
Nach dem Dämpfer in der Hauptstadt steht der FSV 63 Luckenwalde vor einer der reizvollsten und zugleich schwierigsten Aufgaben in der Regionalliga Nordost. Am kommenden Samstag, 4. April 2026, gastiert die Mannschaft von Trainer Michael Braune beim FC Carl Zeiss Jena. In Thüringen wollen die Luckenwalder ihre physischen Grenzen austesten, um erfolgreich in die nächste englische Woche der laufenden Spielzeit zu starten und Zählbares aus dem Ernst-Abbe-Sportfeld zu entführen.
Vorfreude auf eines der beeindruckendsten Stadien
Die Vorfreude auf das Gastspiel im geschichtsträchtigen Stadion ist innerhalb des Vereins deutlich spürbar. Sport-Geschäftsführer Hendrik Brösel blickt mit großer Erwartung auf das Duell: „Wir freuen uns auf die Aufgabe in Jena. Wir treffen auf ein Top-Team in einem der beeindruckendsten Stadien der Liga.“ Trotz der klaren Favoritenrolle der Hausherren reist der FSV nicht ohne Ambitionen an. Mit derzeit 35 Punkten rangiert Luckenwalde auf dem neunten Tabellenplatz und möchte sich im gesicherten Mittelfeld weiter festigen, während der FC Carl Zeiss Jena mit 48 Punkten als Tabellenvierter noch Tuchfühlung zur Spitze um den 1. FC Lokomotive Leipzig, den Hallescher FC und den FC Rot-Weiß Erfurt hält.
Auftakt in die finale englische Woche
Für die Luckenwalder markiert die Partie in Thüringen den Beginn einer entscheidenden Saisonphase. „Wir treten die lange Anreise natürlich an, um Punkte zu entführen. Für uns ist es der Auftakt in die letzte englische Woche der Saison. In diese wollen wir bestmöglich starten“, erklärt Hendrik Brösel. Das Ziel ist klar formuliert: Der Schwung aus dem Saisonendspurt soll genutzt werden, um auch gegen die Schwergewichte der Liga zu bestehen. Dabei wird es vor allem darauf ankommen, die taktische Disziplin über die volle Distanz aufrechtzuerhalten.
Die Hoffnung auf den Kräfteverschleiß des Gegners
Ein Faktor in den Überlegungen der Luckenwalder Verantwortlichen ist das straffe Programm der Jenaer. „Jena hat im Pokal in Erfurt eine großartige Leistung abgeliefert, musste aber bis ins Elfmeterschießen. Zudem spielen sie unter der Woche in Zehlendorf. Wir wollen versuchen, dies zu nutzen. Dazu müssen wir physisch an unsere Grenze ran“, so Hendrik Brösel. Während Jena durch das Pokal-Derby beim FC Rot-Weiß Erfurt und das Punktspiel beim FC Hertha 03 Zehlendorf eine hohe Belastung zu verkraften hat, setzt der FSV auf frische Kräfte und die nötige körperliche Robustheit.
Wiedergutmachung nach der Niederlage in Berlin
Zusätzliche Motivation zieht das Team aus dem letzten Auftritt beim BFC Preussen. In einem enttäuschenden Spiel unterlag man der Mannschaft von Trainer Daniel Volbert mit 1:3. Vor 288 Zuschauern konnten die Tore von Nikolas Frank, Fritz Schröder und Chadi Ramadan nicht verhindert werden; lediglich Lucas Will gelang der Anschlusstreffer. Dieser Rückschlag soll nun durch eine leidenschaftliche Leistung in Jena vergessen gemacht werden.
Erinnerungen an den Punktgewinn im Hinspiel
Dass der FSV gegen die Thüringer bestehen kann, zeigte bereits das Hinspiel im Werner-Seelenbinder-Stadion. Vor 1205 Zuschauern erkämpften sich die Luckenwalder ein respektables 1:1-Unentschieden. Nachdem Nils Butzen die Gäste in Führung gebracht hatte, sicherte Remo Merke mit seinem Treffer in der 83. Minute den Punktgewinn. Begünstigt wurde das Ergebnis damals durch eine Gelb-Rote Karte gegen Jenas Patrick Weihrauch. Diese Erfahrung gibt dem Team das nötige Selbstvertrauen, auch auswärts gegen einen Aufstiegsaspiranten bestehen zu können.
Stabiler Kader trotz personeller Ausfälle
Die personellen Voraussetzungen für das kommende Wochenende sind trotz kleinerer Sorgenfalten solide. „Personell stehen uns zwei bis drei Spieler nicht zur Verfügung, dennoch werden wir mit einem guten Kader nach Jena fahren“, versichert Hendrik Brösel. Wer genau die Reise nach Thüringen nicht antreten kann, bleibt abzuwarten, doch die Kaderbreite soll die Ausfälle kompensieren.