
Der Trainer kandidiert als Vorsitzender beim BCF Wolfratshausen. Acht Mitstreiter sollen den größten Umbruch seit 20 Jahren bewirken.
Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Sollten die Wahlen am kommenden Samstag so eintreten, wie sich Lulzim Kuqi das erhofft, kommt es zum größten Umbruch der vergangenen beiden Dekaden in der Fußballabteilung des BCF Wolfratshausen. „Hoffentlich klappt es, damit wir endlich wieder in die Bahn kommen“, wirbt Kuqi um das Votum der Mitglieder.
Vorstellen wird der 45-Jährige bei der Jahresversammlung ein XXL-Team. Acht Personen, die Funktionen wie die des Sportlichen Leiters, Technischen Leiters und Beisitzers einnehmen, stellen sich mitsamt ihren Ideen vor. Vielsagend verrät Kuqi, dass es sich ausnahmslos um Leute „mit BCF-Bezug“, respektive aus seinem persönlichen Freundeskreis handelt. Menschen, denen der Ballclub nicht gleichgültig ist, die aber in den vergangenen Jahren ob der aktuellen Führung Abstand hielten. Dass Kuqi selbst als Vorsitzender fungieren möchte, ist kein Geheimnis.
Im Zuge dessen würde seine Tätigkeit als Trainer der ersten Mannschaft auf eine andere Person übertragen. „Es gibt Gedankenspiele, wer es machen könnte, aber es ist noch nichts konkret.“ Als 2. Vorsitzender kandidiert Tino Klinkmüller. Der 39-Jährige ist ein Urgestein bei den Farchetern, gehörte über Jahre zum Zirkel der Torhüter und war sich für kein Aushelfen zu schade, wenn es personell zwickte. Flankiert wird er von Paul Müller. Der Penzberger spielte vornehmlich in den Bayernligajahren des Klubs in der Ersten, sprang danach als Papa mit weniger Zeit für Fußball sporadisch ein. Als Schriftführer kann sich Kuqi Alexander Henning gut vorstellen. Der gehört dem AH-Team an, musste aber zuletzt auch mal in der Bezirksliga ran.
Kuqis Staff verfolgt klare Ziele. Allen voran die „Sichtbarkeit als BCF“. Man wolle in der Region „attraktiv für Spieler, Zuschauer und Firmen“ sein. Gefolgt von einer Jugendarbeit, die als solche zu charakterisieren ist. Hierfür möchte Kuqi „gute Jugendtrainer als Garanten für eine gute Ausbildung“ nach Farchet lotsen. Nicht minder wichtig ist ihm ein regelmäßiger Austausch zwischen Herren-, Frauen- und Jugendbereich. „Gemeinsame Sitzungen, um Themen oder Probleme anzusprechen“, betont er. „Ist ja schon seit Jahren nicht mehr passiert.“ Hierfür stellt er eine gegenseitige Wertschätzung zwischen Klub und neuem Sportheimbetreiber in Aussicht.
Überdies soll die Infrastruktur rund um das Stadion bestmöglich genutzt werden. Beispielsweise wolle Kuqi die einstige Tradition, Klubs aus dem Profibereich nach Wolfratshausen einzuladen, neu aufleben lassen. Und er werde im Fall seiner Berufung mit möglichen Sponsoren sprechen. „Da habe ich schon einige Anlaufstellen, auch bei größeren Firmen.“ Bleiben nur noch die Mitglieder. Sie müssten dieses Konzept nach detaillierter Vorstellung billigen.