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Ligabericht

Mainz-Bingen: Viele Absteiger, aber bald mehr Teams

Für viele Clubs aus Mainz-Bingen endet die Saison mit einer Enttäuschung +++ Nächstes Jahr 50 Mannschaften in der C-Klasse

von Bardo Rudolf · 26.06.2025, 19:00 Uhr · 0 Leser
Am Ende des letzten Spieltags richten sich die Blicke vieler Fußballer auf Liveticker. So wie bei der TSG Bretzenheim, die so erfuhr, dass sie in der Verbandsliga bleibt.	Foto: Kristina Schäfer
Am Ende des letzten Spieltags richten sich die Blicke vieler Fußballer auf Liveticker. So wie bei der TSG Bretzenheim, die so erfuhr, dass sie in der Verbandsliga bleibt. Foto: Kristina Schäfer

Mainz. Auf das Aufatmen nach dem letzten Spieltag folgte eine Reihe Enttäuschungen. Die Mannschaften aus dem Kreis Mainz-Bingen freuten sich zunächst, dass ihnen wochenlange Entscheidungsrunden im Abstiegskampf erspart geblieben waren, die in der Verbandsliga Südwest und der A-Klasse Mainz-Bingen gedroht hatten. Mehrere Mannschaften aus dem Kreis Mainz-Bingen beendeten die Saison zunächst mit der Hoffnung, den Klassenverbleib dank günstiger Ergebnisse in den Aufstiegsspielen noch feiern zu können. Doch sie wurden ausnahmslos enttäuscht. Alle relevanten Entscheidungspartien liefen gegen die Teams aus den Ligen mit Mainz-Binger Vertretern. Nur Verbandsligist TSV Gau-Odernheim setzte sich in dieser Linie durch, wovon aber in der Verbandsliga FK Pirmasens II profitierte, was dann in der Westpfalz Teams jubeln ließ.

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Und so ging es für Landesligist Fortuna Mombach, die Bezirksligisten FSV Oppenheim und FC Aksu Mainz sowie die A-Klassen-Clubs SV Klein-Winternheim, TSV Stadecken-Elsheim und 1. FC Nackenheim doch noch eine Liga nach unten - wodurch im Falle von Stadecken-Elsheim die zweite Mannschaft des Vereins ebenfalls abstieg, obwohl sie sportlich den Klassenverbleib geschafft hatte. Aber zwei Teams aus einem Verein dürfen nur in der C-Klasse auf einer Ebene spielen.

Der Kreisvorsitzende Gerd Schmitt freute sich zwar, dass der organisatorische Aufwand für Zusatzspiele übersichtlich blieb. Doch ergänzte er: „Im Sinne der Finanzausstattung der Vereine hätten wir uns vorstellen können, dass es gerne noch das ein oder andere Spiel mehr gegeben hätten. Denn die Entscheidungsspiele, die stattgefunden haben, waren ja alle gut besucht und die beteiligten Vereine haben dadurch sicher Geld eingenommen.“

Meldefenster für die kommende Saison ist geschlossen

Jetzt richten die Fußballer den Blick nach vorne. Das Meldefenster für die neue Saison ist geschlossen. Dabei trotzt Mainz-Bingen einem allgemeinen Trend. Während viele andere Fußball-Kreise darüber klagen, dass die Vereine insbesondere auf B- und C-Klassen-Niveau immer weniger Mannschaften zum Spielbetrieb anmelden, gibt es in Mainz-Bingen einen erneuten Zuwachs. Gerd Schmitt berichtet von neun Teams, die entweder zusätzlich gemeldet wurden oder während der vergangenen Saison abgemeldet wurden und nun wieder teilnehmen. Es sind: VfB Bodenheim III, TuS Marienborn III, FC Schwabsburg III, SG Harxheim/Gau-Bischofsheim III, FV Budenheim III, TSG Hechtsheim II, Spvgg. Dietersheim II, Hassia Bingen II und TSV Wackernheim II.

Der Trend geht also zur dritten Mannschaft, was für die C-Klassen eine Gesamtzahl von 50 Teams bedeutet. Schmitt und sein Vorstandsteam planen deshalb mit drei Staffeln, von denen zwei mit 17 und eine mit 16 Mannschaften an den Start geht. Gespielt wird nach einem 18-Mannschaften-Schlüssel, sodass an jedem Wochenende eine oder zwei Mannschaften spielfrei sind. „Und falls jetzt doch noch eine Meldung dazu kommt, wäre es auch kein Problem, noch eine Mannschaft dazu zu schieben“, sagt Schmitt. Eine kreisübergreifende Besetzung der C-Klassen ist hingegen für diesen Sommer in Mainz-Bingen noch nicht vorgesehen.

20. Juli startet der Verbandspokal, am 27. Juli die ersten Ligen

Die Saison 2025/26 beginnt am 20. Juli mit der ersten Runde des Verbandspokals. In den 18er-Ligen soll der erste Spieltag am 27. Juli erfolgen, in allen anderen Ligen am 3. August. Wobei die Klassenleiter zumindest in den unteren Spielklassen mit den Vereinen erörtern wollen, ob die ersten zwei Spieltage vielleicht später in der Saison durchgeführt werden sollen. Dadurch würde sich die Sommerpause für die Spieler noch etwas verlängern.

Hier ist der Überblick über die Auf- und Absteiger in allen Ligen mit Beteiligung von Mannschaften aus dem Fußball-Kreis Mainz-Bingen:

Regionalliga Südwest

Aufsteiger: TSG Hoffenheim II.

Absteiger: FC Gießen, Eintracht Frankfurt II (beide Hessenliga), 1. Göppinger SV, FC Villingen (beide Baden-Württemberg-Liga).

Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

Aufsteiger: TSV Schott Mainz.

Absteiger: SV Morlautern, SV Viktoria Herxheim, TuS Mechtersheim (alle in die Verbandsliga Südwest).

Verbandsliga Südwest

Aufsteiger: FV Dudenhofen, TSV Gau-Odernheim

Absteiger: TuS Rüssingen, SC Hauenstein, VfR Baumholder (alle in die Landesliga West), FSV Offenbach, TSG Pfeddersheim (beide in die Landesliga Ost).

Landesliga Südwest-Ost

Aufsteiger: FC Bienwald Kandel.

Absteiger: Hassia Bingen, Fortuna Mombach (beide Bezirksliga Rheinhessen), Ludwigshafener SC, TSG Jockgrim (Bezirksliga Vorderpfalz).

Bezirksliga Rheinhessen

Aufsteiger: TuS Neuhausen.

Absteiger: Ataspor Worms, RWO Alzey (beide in die A-Klasse Alzey-Worms), FSV Oppenheim, FC Aksu Mainz (beide in die A-Klasse Mainz-Bingen).

A-Klasse Mainz-Bingen

Aufsteiger: SKC Barbaros Mainz.

Absteiger: 1. FC Nackenheim, TSV Stadecken-Elsheim, SV Klein-Winternheim.

B-Klassen Mainz-Bingen

Aufsteiger: SVW Mainz II, SV Gau-Algesheim, VfL Frei-Weinheim.

Absteiger: TSV Stadecken-Elsheim II (muss absteigen, weil die erste Mannschaft aus der A-Klasse hinzukommt), SV Klein-Winternheim II, SV BW Münster-Sarmsheim.

C-Klassen Mainz-Bingen

Aufsteiger: SG Undenheim/Schornsheim, FV Budenheim II, Spvgg. Dietersheim, SV Ober-Olm II.