enteilten Tabellenführers SV Germania Grefrath eine seltene Chance eröffnet.

Neue Chancen für die Top-Teams

Besonders beim BV Wevelinghoven weiß man um die Bedeutung dieser Konstellation. „Drei Aufsteiger sind eine super Chance, das kommt in den nächsten 50 Jahren nicht mehr. Da müssen wir dabei sein“, sagt Trainer Markus Stupp. Allerdings stimmten die Ergebnisse zuletzt nicht immer. „Die letzten Wochen liefen nicht so gut für uns, wir sind noch nicht wieder auf dem Niveau der Hinrunde.“ Zwar sei die Trainingsbeteiligung weiterhin hoch, doch bei einigen Spielern habe zuletzt die Einstellung nicht ganz gestimmt. Deshalb habe es in den vergangenen Tagen zahlreiche Gespräche gegeben – mit Vorstand, Trainerteam, Mannschaft und Mannschaftsrat. „Am Ende muss die Mannschaft es auf dem Platz beweisen“, betont Stupp. Am Wochenende wartet mit der Partie gegen den VfR Büttgen ein Topspiel. „Ich sehe uns nicht als Favorit. Büttgen kommt mit viel Selbstbewusstsein nach dem Sieg gegen Spitzenreiter Grefrath.“ Gleichzeitig erinnert Stupp daran, dass sein Team bislang als einzige Mannschaft in Büttgen gewinnen konnte.

Auch bei den Sportfreunde Vorst wird die neue Ausgangslage genau beobachtet. Trainer Patrick Ohligschläger glaubt, dass die drei Aufstiegsplätze durchaus Wirkung zeigen. „Im Kopf einiger Spieler ändert das bestimmt etwas. Es ist ein einmaliger Fall und richtig cool für die Liga.“ Gleichzeitig erhöhe das die Attraktivität der Spiele, vor allem für die Spitzenteams. „Aber es bleiben die gleichen fünf Mannschaften, die um die Plätze spielen.“ Für Vorst könnte vor allem der April entscheidend werden. Nach dem Auswärtsspiel beim FC Delhoven warten in Gestalt von Grefrath, DJK Novesia Neuss und Wevelinghoven mehrere direkte Konkurrenten. „Der April wird richtungweisend“, sagt Ohligschläger. Zudem könnten personelle Engpässe eine Rolle spielen: „Bei uns fehlen jetzt Spieler in den Osterferien, das kann dann auch entscheidend sein.“

Darius Ferber bleibt gelassen

Beim Tabellenkonkurrenten DJK Novesia Neuss will man sich von der neuen Situation möglichst wenig beeinflussen lassen. „Es ändert erst mal nichts“, sagt Trainer Darius Ferber. „Es sind dieselben Mannschaften, die um die Plätze konkurrieren, und es ist supereng unter den Top fünf.“ Ob zwei oder drei Aufsteiger, spiele daher im Alltag zunächst keine große Rolle. „Es ändert nichts am Druck und nichts an unserem Ziel, alle Spiele zu gewinnen.“ Rückenwind gab zuletzt der klare Sieg gegen Rosellen. Auf das Heimspiel gegen die SVG Weißenberg II sieht sich Novesia zwar gut vorbereitet, unterschätzt den Gegner aber nicht. „Weißenberg steht unten drin und braucht jeden Punkt. Die werden uns nichts schenken.“

Damit bleibt das Aufstiegsrennen in der Kreisliga A weiter völlig offen. Klar ist nur: Durch den zusätzlichen Aufstiegsplatz haben mehrere Teams realistische Chancen – und jedes direkte Duell kann im Saisonendspurt entscheidend werden.