
Markus Sesterhenn hat unter dem Motto „Kicken für einen guten Zweck“ zu einem ganz besonderen Fußballspiel eingeladen. Das wird am Samstag, 30. August, ab 15.30 Uhr auf dem Rasenplatz im Stadion im Sportpark Niederheid an der Paul-Thomas-Straße ausgetragen. Ein Team der aktuellen Alten Herren des SFD’75 und ehemaliger Spieler aus der Bezirksliga-Aufstiegsmannschaft der Süder von 2006 stehen sich bei diesem freundschaftlichen Kräftemessen gegenüber.
„Es wird ein höchst emotionales Wiedersehen mit früheren Weggefährten“, sagt der Organisator. Alte Bekannte von einst wie Ex-Kapitän Conny Zimmermann, die Torwartlegende Ingo von Kannen, Wolfgang Höfchen, der als „Libero“ sogar unter Trainer Friedhelm Funkel beim VfR Neuss gespielt hat, Frank Moeser oder Olaf Faßbender haben eine Teilnahme zugesagt.
Gleichzeitig wird diese Erinnerungspartie, wie Sesterhenn betont, viel mehr sein als nur ein stimmungsvolles Nostalgie-Event bester Fußballfreunde. Der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken bei diesem „Revival“ sowie gesammelte Spenden werden einer sozialen Einrichtung zu Gute kommen – und zwar dem Hospiz der Caritas Düsseldorf im Stadtteil Garath.
„Sport erleben und eine gesellschaftliche Verantwortung zu tragen gehören untrennbar zusammen“, ist der 46-Jährige überzeugt. Aus diesem Grund will Sesterhenn, den der Fußball ein Leben lang begleitet und ihm immer wieder schöne Erlebnisse beschert hat, mit dieser Veranstaltung „doppelt“ zurückgeben.
Mit dem Hospiz in Garath, in dem Menschen in ihrer letzten Lebensphase liebevoll betreut werden, fühlt sich Sesterhenn persönlich verbunden. Als Sesterhenns Mutter Margot 2021 nach schwerer Erkrankung gestorben ist, hat sie in ihren letzten Wochen dort große Wärme und Fürsorge erfahren, erzählt er. Sein Vater Axel, der seinem Sohn stets Werte wie soziales Engagement und Verantwortung vermittelt hatte, starb bereits 2017. „Der Fußball hat eine verbindende Kraft“, erklärt der gelernte Regierungsangestellte.
Schon als Fünfjähriger hat Fußball den gebürtigen Franken begeistert. Als technisch versierter Akteur gehörte Markus Sesterhenn neben seinem späteren Heimatclub SV Wersten 04 verschiedenen Vereinen in Düsseldorf als Spieler und als Trainer an und durfte sich einmal sogar als Torschützenkönig aller Südteams feiern lassen.
Geselliges Beisammensein steht folglich ebenfalls auf dem Programm, wenn der Wiedersehens-Spaß nach dem Schlusspfiff in der gemütlichen Feierecke an der Beachvolleyballanlage im Sportpark Niederheid bei Altbier und Grillwürstchen munter weitergeht – frisch gebraten und serviert vom Alte-Herren-Teammanager „Mülli“. Auch knusprige Hähnchenschnitzel werden angeboten und Salate gereicht.
Die Idee zu diesem Doppel-Event ist bei seinem Podcast „MoVe“ entstanden, wo sich Sesterhenn neuerdings mit Gesprächspartnern den Themen „Authentizität, Coaching, Sport und Verantwortung“ widmet. Zu seinen Gästen zählten bislang beispielsweise sein ehemaliger Aufstiegstrainer Hermann-Josef Otten, Ex-Fortuna-Spieler Dirk Michels, Erol Serval, Offense-Line-Coach von Rhein Fire, oder Imke Wübbenhorst als Trainerin des aktuellen Schweizer Frauenmeisters Young Boys Bern.
Bis zum Anpfiff am 30. August hat Markus Sesterhenn noch eine wichtige persönliche Entscheidung zu treffen. Noch nämlich weiß der Vollblutkicker gar nicht, für welches Team er auflaufen wird – ob im gewohnten Trikot der Alten Herren, für die er noch immer Fußball spielt an der Seite seines langjährigen Weggefährten Wolfgang Schmitz, oder als Teil der „Legenden-Elf“.
Seine Lebenspartnerin Alexandra Spiegel drückt ihrem Markus für ein Gelingen der Benefizveranstaltung auf jedenfalls fest die Daumen. Seine Leidenschaft für ein rundum sportbewegtes Leben teilt sie ohnehin – wie jüngst erst beim Wandern durch den Teutoburger Wald oder bei regelmäßigen Fahrradtouren durch die Region.