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„Man spürt im gesamten Verein, dass es ein besonderes Spiel ist“

von Lars Brepols · 06.03.2026, 10:51 Uhr · 0 Leser
Stehen sich am Freitagabend im Derby gegenüber: Mariadorfs Maurice Dautzenberg (l., in Gelb) und Oidtweilers Lazar Savic (r., in Weiß.
Stehen sich am Freitagabend im Derby gegenüber: Mariadorfs Maurice Dautzenberg (l., in Gelb) und Oidtweilers Lazar Savic (r., in Weiß. – Foto: Dagmar Meyer-Roeger und Siegfr

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Fußball-Bezirksliga: Bereits am Freitagabend steigt das mit Spannung erwartete Derby zwischen Alemannia Mariadorf und Concordia Oidtweiler. Die Vorzeichen haben sich im Vergleich zum Hinspiel deutlich verändert.

Die Spielstätten der beiden Clubs liegen Luftlinie weniger als vier Kilometer voneinander entfernt. Es ist ein echtes Derby, das am Freitagabend in Mariadorf über die Bühne gehen wird. Die heimische Alemannia empfängt ab 20 Uhr den Nachbarn Concordia Oidtweiler in der Sportanlage am Südpark.

Tabellarisch fast gleichauf

Die beiden Teams liegen tabellarisch fast gleichauf. Die Alemannia weist lediglich ein um fünf Treffer besseres Torverhältnis auf. Sowohl Mariadorf als auch Oidtweiler feierten bis dato sechs Siege und vier Remis in den 16 absolvierten Saisonspielen. Dennoch hat sich die Ausgangslage im Vergleich zum Hinspiel, das Mariadorf Mitte September mit 5:0 für sich entscheiden konnte, deutlich verändert.

Damals leitete noch Mirko Braun die Alemannia an. Von den Akteuren, die damals in der Startelf standen, haben fünf den Verein inzwischen verlassen. Es war zweifelsohne ein Riesenumbruch, den der neue alte Sportliche Leiter Thomas Weitz in der Winterpause bewerkstelligen musste. Elf Spieler kehrten dem Verein den Rücken, nachdem es Meinungsverschiedenheiten über die künftige Ausrichtung mit dem Vorstand gegeben hatte. Braun hatte bereits nach dem letzten Hinrundenspiel seinen Abschied verkündet (wir berichteten).

Weitz schaffte es schließlich gemeinsam mit dem neuen Trainer Marcel Herzog, ein Team für die Rückrunde zusammenzustellen. Satte 15 Neuzugänge wurden verpflichtet. Und der Rückrundenauftakt verlief überraschend vielversprechend: Mit einem 3:0 wurde Rhenania Richterich nach Hause geschickt. Am vergangenen Wochenende reichte es hingegen nicht zu Zählbarem: Bei der SG Stolberg kassierte die Alemannia eine 1:4-Pleite.

„Wir sind top gestartet, da muss man der Mannschaft ein Kompliment machen. Wir haben gegen Richterich über 90 Minuten eine konzentrierte Leistung abgeliefert. Am vergangenen Sonntag war es leider genau das Gegenteil. Sicherlich hatten wir auch Riesenpech mit drei Verletzten in der ersten Hälfte, aber nichtsdestotrotz waren wir einfach schläfrig und haben nicht ins Spiel gefunden“, resümiert Herzog. Der Trainer des Tabellensiebten richtet den Fokus allerdings direkt auf die kommende Aufgabe gegen Oidtweiler. „Man spürt im gesamten Verein, dass es ein besonderes Spiel ist. Die Vorfreude auch in der Mannschaft ist riesengroß.“

Personell gibt es bei den Gastgebern allerdings noch einige Fragezeichen. Lucas Heitzer und Max Herbst werden definitiv nicht zur Verfügung stehen, da sie sich in Stolberg Verletzungen zugezogen hatten. „Das tut uns sehr weh, weil sie ja auch die Gesichter der Mannschaft sind“, betont Herzog. Auch Keeper Marco Kirschall droht aufgrund einer Schienbeinprellung auszufallen. Der zuletzt gelbgesperrte Pascal Willems könnte hingegen in die Startelf zurückkehren, doch auch er plagt sich mit einer Fußverletzung herum.

„Wir wollen jedes Spiel gewinnen, auch wenn vier oder fünf Mann ausfallen sollten. Die Jungs, die jetzt ihre Chance bekommen, sind gefragt. Gerade in so einem Derby sollte man niemanden motivieren müssen. Ich erhoffe mir eine Riesenkulisse, so wie ich es in der Vergangenheit als Zuschauer erlebt habe“, sagt Herzog. Unter dem Strich gehe es in der Rückrunde darum, die neuformierte Mannschaft zu stabilisieren. „Darüber hinaus sind wir jetzt schon dabei, die neue Saison zu planen. Der Verein gehört einfach in die Top fünf der Bezirksliga.“

Deutliche Pleite in Eicherscheid

Die Gäste aus Oidtweiler starteten ebenfalls erfolgreich in die Rückrunde, die SG Stolberg wurde 3:1 besiegt. Am vergangenen Wochenende musste die Mannschaft von Trainer Sven Schalge eine herbe 2:7-Pleite bei Tabellenführer Germania Eicherscheid hinnehmen. „Schnell abhaken“ lautet die Devise des Trainers, der hinterherschiebt: „Ich verliere lieber einmal 2:7, auch wenn es nicht schön ist, als fünfmal 0:1.“ Bereits nach 18 Minuten lag die Concordia mit 0:4 in Rückstand. „Wir haben das noch einmal klar angesprochen, damit ist die Sache aber für mich erledigt.“

Am Freitag will die Concordia wieder ein anderes Gesicht zeigen. „Wir müssen mit dem nötigen Respekt an die Sache herangehen. Mariadorf hat sehr viel Qualität in der Offensive. Gleichzeitig ist die Alemannia aber auch eine Art Wundertüte“, sagt Schalge mit Blick auf den umgekrempelten Kader und die ersten beiden Rückrundenergebnisse des Nachbarn. „In einem Derby kommt es nicht nur auf die fußballerische Qualität an, sondern vor allem auch auf die Einstellung und Mentalität. Darüber hinaus müssen wir fußballerische Lösungen finden“, verdeutlicht Schalge, der das 0:5 aus dem Hinspiel als „kleine Extramotivation“ für sein Team sieht.

Die Spiele im Überblick: Kuckum - Erkelenz (Fr., 19.30), Alem. Mariadorf - Oidtweiler (Fr., 20.00), DJK FV Haaren - Bergrath, Roetgen - VfR Würselen, Ay-Yildizspor Hückelhoven - SG Stolberg (alle So., 15.00), Kohlscheider BC - Richterich, Konzen - Germ. Hilfarth (beide So., 15.30)

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