– Foto: Werner Müller

LSV Neustadt verliert Trainer und zieht sich aus Sachsenliga zurück!

+++ Trotz Aussetzung des Auf- und Abstiegs +++ Kein konkurrenzfähiges Team ++ Trainer Enrico Kuntke verlässt den LSV +++

Der LSV Neustadt/Spree hat sich freiwillig aus der Sachsenliga zurückgezogen. Man sei nicht mehr in der Lage, ein konkurrenzfähiges Team aufzustellen, heißt es vom Verein. Wie es nun weitergeht, ist ungewiss.

Nach zwei Jahren in der Sachsenliga wird der LSV Neustadt/Spree sich nun im niederklassigen Bereich einordnen. Probleme in den Finanzen und der Kaderplanung waren ausschlaggebend für diese folgenschwere Entscheidung.

Die Sponsoring-Einnahmen sind wegen der Corona-Pandemie um 60% zurückgegangen, gibt der Klub bekannt. Finanziell ist der Verein aus Nord-Ost-Sachsen nicht bereit für ein weiteres Jahr in der Sachsenliga, doch auch auf dem Platz stehen dem LSV harte Zeiten bevor.

Cheftrainer Enrico Kuntke hat den Verein nach nur einem Jahr in Richtung Neusalza-Spremberg verlassen, wird voraussichtlich einige Spieler vom LSV mitnehmen. "Ich habe das Versprechen, dass ihnen keine Steine in den Weg gelegt werden", sagt er zur Sächsischen Zeitung über Verhandlungen der wechselwilligen Spieler mit beiden Vereinen. "Wer das sein könnte, kann man sich auch ein bisschen denken", fügt er hinzu, nennt aber keine Namen.

"Mit dem Sportlichen Leiter hat es nicht gepasst", beschreibt der B-Lizenz-Coach die Gründe für seinen Abgang. "Es gab immer wieder Reibungspunkte hinsichtlich der Vorstellungen. Die Nachwuchsarbeit in Neustadt fehlte fast komplett. Für den Kader waren wir beinahe vollständig vom polnischen Markt abhängig."

Die jüngste Saison hat der LSV auf dem 20. Tabellenplatz beendet. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Saison abgebrochen und der Auf- und Abstieg ausgesetzt. In welcher Liga die Herren aus Neustadt demnächst spielen werden, ist abhängig davon, welche Spieler bleiben.

Aufrufe: 029.4.2021, 10:03 Uhr
Oscar JanduraAutor

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