2026-02-20T12:29:42.904Z

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Manuel Riemann: Von Premiere für Alemannia Aachen direkt nach Jüchen

Oberliga Niederrhein: Manuel Riemann, der im Trainerstab des Oberligisten VfL Jüchen mitwirkt, ist bei Alemannia Aachen inzwischen auch aktiv ins Tor zurückgekehrt.

von RP / David Beineke · Heute, 11:00 Uhr · 0 Leser
Manuel Riemann ist bei Alemannia Aachen noch einmal ins Tor zurückgekehrt.
Manuel Riemann ist bei Alemannia Aachen noch einmal ins Tor zurückgekehrt. – Foto: IMAGO / team 2

Als der frühere Bundesliga-Keeper Manuel Riemann Ende Januar verkündete, dass er beim Drittligisten Alemannia Aachen mit 37 Jahren noch mal zwischen die Pfosten zurückkehrt, kam kurzfristig die Sorge auf, sein Engagement im Trainerteam des Oberligisten VfL Jüchen-Garzweiler könne vorzeitig enden. Doch die Sorge erwies sich als unbegründet. Auch am vergangenen Samstag war der ehemalige Torwart des VfL Bochum beim 2:0-Derbyerfolg der Jüchener daheim gegen die Holzheimer SG dabei, obwohl er ein paar Stunden zuvor beim 3:1-Heimerfolg gegen den SC Verl seine Premiere im Kasten der Aachener gefeiert hatte.

„Manuel hat mich informiert, dass er in Aachen noch mal ins Tor zurückkehrt. Das soll er auch machen, denn das ist ein geiler Verein. Aber er hilft uns auf jeden Fall weiterhin bis zum Sommer“, erklärte VfL-Coach Daniel Klinger, nachdem die Runde gemacht hatte, dass Riemann noch mal aktiv ins Profigeschäft einsteigen würde. Riemann, der im Mönchengladbach wohnt und dessen Frau mit der von Jüchens Torwarttrainer Kevin Afari befreundet ist, hatte sich vor der Saison an den Oberligisten gewandt und seine Unterstützung angeboten, weil er künftig selbst als Coach arbeiten möchte. Aktuell ist er auf dem Weg zur B-Lizenz. Dass der Profifußball für den 37-Jährigen in der Rolle als Spieler noch mal ein Thema wurde, hatte damit zu tun, dass die Aachener nach der Rückkehr des ausgeliehenen Glehners Jan Olschowsky zu Borussia Mönchengladbach kurzfristig eine Lücke auf der Torhüterposition zu schließen hatten.

Rolle als Nummer zwei in Aachen

Wobei die Rolle Riemanns klar als Nummer zwei hinter Stammkeeper Fotios Pseftis festgelegt ist. So war seine Pflichtspielpremiere für die Alemannia eigentlich erst für diesen Donnerstag vorgesehen, wenn im Landespokal das Viertelfinale bei Fortuna Köln auf dem Programm steht. Dass er nun doch schon früher die Torwarthandschuhe für die Aachener überstreifen musste, hatte damit zu tun, dass sich Pseftis in der Schlussphase der Partie gegen den Tabellenzweiten Verl so schwer verletzte, dass es für ihn nicht weiterging. So stand Rieman ab der 83. Minute für rund 15 Minuten bis zum Ende der Nachspielzeit im Tor der Alemannen und half, den 3:1-Vorsprung und damit den erst dritten Heimsieg der Saison ins Ziel zu bringen. Viel zu tun bekam er aber nicht. Ein Abschluss der Verler zu Beginn der Nachspielzeit geriet zu harmlos und stellte keine Herausforderung für den Routinier dar.

Nicht für jeden Verein gemacht

Angesichts der drei im Kampf gegen den Abstieg wichtigen Punkte zeigte sich Riemann hinterher gut gelaunt. „Vor meiner Einwechslung war es schlecht, danach waren wir überragend“, meinte er nach der Partie in der Mixed-Zone scherzhaft und machte deutlich, dass er seine Entscheidung, an den Tivoli zu wechseln, nicht bereut: „Es macht Spaß, es ist ein großes Stadion, es ist ein großer Verein. Ohne irgendeinem Verein zu nahe treten zu wollen – ich hätte es auch nicht für jeden Klub noch mal gemacht. Aber dieser Traditionsverein macht Bock.“

Nach seinem wohl nächsten Einsatz für die Aachener am Donnerstag geht es schon am Freitag mit den Jüchenern weiter. Dann steht für den aktuellen Tabellenfünften der Oberliga das wichtige Auswärtsspiel beim Mitaufsteiger DJK Adler Frintrop auf dem Programm.