2026-04-23T13:43:33.969Z

Ligavorschau

Luhe-Wildenau, Ettmannsdorf & Lam: Wer zeigt Nerven?

Landesliga Mitte, 31. Spieltag: Das Trio muss gegen niederbayerische Teams ran +++ Kosova lädt Kareth zum Derby +++ Hohe Hürden für Roding und Parsberg +++ Amberg duelliert sich mit Burglengenfeld

von Florian Würthele · 24.04.2025, 15:00 Uhr · 0 Leser
Der junge Lorenz Kowalski hat die SpVgg Lam zu einer Spitzenmannschaft der Landesliga geformt. Doch sind die Osserbuam schon abgezockt genug, im Fünfkampf um Platz 2 bestehen zu können?
Der junge Lorenz Kowalski hat die SpVgg Lam zu einer Spitzenmannschaft der Landesliga geformt. Doch sind die Osserbuam schon abgezockt genug, im Fünfkampf um Platz 2 bestehen zu können? – Foto: Harry Rindler

Die Resultate am Oster-Wochenende trugen dafür Sorge, dass sich das Rennen um den Aufstiegs-Relegationsplatz 2 in der Landesliga Mitte weiter zugespitzt hat. Fünf Mannschaften haben noch alle Chancen. Aus der Oberpfalz sind der aktuelle Rangzweite SV Schwandorf-Ettmannsdorf (53), der punktgleiche SC Luhe-Wildenau und die SpVgg Lam (51 bei einem Spiel weniger) in der Verlosung. An diesem Samstag muss jeder aus besagtem Trio gegen eine niederbayerische Mannschaft Farbe bekennen. Luhe-Wildenau und die Osserbuam genießen gegen Schlusslicht Deggendorf bzw. Bogen Heimrecht, während Ettmannsdorf kurz nach 9 Uhr die weite Auswärtsreise nach Eggenfelden antritt.

Weiterhin völlig offen ist auch die Frage, welche Teams in die Abstiegs-Relegationsmühle müssen. Hier könnten der FC Kosova Regensburg (40), der 1. FC Bad Kötzting (40) und der TB 03 Roding (38) am Wochenende einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Der TV Parsberg (34) darf sich im schweren Heimspiel gegen Dingolfing eigentlich keine Niederlage erlauben. Gleiches gilt für den FC Amberg (28) und den TSV Kareth-Lappersdorf (27), denen der Direktabstieg droht. Im Fernduell empfängt Amberg den ASV Burglengenfeld und die Lerch-Truppe bestreitet erst am Sonntag das Derby bei Kosova Regensburg.


Wolfgang Beller (Trainer TSV Seebach): „Am Oster-Doppelspieltag haben wir trotz vieler Widerstände nicht nur gut gespielt, sondern auch ordentlich gepunktet. Mit Roding treffen wir auf eine körperlich starke Mannschaft, die ich gegen Burglengenfeld beobachten konnte. Wir stellen uns auf das nächste schwierige Spiel ein, das wir daheim aber siegreich gestalten wollen.“

Personalien: Alexander Wittenzellner ist wieder fit. Christoph Beck könnte ebenfalls wieder dabei sein.


Andreas Klebl (Trainer TB 03 Roding): „Wir treten bei der besten Rückrunden-Mannschaft der Liga an. Seebach weist einen sehr beeindruckenden Punkteschnitt auf, seitdem Wolfgang Beller übernommen hat. Allerdings liegt der Druck auch ganz klar beim Gegner, der sich im Rennen um Platz 2 keinen Ausrutscher mehr erlauben kann. Wir selbst haben uns mit den zwei Siegen an Ostern etwas Luft auf die Relegationsplätze verschafft. Es bleibt jedoch keine Zeit, sich ausruhen. Daher werden wir auch gegen Seebach selbstbewusst auftreten und rechnen uns einen Auswärtspunkt aus.“

Personalien: Zum bisherigen Lazarett um Lukas Faltermeier und Karim Nerl stößt Manuel Zäch, der sich im Spiel gegen Burglengenfeld beim Aufwärmen eine Zerrung zugezogen hat. Bei den Trainings-Rückkehren bleibt abzuwarten, inwieweit es schon für einen Einsatz reicht.



