2026-05-06T12:44:31.715Z

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Markus Eberl übernimmt den SV Marzling, Helmut Atzmüller kommt nach Hörgertshausen

Trainerwechsel in Kreisklasse

von Nico Bauer · Heute, 09:30 Uhr · 0 Leser
Markus Eberl vom SV Marzling
Markus Eberl vom SV Marzling – Foto: fupa
Zwei Vereine in der Kreisklasse Freising setzen auf neue Trainer. Markus Eberl folgt auf Clubikone Jochen Jürgens beim SV Marzling.

Die Entscheidungen, welche Vereine die Kreisklasse Freising verlassen werden und welche neu dazukommen, fallen erst in den kommenden Wochen. Bei zwei Clubs, die auf jeden Fall in der Liga bleiben werden, kommen allerdings neue Trainer. Der SV Marzling und der SV Hörgertshausen haben damit zentrale personelle Fragen beantwortet.

Beim SV Marzling wird das Ehrenmitglied Jochen Jürgens als Clubikone verabschiedet. Der treue Freund des Vereins übernahm die erste Mannschaft eigentlich nur als Übergangslösung – doch daraus wurden drei Jahre auf der Trainerbank. Man spielte Aufstiegsrelegation zur Kreisliga und belegt heuer Rang fünf (womit der Fehlstart vom Saisonbeginn längst in Vergessenheit geraten ist). Doch nun sagt Jochen Jürgens endgültig Servus.

Mit Markus Eberl (45) präsentiert Fußball-Abteilungsleiter Christian Apold nun den neuen Coach, den Apold aus seiner Zeit beim FC Schweitenkirchen als gegnerischen Stürmer kennt. Von 2023 bis 2025 hat Eberl zweieinhalb Jahre lang den TSV Rohrbach in der Bezirksliga trainiert. Danach machte er eine Pause. Die Marzlinger haben also genau im richtigen Moment den in Wolnzach lebenden Trainer angesprochen.

„Bei uns lief es ein bisschen wie beim FC Bayern“, kommentiert Christian Apold die Trainersuche, die bei den Marzlingern kein Selbstläufer war. Bayern-Fan Apold verweist deshalb auch darauf, dass der rot-weiße Glücksfall Vincent Kompany ebenfalls nicht der erste Kandidat war. Natürlich ist Markus Eberl kein Kompany, aber die Verantwortlichen (Apold und Bernhard Soller) haben ein richtig gutes Gefühl. „Bei unseren Gesprächen hat das sofort gematcht“, sagt der Abteilungsleiter. „Unsere Spieler werden viel Spaß mit ihm haben.“

Apold wehrt sich zwar nicht gegen den Erfolg („Aufsteigen ist bei uns nicht verboten“), aber die tatsächlichen Ziele sind andere. So soll die Jugend aus dem Verein in die erste Mannschaft eingebaut werden. Und der Spaß für Spieler, Funktionäre und Zuschauer soll natürlich auch nicht zu kurz kommen.

Kürzlich verkündete beim SV Hörgertshausen Trainer Mike Tafelmaier, dass er im Sommer nach eineinhalb Jahren aufhören wird. Der Nandlstädter stellte für den Verein eine gute Übergangslösung dar. Allerdings war frühzeitig klar, dass der SVH einen neuen Trainer braucht. Und jetzt ist nach Nandlstadt (Tafelmaier) auch vor Nandlstadt. Der neue Coach Helmut Atzmüller war nämlich ebenfalls beim Hallertauer Nachbarn aktiv. Er wohnt nicht weit weg in Rudelzhausen und ist ein bekannter Name in der Gegend. Als Trainer war er auch schon bei der SpVgg Attenkirchen oder dem TSV Au tätig. Nun kommt er von der SG Aiglsbach, wo er sich um die zweite Mannschaft in der Kreisklasse gekümmert hat.

Fußball-Abteilungsleiter Sebastian Fischer hatte früh Zeit für die Trainersuche. Entsprechend erleichtert ist er nun, über die nötige Planungssicherheit zu verfügen. Die hat man zum Leidwesen der Führung auch sportlich, weil die Niederlage gegen den SV Dietersheim der Mannschaft so ein bisschen den Stecker in Sachen Aufstiegskampf gezogen hat. Als Tabellendritter trennen den SVH nun sechs Punkte vom Relegationsplatz, den aktuell der TSV Eching belegt. Der müsste sich schon noch einige Patzer erlauben, um Hörgertshausen die Tür Richtung Kreisliga noch mal zu öffnen.