
Abgesehen von der jüngsten Niederlage im letzten Härtetest bei den Sportfreunden Niederwenigern II am Sonntag und der 1:2-Pleite beim A-Ligisten SV Menzelen hat der TuS Xanten eine ordentliche Sommer-Vorbereitung absolviert. Besonders im Auswärtsspiel beim Landesligisten SV Budberg (1:2) sowie beim 3:2-Heimsieg gegen den Oberligisten 1. FC Kleve überzeugte die Mannschaft von Trainer Marcel Zalewski vor allem in der Defensive. Einen großen Anteildaran hatte Luan Schreiber. Denn besonders ein Aspekt zeichnet den jungen Mann aus.
In sechs von sieben Testspielen lief der Neuzugang vom GSV Moers beinahe über die gesamte Spieldauer in der Innenverteidigung des Bezirksligisten auf und zeigte seinem Coach sofort, was er mitbringt: Führungsqualitäten trotz seines noch jungen Alters.
Der 21-jährige neue Abwehrchef war vor zwei Jahren maßgeblich am Aufstieg des GSV Moers in die Landesliga beteiligt und stand dort in der abgelaufenen Spielzeit 24 Mal auf dem Platz. Über seinen Kumpel Gerrit Jenowsky, der schon seit 2024 das schwarz-weiße Trikot trägt, kam der Kontakt mit dem TuS Xanten zustande.
„Ich wollte einfach den nächsten Schritt machen und noch mehr Spielzeit haben. Wir haben eine geile Truppe. Die Sportlichen Leiter Frank Ingendahl und Levin Bardehle haben mich in den Gesprächen überzeugt. Ich bin einfach superhappy“, sagt Luan Schreiber zu seinem Wechsel. Die Erwartungen an ihn sind hoch, denn gerade defensiv zeigt sich der TuS Xanten in der enttäuschenden Vorsaison voller Abstiegssorgen nicht immer bezirksligareif. 62 Gegentore waren zu viel.
Um wieder eine bessere Rolle zu spielen, müssen die guten Einzelspieler am Fürstenberg vor allem wieder als Team funktionieren. „Wir haben großes Potenzial, sind hochmotiviert und wollen wieder angreifen. Dann werden wir sehen, wo wir enden“, sagt der Abwehrspieler. Der starke Auftritt im Testspiel gegen Kleve machte deutlich, dass die Xantener den Top-Teams der Liga auf Augenhöhe begegnen wollen. „Da haben wir alle gefightet und sehr gut verteidigt. Wir sind stark im Umschaltspiel, müssen aber im Aufbau noch besser werden“, sagt der Linksfuß.
Diese Qualität wird vor allem gegen tief stehende Gegner gefragt sein. Am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) steht für den TuS Xanten bei Alemannia Pfalzdorf der erste Bezirksliga-Spieltag auf dem Programm. Der Gegner steckte mit dem TuS in der vergangenen Saison lange im Tabellenkeller fest. Auch Luan Schreiber weiß: Zum Saisonstart muss die neuformierte Xantener Abwehrkette ihre einstudierten Abläufe und Automatismen sofort auf den Platz bringen.
„Wir sind mit der Zeit immer besser reingekommen und haben uns gut kennengelernt“, sagt der in Homberg wohnhafte Tischler, der von allen Spielern und Verantwortlichen das Vertrauen spürt. „Ich kann hier völlig befreit aufspielen, spüre den Rückhalt der Mannschaft und des Trainers und gehe mit viel Selbstvertrauen in die neue Saison“, sagt der 21-Jährige.
Luan Schreiber ist vom ersten Tag auf dem Fürstenberg an bereit, Verantwortung zu übernehmen. Mit einem starken Abwehrchef und neuem Mut will der TuS Xanten gleich zum Auftakt beweisen, dass er in dieser Saison mehr ist als nur ein Kandidat für das untere Tabellenmittelfeld.