Konrad Früchtl (Trainer 1. FC Bad Kötzting): „Nach dem gebrauchten Ostersamstag wollen wir nun im Heimspiel gegen Landshut ein anderes Gesicht zeigen. Die Tabellensituation zeigt, dass es hier für beide Teams um viel geht. Wir werden diese Situation annehmen, um mit aller Macht die Punkte bei uns zu behalten.“

Personalien: Wie in der Vorwoche fehlen den Badtstädtern Frodo Gilch, Tobias Hanninger, Quirin Huber und Sebastian Benesch.


Sebastian Paul (Trainer SpVgg Landshut:): „Nach der Heimniederlage gegen Parsberg gilt es eine ungleich andere Körpersprache und Aggressivität im Zweikampfverhalten an den Tag zu legen. Die Partie gegen die Gastgeber mit ihrem Mittelfeldass Spirek wird eine ganz unangenehme Aufgabe, die nur mit optimaler Laufbereitschaft und Mentalität zu bewältigen ist.“

Personalien: Die ohnehin lange Ausfallliste bereichert der erkrankte Jannik vom Hofe. Ansonsten steht das zuletzt verfügbare Aufgebot zur Verfügung.



Benjamin Urban (Spielertrainer SC Luhe-Wildenau): „Vor Deggendorf habe ich sehr großen Respekt, weil die Mannschaft trotz aller Widrigkeiten, was Verletzungen und den Tabellenplatz betrifft, Woche für Woche Gas gibt und sich nicht hängen lässt. Das haben sie letztes Wochenende eindrucksvoll unter Beweis gestellt, als sie einen 0:3-Rückstand noch in ein 3:3 umgemünzt haben. Zudem haben sie mit Abraham einen der Top-Stürmer der Liga in ihren Reihen, der auch aus wenig viel machen kann. Wir wollen das Spiel genauso konzentriert und fokussiert angehen wie gegen Parsberg und die Punkte in Oberwildenau behalten.“

Personalien: Im Vergleich zur letzten Partie bleibt alles beim Alten.


Andreas Schäfer (Sportkoordinator SpVgg GW Deggendorf): „Luhe-Wildenau ist hervorragend in Form und hat eine Top-Mannschaft. Wir haben auch vor diesem Spiel viele personelle Baustellen, wollen uns aber erneut – wie schon in den vergangene Wochen – teuer verkaufen und ein achtbares Ergebnis erzielen.“

Personalien: Die Rotsperre von Julius Reiner ist abgelaufen, zudem ist Spielertrainer Jure Matic wieder dabei. Ob Raphael Huber rechtzeitig aus dem Urlaub zurückkehrt, ist ungewiss. Erneut auszufallen droht Sebastian Kett. Ohnehin nicht planbar sind Niklas Hauner, Roman Artemuk, Matthias Schäfer, Florian Garhammer, Laurin Hübscher und Marlon Limmer sowie der beruflich unabkömmliche Marlon Nicklas.



Johannes Stinglhammer (Sportlicher Leiter SSV Eggenfelden): „Nach unserem äußerst schwachen Auftritt in Bogen haben wir sehr intensiv trainiert und uns gut auf Ettmannsdorf vorbereitet. Wir müssen uns in diesem Spiel wieder auf die Grundtugenden des Fußballs konzentrieren und voll fokussiert in das Spiel gehen. Ettmannsdorf steht zurecht oben in der Tabelle und hat eine enorme Qualität im Kader. Es wird ein hartes Stück Arbeit, wenn wir aber in unser Spiel finden, die Zweikämpfe annehmen und die nötige Laufbereitschaft an den Tag legen, können wir auch gegen diese Mannschaft bestehen. Wir erwarten einen leidenschaftlichen und topmotivierten Auftritt unserer Elf an der heimischen Birkenallee.“

Personalien: Torjäger Martin Stoller steht wieder zur Verfügung, dafür muss der gesperrte Kapitän Simon Schie ersetzt werden. Ansonsten wird es voraussichtlich keine Veränderungen zur Vorwoche geben.


