
Am Ende nahmen sich Philip Spieckermann und Ali Cakici in den Arm. „Wir haben uns beide geärgert, dass wir nicht gewonnen haben“, erzählt der Trainer von Landesliga-Aufsteiger TuS Marienborn II nach dem 2:2 (1:1) bei der Spvgg. Ingelheim. „Freundschaftlich und herzlich“ war das Wiedersehen mit dem langjährigen TuS-Trainer, „ein heißer Ritt“ mit am Ende gerechtem Resultat das Spiel.
Mehrere Ingelheimer Einladungen bekamen die tief verteidigenden Gäste vor dem Seitenwechsel serviert, sodass aus deutlich geringeren Spielanteilen sogar ein Chancenplus erwuchs. Eine nutzte Tarkan Zintl (17.) aus großer Entfernung ins leere Tor. Thiemo Stavridis vollendete eine Kombination zum 1:1 (35.).
Vincent Feyerabend gelang die zweite Führung, nach Flanke und Pfostenschuss staubte der TuS-Torjäger selbst ab (68.). Die Gäste verteidigten nun höher, waren druckvoller und sahen sich nach einem Wembley-Tor des 3:1 beraubt. In einer stürmischen Ingelheimer Schlussphase gelang Ilker Yüksel nach einer Ecke das 2:2 (87.).
Zwei Ampelkarten und eine Zeitstrafe
In der Nachspielzeit sahen Ingelheims Paul Vogelsberger und der Marienborner Stephan Oppong Baah die Ampelkarte, was ebenso ohne Auswirkung blieb wie Abdessamad Zaidouhs Zeitstrafe (23.). „Das nicht gegebene 3:1 war der Knackpunkt“, sagt Spieckermann, ohne die beiden Alutreffer des Ingelheimers Francesco Teodonno zu verschweigen. So waren es zugleich ein gewonnener und zwei verlorene Zähler – für beide.