Uevekoven geht mit der Aufstiegseuphorie in die neue Saison.
Uevekoven geht mit der Aufstiegseuphorie in die neue Saison. – Foto: Meiki Graff

Mächtig viel Bewegung in Wegberg

Diese Teams aus dem Erkelenzer Land sind auf- oder abgestiegen.

Sechs Aufstiege und sechs Abstiege – so lautet für die Saison 2021/2022 die Bilanz der 37 Erstvertretungen des Erkelenzer Landes. Die größten Verschiebungen gab es in Wegberg, das in dieser Statistik weiterhin die Fußballstadt Nummer eins: Fünf von sieben Teams stiegen in den Fahrstuhl – drei nach oben, zwei nach unten.

Zwölf der aktuell 37 Erstvertretungen des Erkelenzer Lands spielen in der neuen Saison in einer anderen Liga als bislang – ziemlich genau ein Drittel ist also in den Fahrstuhl gestiegen. Unterm Strich steht ein Nullsummenspiel: Sechs Aufstiegen stehen auch sechs Abstiege gegenüber. Während es in Hückelhoven aber lediglich eine Verschiebung gab, sah das in Wegberg komplett anders aus. Davon losgelöst untermauerte die Schwalmquellstadt ihren Ruf als Fußballstadt Nummer eins des Erkelenzer Lands. So sieht es in den einzelnen Städten aus.

Erkelenz: Nach zwei Jahren Pause ist die größte Stadt im Kreis Heinsberg in der kommenden Saison auch wieder auf Verbandsebene vertreten – dank des Cityvereins SC 09, der als souveräner Meister der Kreisliga A das Ticket für die Bezirksliga löste. Ebenfalls nach oben in den Fahrstuhl stieg ein Verein, der auch viele Jahre in der Bezirksliga spielte, nun aber immerhin die Rückkehr ins Kreisoberhaus geschafft hat: Das gelang dem SV Schwanenberg als Meister der B-Liga, Staffel 2. Dass die Schwäne vor der Saison die Staffel aus taktischen Gründen gewechselt hatten, ihre Reserve fortan in der Staffel 1 antreten ließen und mit der Ersten eben in der Staffel 2 spielten, hat sich für die Schwarz-Weißen also ausgezahlt. In den Fahrstuhl nach unten stieg dagegen Sparta Gerderath ein. Die Grün-Weißen spielten 2020 noch in der Bezirksliga, traten dort in der Saison 20/21 aber nicht mehr an, standen damit als erster Absteiger fest – und wurden in der abgelaufenen Saison nun in die B-Liga durchgereicht. Ebenfalls den Weg nach unten musste der SV Immerath antreten. Nach einigen Jahren in der B-Liga kickt der SVI künftig wieder in der C-Liga. Damit wechselten in der Erka-Stadt vier Teams die Spielklasse – zwei nach oben, zwei nach unten. Insgesamt stellt die größte Stadt im Kreis mit 14 auch die meisten Erstvertretungen. Je vier spielen davon in der A-, B- und C-Liga. Ausreißer nach oben ist eben der SC 09 Erkelenz – und nach unten D-Ligist TuS Keyenberg.

Beeck zurück in der Mittelrheinliga

Wegberg: Gegenüber Erkelenz kann Wegberg gerade einmal die Hälfte an Erstvertretungen aufbieten: Seitdem der SV Merbeck mit Viktoria Wegberg eine Spielgemeinschaft unterhält, sind es in der Schwalmquellstadt nur noch sieben Teams. Die wechselten zum Großteil nun die Klasse: Gleich fünf davon stiegen in den Fahrstuhl – drei nach oben, zwei nach unten. So kehrte der FC Wegberg-Beeck, der fußballerische Branchenführer des gesamten Kreises, nach zwei Jahren Regionalliga in seine Stammklasse zurück, die Mittelrheinliga. Während im Vorjahr die Kluft zum zweitbesten Team im Stadtgebiet gewaltig war (drei Spielklassen), liegt nun nur noch eine Liga dazwischen. Denn dem SV Helpenstein gelang in der Bezirksliga der größte Erfolg seiner noch recht jungen Vereinsgeschichte, da der Drei-Dörfer-Klub als Meister nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Raspo Brand erstmals in die Landesliga aufstieg. Und auch in der A-Liga ist Wegberg in der neuen Saison nach längerer Zeit mal wieder vertreten – und das sogar doppelt. Denn sowohl die Sportfreunde Uevekoven als auch der direkte Nachbar SC Wegberg feierten die Rückkehr ins Kreisoberhaus – die Sportfreunde als souveräner Meister der B-Liga, Staffel 1, der SCW, ebenfalls in der Staffel 1 beheimatet, als quotientenbester Vizemeister der drei B-Liga-Staffeln. Eine Klasse tiefer spielt dagegen nun der SV Klinkum, der aus der B-Liga abstieg. Kurios: Damit kickt in der neuen Saison kein einziger Wegberger Verein mehr im Kreis-Unterhaus, nachdem es in der abgelaufenen Saison mit Uevekoven, Wegberg und Klinkum noch drei waren. Mit drei Auf- und zwei Abstiegen hat Wegberg aber unterm Strich seine Führungsposition im Städteranking des Erkelenzer Lands ausgebaut.

Hückelhoven: Elf Erstvertretungen hat die frühere Zechenstadt nach der Bildung der Spielgemeinschaft Baal/Doveren noch. In den Fahrstuhl stieg in der abgelaufenen Saison aber nur ein Team davon: Germania Hilfarth, personell eigentlich gut besetzt, stieg aus der A-Liga ab, spielt künftig damit in der Klasse, in der mit sechs auch mehr als die Hälfte aller Hückelhovener Teams kickt: in der B-Liga. Ranghöchste Teams sind die A-Ligisten VfJ Ratheim, Ay-Yildizspor und Roland Millich – die beiden Letzteren tragen sich nun auch mit Aufstiegsambitionen.

Wassenberg: Ein Nullsummenspiel ergibt sich in der kleinsten Stadt des Erkelenzer Lands. In Wassenberg gibt es nur fünf Vereine, und von denen stieg eben einer ab und einer auf. Das Wechselspiel vollzog sich freilich auf niedrigstem Niveau: D-Ligist Concordia Birgelen gelang der Aufstieg in die C-Liga, während der SV Ophoven genau den umgekehrten Weg nahm.

Aufrufe: 06.8.2022, 08:00 Uhr
Mario EmondsAutor