Mario Albert (Trainer SV Schwandorf-Ettmannsdorf): „Ich glaube, dass der Kampf um den zweiten Platz bis zum letzten Spieltag superspannend bleibt. Im Endeffekt liegt es bei uns. Mit vier Siegen aus vier Spielen wären wir sicher Zweiter. Eggenfelden ist ein schwierig einzuschätzender Gegner. Obwohl wir personell am Stock gehen, wollen wir unsere PS aufs Spielfeld bringen und ein anständiges Spiel abliefern. Das Motto lautet verlieren verboten.“

Personalien: Neben Balthasar Sabadus fällt Lukas Rothut, der sich im Spiel gegen Seebach früh verletzte, sicher aus. Auch Timo Vollath ist wohl noch keine Option. Da Ettmannsdorfs zweite Mannschaft am selben Tag spielt, füllen vier A-Jugendspieler den Kader auf.


Jonas Mayer (links) und der TV Parsberg stehen im Heimspiel gegen Dingolfing unter Zugzwang.
Jonas Mayer (links) und der TV Parsberg stehen im Heimspiel gegen Dingolfing unter Zugzwang. – Foto: Florian Würthele



Stefan Weber (Trainer TV Parsberg): „Natürlich war die Niederlage gegen Luhe-Wildenau ein kleiner Nackenschlag, aber die Jungs stecken das weg und sind gut drauf. Mit Dingolfing erwartet uns einen Gegner, der vermutlich um seine letzte Chance kämpft, vorne mitzumischen. Genau so werden sie das Spiel angehen. Wir werden versuchen, alles dagegenzuhalten und in die Erfolgsspur zurückzukehren. Nach meiner Rechnung brauchen wir noch mindestens sieben Punkte für den sicheren Klassenerhalt. Diese wollen wir holen, am besten die ersten drei schon gegen Dingolfing.“

Personalien: Die Dauerverletzten Manuel Traub und Isa Kagirov müssen genau wie die Urlauber Alexander Freitag und Felix Heinloth ersetzt werden.


Thomas Seidl (Trainer FC Dingolfing): „Parsberg hat aus den letzten fünf Spielen starke zehn Punkte geholt und in Sachen direkter Klassenerhalt damit alles wieder selbst in der Hand. Wir bekommen es mit einer Mannschaft zu tun, die mit viel Herzblut agiert und einen geradlinigen Fußball spielt. Wenn wir etwas Zählbares mitnehmen wollen, brauchen wir hinten wie vorne wieder mehr Konsequenz und müssen vor allem auch kämpferisch voll dagegenhalten.“

Personalien: Hinter dem Mitwirken von Ben Kouame steht noch ein Fragezeichen. Ebenso steht der Einsatz von Denis Heinz auf der Kippe. Aushilfsspieler Fabian Laubner ist privat verhindert, so dass der FCD wohl mit einem dünnen Spielerkader in den Landkreis Neumarkt reisen muss.



Andreas Scheler (Trainer FC Amberg): „Gegen Burglengenfeld müssen wir ans Limit gehen und dürfen uns keine groben Schnitzer erlauben, um bestehen zu können. Jeder muss über die hundert Prozent kommen und dann ist auch was möglich.“

Personalien: Neu auf der Ausfallliste steht Torjäger Paul Götz aufgrund einer Verletzung im vergangenen Spiel. Ungewiss ist das Mitwirken von Benjamin Burger, Alexander Kloos, Philip Kölbl und Leon Schreiner. Bei den drei Erstgenannten ist ein Einsatz unrealistisch. Immerhin kehrt Kapitän Mario Schmien in den Kader zurück.


