
Die Landesliga-Fußballer des Kirchheimer SC haben das Nachbarschaftsduell gegen den FC Unterföhring mit 3:0 für sich entschieden und nebenbei noch die dabei ausgespielte erste Qualifikationsrunde zum Toto-Pokal 2026/27 überstanden.
Die Gastgeber begannen sehr fokussiert und aggressiv, pressten sofort weit vorne an und hatten auch die erste Torchance der unterhaltsamen Partie: Nach einem Eckstoß von Sami Benrabh prüfte Luca Mauerer mit dem zweiten Ball aus 16 Metern Unterföhrings Keeper Lorenz Neff (3.).
Wir machen Fehler, die in der F-Jugend passieren.
Sebastian Fritz (Trainer FC Unterföhring)
Der 17-Jährige war zuletzt bei der U19 des SV Heimstetten aktiv und sprang für den spielenden Co-Trainer Thomas Reichlmayr ein, der erneut den verletzten Spielertrainer Sebastian Fritz hätte ersetzen sollen, aber unter der Woche nicht trainieren konnte. So kam Neff zu seinem Landesliga-Debüt. „Lorenz hat das super gemacht! An ihm lag’s nicht“, sagte Fritz, der ziemlich angefressen war, weil seine Elf aus dem 3:4 gegen Schwabing offenbar nichts gelernt hatte: „Wir machen Fehler, die in der F-Jugend passieren. So haben wir es auch nicht verdient, zu gewinnen.“
In der an Strafraumszenen armen ersten Halbzeit ließen die Kirchheimer die Top-Chance zur Führung liegen, als Leon Reilhac in aussichtsreicher Position nicht platziert genug abschloss und Neff parierte (24.). Bevor es in die Kabinen ging, handelte sich Thomas Reichlmayr nach einem Disput mit dem Schiedsrichter-Assistenten zunächst Gelb und dann Gelb-Rot ein (37.), ehe der bereits Gelb-belastete Burhan Bahadir wegen Reklamierens eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam (42.).
Die war kaum überstanden, da prüfte Emre Gümüs zunächst KSC-Torhüter Sebastian Kolbe (54.), dann setzte Vincent Gmelch die Kugel an den Pfosten (56.), und Jonas Näthers Schlenzer landete im Anschluss auf dem Netz (56.). Das war die Phase, in der die Heimelf ihre Abwehrarbeit etwas vernachlässigte und durchatmen musste. „Wir hatten zehn Minuten drin, wo wir so ein bisschen wacklig waren – aber ich denke, der Sieg ist verdient, weil wir immer gierig waren und jeder unbedingt den Ball haben wollte“, sagte Kirchheims Trainer Steven Toy.
Dessen Team bestrafte einen Ballverlust von Gümüs mit dem 1:0, indem Neuzugang Sami Benrabh (erstes Landesliga-Tor) die Vorlage von Jan Köhler (erster Landesliga-Assist) eiskalt verwertete (61.). Das 2:0 entsprang einem Ballgewinn von Luca Mauerer, der nach einem langen Sprint Matthias Ecker bediente – allein vor Neff pflanzte der den Ball zu seinem zweiten Landesliga-Treffer im sechsten KSC-Jahr ins Kreuzeck (74.). „Da stimmte die Staffelung nicht“, ärgerte sich Fritz und hätte beim Kopfball von Moritz Erbs fast das Anschlusstor bejubelt (81.). Doch Lenny Gremm machte nach Fehlpass von Unterföhrings Nils Larisch und feinem Zusammenspiel mit Marco Flohrs den Sack zu (90.). (guv)
Kirchheimer SC – FC Unterföhring 3:0 (0:0) Kirchheim: Kolbe – Zielke, Bachleitner, Schneider, Sailer Fidalgo – Benrabh (84. Wilms), Zabolotnyi (79. Karsak), Köhler (67. Flohrs) – Mauerer, Prokoph (63. Gremm), Reilhac (71. Ecker). Unterföhring: Neff – Geiler, Flesch, Awoudja, Bulut (67. Al Hosaini) – Gmelch (79. Erbs), B. Bahadir, Gümüs (67. Stjepic) – Näther, Porr, Antonio (63. Larisch). Tore: 1:0 Benrabh (61.), 2:0 Ecker (74.), 3:0 Gremm (90.) Gelb-rot: Reichlmayr (38./Unterföhring) – Zeitstrafe: B. Bahadir (42.) – Schiedsrichter: Saif Fekih (TV Oberndorf) – Zuschauer: 50.