
Der SV Scherpenberg hat weiterhin beste Chancen, in die Oberliga Niederrhein aufzusteigen. Bei noch zwei ausstehenden Spielen heißt das Ziel: Mit zwei Siegen den SV Budberg von der Tabellenspitze verdrängen und am 7. Juni die Meisterschaft feiern. So oder so bastelt der SVS um Cheftrainer Sven Schützek am neuen Kader – Luca Grillemeier gehört dann nicht mehr dazu. Das sind die Gründe.
Grillemeier wird in der kommenden Saison ein grün-weißes Trikot tragen. Der 21-Jährige schließt sich dem VfB Speldorf an. Der VfB hatte im Februar Scherpenbergs Ungeschlagenserie von zwölf Spielen ohne Niederlage beendet. Grillemeier erzählt, wie der Transfer zustande kam: „Speldorfs Sportlicher Leiter, Martin Hauffe, hat mich kontaktiert. Wir kennen uns noch aus der gemeinsamen Zeit in Scherpenberg. Wir haben Gespräche geführt, und ich hatte direkt ein gutes Gefühl. Das Projekt hat mir zugesagt, und mir wurde direkt das Vertrauen ausgesprochen.“
Grillemeier schiebt hinterher: „Ich kam nach meinen Verletzungen in Scherpenberg leider nicht mehr wirklich zum Zug. Ich bin ein junger Spieler und brauche Spielzeit. Natürlich wäre ich den Weg gerne mit in die Oberliga gegangen, aber ich möchte mich weiterentwickeln und muss dafür spielen.“
In den drei Jahren beim SVS nahmen Grillemeiers Einsatzzeiten sukzessive ab. Nachdem der Offensivakteur in seiner ersten Saison noch auf 33 Landesliga-Partien kam, waren es in der zweiten nur noch 21. In der laufenden Spielzeit kommt Grillemeier, auch verletzungsbedingt, auf gerade mal 13 Einsätze – die meisten davon von der Bank aus.
Fehlende Spielzeit, aber auch fehlende Wertschätzung seitens des Vereins sorgten jetzt für den Wechsel zum Tabellensechsten der Landesliga: „Mir wurde gesagt, dass es ein Gespräch zur nächsten Saison geben soll. Leider hat dieses nie stattgefunden. In der Zeit kam dann Speldorf auf mich zu und gab mir ein gutes Gefühl.“
Trotzdem hat der ehemalige Junioren-Bundesligaspieler weiterhin ein klares Ziel für den Saisonendspurt: „Ich möchte mit Scherpenberg aufsteigen und werde hierfür bis zum Ende alles geben und versuchen, meinen Beitrag zu leisten. Ich hatte auch schöne Momente hier, und wir gehen im Guten auseinander.“
Luca ist allerdings nicht der einzige Grillemeier, der den Verein verlässt. Sein Großvater und Co-Trainer Gregor geht ebenfalls. Wohin der Weg des ehemaligen Fußballprofis führt, ist noch unklar. Nachfolger des 67-Jährigen wird der aktuelle Cheftrainer des Bezirksligisten VfL Repelen, Sercan Baloglu, sein.
Das vorletzte Oberliga-Spiel vor der Sommerpause für den SVS steigt am kommenden Samstag beim VfB Bottrop. Anstoß im Jahnstadion ist um 16 Uhr.