Bloß keine weiteren Verletzten: Unter diesem Motto steht das Pokalspiel zwischen dem SC Luhe-Wildenau und dem SV Schwandorf-Ettmannsdorf am heutigen Dienstagabend. Die Tabellennachbarn der Landesliga Mitte (Fünfter gegen Vierter) kämpfen um den Einzug in die dritte und finale Qualifikations-Runde zum Bayerischen Totopokal 2026/27, welche allerdings erst in der neuen Saison Anfang Juli ausgetragen wird.
Personell stellt sich die Situation in beiden Lagern nicht sonderlich rosig dar. Gerade SC-Trainer Benjamin Urban ist angesichts zahlreicher Ausfälle zum Improvisieren gezwungen. Nichtsdestotrotz möchten sich sowohl Luhe-Wildenau als auch Ettmannsdorf besser präsentieren als am vergangenen Landesliga-Samstag. Da kamen die Schwandorfer in Etzenricht nicht über ein mageres Remis hinaus, während der Sportclub bei der 0:4-Pleite in Dingolfing auf ganzer Linie enttäuschte. Anpfiff im Michael-Höhbauer-Stadion ist um 19 Uhr.
Benjamin Urban (Spielertrainer SC Luhe-Wildenau): „Eigentlich ist so ein Pokalspiel immer eine super Gelegenheit, um ein paar Sachen auszutesten, die man im Liga-Alltag nicht machen würde. Aktuell müssen wir aber eher schauen, welcher Kader uns am Dienstagabend final zur Verfügung steht und wie wir am besten durch die Englische Woche kommen, da wir derzeit sehr viele Ausfälle haben. Deshalb werden wir auf jeden Fall Unterstützung aus unserer Kreisliga-Mannschaft erhalten.“
Personalien: Mit Paul Weidhas, Josef Fenzl, Janne Lautner, Daniel Ettl, Jonas Held, Lukas Winderl und Spielercoach Benjamin Urban selbst gehen den Nordoberpfälzern sieben verletzte Spieler ab. Ob Top-Torjäger David Bezdicka seine Grippe überwunden hat, wird sich kurzfristig zeigen.
Christian Most (Trainer SV Schwandorf-Ettmannsdorf): „Nach dem ergebnistechnisch etwas zähen Start ins Jahr 2026 ist der Pokalwettbewerb für uns eine willkommene Abwechslung zum Ligaalltag. Wir werden das Spiel beim SC Luhe-Wildenau auch dazu nutzen, um Spielern, die zuletzt weniger gespielt haben oder aus Verletzungen zurückkommen, wieder mehr Spielpraxis zu ermöglichen. Nichtsdestotrotz wollen wir eine Runde weiterkommen, und hoffen dann im Juli auf einen hochkarätigen Gegner auf unserem heimischen Gelände. Gegenüber dem Ligaspiel in Etzenricht müssen wir unsere Torgelegenheiten einfach effektiver nutzen. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir die ein oder andere gute Einschussmöglichkeit nicht nutzen können. Leider konnten wir uns so für eine sehr druckvolle zweite Spielhälfte nicht belohnen und mussten am Ende mit dem Unentschieden leben. Mit dem SC Luhe Wildenau treffen wir auf eine Top-Mannschaft der Landesliga-Mitte und müssen gerade deshalb wieder effektiver vor dem Tor werden. Aber auch unsere Defensivarbeit wird gegen die zweifellos gewaltige Offensivkraft der Heimmannschaft sehr gefordert sein. Wir freuen uns auf das Flutlichtspiel und können sehr befreit in das Spiel gehen.“
Personalien: Im ohnehin schmalen SVSE-Kader müssen weiterhin wichtige Spieler ersetzt werden. Alexandru Dragut, Tobias Bernkopf, Lukas Dirnberger, Maximilian Bauer und Maximilian Schreiner stehen für Dienstagabend auf der Ausfallliste.