Maximilian Volk hatte den TSV Ebersberg am Karsamstag in der 89. Minute mit einem sehenswerten Volley 2:1 in Führung geschossen. Als „Man of the Match“ kürte Michael Hieber jedoch Lukas Schmidmaier. Sein Trainer nannte ihn „Teufelskerl“, seine Mitspieler den „Teufel von Aschau“ – und das alles, weil der 23-Jährige in der Nachspielzeit der Bezirkligapartie wie ein Springteufel aus seiner Box geschnellt war und mit einem sensationellen Fußreflex den Sieg sicherte.
Ihre Parade gegen Aschau war sensationell und wichtig gleichermaßen. Wie haben Sie die Situation wahrgenommen und vor allem den Fuß noch so schnell hochbekommen?Die Gegner haben den Ball aus rund 30 Metern noch einmal als Flanke vor das Tor gebracht. Sie ist etwas unglücklich durchgerutscht, und der Stürmer ist aus circa acht bis neun Metern direkt zum Abschluss gekommen. Ich hatte eigentlich kaum Zeit zu reagieren und war schon halb auf dem Weg in die linke Ecke. Irgendwie habe ich dann noch reflexartig das Bein hochbekommen und den Ball über die Latte gelenkt. Wie genau, weiß ich selbst nicht mehr.
In den letzten Spielen hat Ihre Mannschaft weniger Gegentore kassiert und dadurch wichtige Siege gefeiert. Woraus resultiert die neue Stabilität in der Defensive?Wir haben es in den letzten Spielen geschafft, wieder stärker zu verteidigen und besser zu stehen. Dadurch haben wir generell weniger Chancen zugelassen als in den Spielen davor. Und auch wenn die Gegner noch zu Chancen kommen, verteidigen wir die Situationen besser weg. Das waren zwei wichtige Siege gegen direkte Konkurrenten, die uns richtig pushen.
Was braucht es im Endspurt für den Klassenerhalt?Wir müssen versuchen, dass wir die restlichen Spiele bestmöglich für uns gestalten und so viele Punkte wie möglich sammeln. Dafür müssen wir die guten Leistungen, den Flow und die positive Stimmung aus den letzten Spielen mitnehmen. Dann sehen wir, wo wir am Ende der Saison landen.