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Markendorf behält die Nerven – der EWG-Cup entscheidet sich vom Punkt

Zehnte Auflage des EWG-Cups in Eisenhüttenstadt bietet Tempo, Dramatik und ein Finale mit Nachspiel

von red · 17.01.2026, 20:12 Uhr · 0 Leser
– Foto: SV Blau-Weiss Markendorf

Der 10. EWG-Cup hat am heutigen Samstag in Eisenhüttenstadt eindrucksvoll gezeigt, warum dieses Turnier seit Jahren fest zum regionalen Hallenkalender gehört. Acht Mannschaften, zwei Vorrundengruppen, eine klar gegliederte K.-o.-Phase und zwölf Minuten Spielzeit pro Partie sorgten für einen langen, intensiven Hallennachmittag. Am Ende setzte sich der SV Blau-Weiß Markendorf im Finale nach Neunmeterschießen gegen die SG Dresden Striesen durch. Der Turniersieg war der Schlusspunkt eines Wettbewerbs, der von engen Spielen, schnellen Richtungswechseln und hoher mentaler Belastung geprägt war.

Ein Jubiläum mit sportlicher Schärfe
Die zehnte Auflage des EWG-Cups trug den Charakter eines gewachsenen Turniers. Organisation, Ablauf und sportlicher Anspruch griffen ineinander. Die Spielzeit von zwölf Minuten erlaubte es den Mannschaften, Struktur aufzubauen, verlangte aber zugleich permanente Aufmerksamkeit. Kleine Fehler wurden sofort bestraft, Führungen mussten aktiv verteidigt werden. Eisenhüttenstadt bot dafür den passenden Rahmen: kompakt, laut und eng getaktet.

Gruppe A: Markendorf setzt sich an die Spitze
In der Gruppe A entwickelte sich früh ein Zweikampf um Platz eins. Der SV Blau-Weiß Markendorf startete mit einem torreichen 5:3 gegen den SV Rot-Weiß Reitwein und bestätigte seine Ambitionen mit einem 5:4 gegen die SG Dynamo Schwerin II. Das entscheidende Spiel folgte im direkten Duell mit dem Gastgeber FSV Dynamo Eisenhüttenstadt, das Markendorf mit 4:3 für sich entschied. Damit sicherte sich Blau-Weiß mit neun Punkten den Gruppensieg. Dynamo Eisenhüttenstadt folgte mit sechs Punkten auf Rang zwei, während Reitwein und Schwerin II die weiteren Plätze belegten.

Gruppe B: Ausgeglichenheit bis zum letzten Spiel
Die Gruppe B bot eine andere Dramaturgie. Breesener SV Guben Nord und SG Dresden Striesen beendeten die Vorrunde punktgleich an der Spitze. Dresden überzeugte mit einem 4:1 gegen den 1. FC Frankfurt II und einem 2:1 gegen Guben Nord, während Breesen durch ein 3:2 im direkten Vergleich ebenfalls sechs Punkte sammelte. Frankfurt II blieb mit vier Punkten in Reichweite, der FC Eisenhüttenstadt musste sich mit einem Punkt begnügen. Die Entscheidung fiel hier nicht über Dominanz, sondern über Nuancen.

Der Übergang in die Entscheidungsspiele
Mit den Halbfinals begann die Phase, in der Fehler endgültig bestraft wurden. Markendorf setzte sich mit 2:1 gegen Breesener SV Guben Nord durch und bestätigte seine Vorrundenstärke. Im zweiten Halbfinale gewann die SG Dresden Striesen mit 3:2 gegen den FSV Dynamo Eisenhüttenstadt. Beide Partien waren geprägt von hohem Tempo und knappen Spielständen, die bis in die Schlussminuten offenblieben.

Platzierungsspiele als Spiegel der Belastung
Auch abseits des Finales blieb der Wettbewerb intensiv. Im Spiel um Platz sieben setzte sich der FC Eisenhüttenstadt mit 4:2 gegen die SG Dynamo Schwerin II durch. Platz fünf ging nach einem 3:2 an den 1. FC Frankfurt II gegen den SV Rot-Weiß Reitwein. Diese Begegnungen unterstrichen den Anspruch des Turniers, alle Platzierungen sportlich auszuspielen und keinem Team einen vorzeitigen Abschluss zu geben.

Das Spiel um Platz drei als Frage der Mentalität
Im Spiel um Platz drei trafen Breesener SV Guben Nord und der FSV Dynamo Eisenhüttenstadt aufeinander. Nach dem verpassten Finaleinzug ging es darum, noch einmal Kraft zu bündeln. Dynamo Eisenhüttenstadt entschied diese Partie mit 3:2 für sich und sicherte sich Rang drei – ein Ergebnis, das nach einem intensiven Turnierverlauf auch Ausdruck von Stabilität und Erfahrung war.

Ein Finale mit offenem Ausgang
Das Endspiel zwischen dem SV Blau-Weiß Markendorf und der SG Dresden Striesen wurde zum Höhepunkt des Tages. In der regulären Spielzeit fielen insgesamt neun Tore, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Nach zwölf Minuten stand es unentschieden, sodass die Entscheidung im Neunmeterschießen fallen musste. Dort behielt Markendorf die Nerven und setzte sich mit 5:4 durch. Der Jubel nach dem letzten verwandelten Versuch spiegelte die Erleichterung wider, ein langes Turnier erfolgreich abgeschlossen zu haben.

– Foto: Sebastian Harbke/Veranstalter