
Gute Karten im Rückspiel am Samstag: TuS Geretsried zerlegt TSV Grünwald mit 4:0.
Mit einem ordentlichen Polster geht der TuS Geretsried am kommenden Samstag ins Rückspiel beim TSV Grünwald: 4:0 besiegte die Elf von Daniel Dittmann im ersten Relegationsspiel am Mittwochabend vor mehr als 1000 Zuschauern den 14. der Bayernliga Süd. Und das völlig verdient. „Es macht stolz, wie die Mannschaft gespielt hat, das war eine sehr, sehr gute Leistung“, freut sich der TuS-Coach über den Auftritt seiner Truppe, die sich gerade rechtzeitig daran erinnert hatte, was sie in der Hinrunde der abgelaufenen Landesligasaison so stark gemacht hatte. „Wir wollten von Beginn an volles Angriffspressing spielen, das ist uns gut gelungen“, stellt Dittmann zufrieden fest. „Das ist die Art und Weise, die uns dahin geführt hat, wo wir jetzt sind.“
Zwar hatten die Gäste nach vier Minuten den ersten Abschluss. Aber der Versuch von David Halbich hatte nicht die Qualität, um Cedomir Radic im Geretsrieder Tor zu beeindrucken. Auf der Gegenseite verstolperte Kapitän Sebastian Schrills in der elften Minute eine scharfe Hereingabe von Belmin Idrizovic. Dann ging es plötzlich Schlag auf Schlag – zum Leidwesen des TSV Grünwald. Dessen Abwehr konnte in der 23. Minute nach Einwurf von Idrizovic den Schuss von Daniel Krebs noch abblocken, den Abpraller trat Srdan Ivkovic jedoch humorlos zur 1:0-Führung für den TuS ins Netz. Kurz darauf scheiterte Idrizovic an TSV-Keeper Stefan Marinovic. Der war wiederum machtlos, als Sebastian Rosina nach Ecke von Isni Redjepi einen Kopfball lehrvideoreif zum 2:0 ins Tor wuchtete. Gerade sieben Minuten waren seit dem Geretsrieder Führungstreffer vergangen, als Idrizovic einen Alleingang mit sattem Schuss aus zwölf Metern mit dem 3:0 abschloss.
Die ersten Minuten im zweiten Durchgang dokumentierten bereits, dass die Hausherren keine Veranlassung sahen, sich auf dem beruhigenden Vorsprung auszuruhen. In der 50. Minute gab Ivkovic aus spitzem Winkel statt den im Zentrum mitgelaufenen Schrills zu bedienen einem Torschuss den Vorzug, traf jedoch nur die breite Brust von Marinovic. Eine Minute später war für Grünwalds Marco Bornhauser vorzeitig Schluss: Nach wiederholtem Foulspiel an Idrizovic sah der TSV-Kapitän die gelbrote Karte. Der TuS kontrollierte nun die Partie, ließ es beim letzten Pass jedoch oft an Präzision fehlen.
Für Aufregung beim Geretsrieder Anhang sorgte nach gut 70 Minuten Schiedsrichter Philipp Ettenreich, als er sich in seinen Notizen verguckte und den bis dato kartentechnisch unbelasteten Ivkovic mit gelbrot vom Feld schicken wollte. Nach Intervention der Geretsrieder Bank und Rücksprache mit seinen Assistenten nahm Ettenreich seine Entscheidung zurück – Ivkovic bedankte sich kurz darauf mit dem Treffer zum 4:0-Endstand.
Bezeichnend für die Geretsrieder Überlegenheit: In der 86. Minute musste TuS-Torhüter Radic beim Schuss von Harouna Boubacar seine erste echte Bewährungsprobe bestehen.„Ein gutes Ergebnis, aber es ist mit aller Vorsicht zu genießen“, erinnert Dittmann daran, dass in drei Tagen ein Rückspiel ansteht.