Erkan Kara (Trainer ASV Burglengenfeld): „Auch wenn am Ostermontag die gezeigte tolle Leistung nicht mit der Punktausbeute übereinstimmte, wollen wir leistungstechnisch genau dort ansetzen. Ich erwarte einen Gegner, der, weil er vermutlich die letzte Chance auf einen direkten Nichtabstiegsplatz hat, alles geben wird was in seiner Macht steht. Ein sicherlich schweres Spiel. Ich möchte, dass meine Mannschaft jetzt nicht aufhört an sich zu arbeiten. Wir wollen weiter fokussiert zu Werke gehen und die Leistung vom gesamten Osterwochenende unbedingt aufrechterhalten. Außerdem gilt es gegen den FC Amberg, aus der Hinrunde verlorene Punkte zurückzuholen. Unser Ziel ist es, das schwere Auswärtsspiel erstmal anzunehmen und letztendlich auch zu gewinnen.“

Personalien: Der spielende Co-Trainer Matthias Graf und Frederic Schüll müssen nochmal aussetzen. Fraglich ist, ob Dennis Koch, Leon Brandl und Samuel Fischer einsatzbereit sein werden. Wieder mit an Bord ist Kapitän Marius Dimmelmeier.



Lorenz Kowalski (Trainer SpVgg Lam): „Nach drei anstrengenden und leider nicht erfolgreichen Auwärtsspielen in Folge dürfen wir endlich wieder daheim ran. Gegen Bogen wollen wir in die Erfolgsspur zurückkehren und uns zudem für die Hinspielniederlage revanchieren.“

Personalien: Ex-Regionalligaspieler Franz Wendl hat zwar das Training wieder aufgenommen, wird aber vermutlich noch keine Option werden. Co-Spielertrainer Christian Mühlbauer muss ebenso wie Sebastian Lex, Simon Meindl, Tobias Koller und Hans Liebl passen.


Heribert Ketterl (Trainer TSV Bogen): „Gegen Eggenfelden haben wir ein gutes Spiel gemacht und hochverdient gewonnen. In Lam wollen wir an diesen couragierten Aufritt anknüpfen und versuchen, etwas Zählbares zu holen. Dass dafür bei einem sehr starken Gegner viel passen muss, ist uns bewusst.“

Personalien: Die Rautenstädter hoffen die siegreiche Elf vom Gründonnerstag-Match aufbieten zu können, allerdings steht hinter Niklas Karl noch ein Fragezeichen. Josef Fisch könnte dem Kader wieder angehören.



Lum Gashi (Sportlicher Leiter FC Kosova Regensburg): „Das Hinspiel in Lappersdorf konnten wir für uns entscheiden, seinerzeit waren wir jedoch in einer anderen Form. Jetzt spüren wie allmählich auch den Druck. Die Relegationszone ist nur noch fünf Punkte entfernt. Dementsprechend muss ein Dreier her. Weil auch der Gegner punkten muss, können wir uns auf ein hartes Spiel einstellen.“

Personalien: Bei Erald Kolgega ist im Training die alte Verletzung wieder aufgebrochen, weshalb er passen muss. Ansonsten sind die Domstädter vollzählig – mit Ausnahme von Cheftrainer Enkel Alikaj, der im Urlaub ist.


Bastian Lerch (Trainer TSV Kareth-Lappersdorf): „Kosova Regensburg hat eine spielstarke Mannschaft, die stets fußballerisch Lösungen findet. Darauf müssen wir uns einstellen. Von meinen Spielern erwarte ich, dass sie alles reinhauen, kämpfen und die Grundtugenden des Fußballs umsetzen. Wir wollen die drei Punkte holen, die für uns überlebenswichtig sind. Ein Punkt hilft uns nicht weiter.“

Personalien: Die Kader-Rückkehr von Michael Amann, Lukas Scheinost und Michael Kirner gibt dem Trainerteam wieder mehr Optionen.


Außerdem spielen: