
Die 2. Runde im Lotto-Pokal Hamburg läuft: Der Dienstag hatte einiges zu bieten: Meiendorfer SV stürmt weiter, Altona 93 verhindert den nächsten Rückschlag, VfL Lohbrügge gewinnt ein irres Elfmeterschießen - und der SC Condor fliegt beim Bezirksligisten raus. Keine Probleme hatten die Regionalliga-Klubs Eimsbütteler TV und Eintracht Norderstedt. Der Mittwoch: Für den FC Voran Ohe war es das große Pokal-Highlight, für die TuS Dassendorf eine Pflichtaufgabe. Der Oberligist brauchte etwas Anlauf, setzte sich am Ende aber klar mit 4:0 durch.
Das sind die FuPa-Empfehlungen für Runde 2:
Der Meiendorfer SV bleibt eines der spannendsten Teams dieses Saisonstarts. Nach dem 5:0 gegen den Rahlstedter SC im ersten Spiel der Landesliga Hansa hat der Aufsteiger nun auch im Pokal ein dickes Zeichen gesetzt. Gegen den Bramfelder SV, den Vizemeister der vergangenen Landesliga-Saison, gewann die Mannschaft von Marcell Voß mit 2:1.
Entscheidend war der erste Durchgang. Sebastian André Wien traf doppelt und brachte Meiendorf damit auf Kurs. Bramfeld machte es am Ende noch einmal spannend, doch der MSV brachte den Vorsprung über die Zeit. Für den Aufsteiger ist das der nächste starke Beleg, dass der Start in die neue Liga kein Zufall war.
Der Eimsbütteler TV hat die Pflichtaufgabe beim Duvenstedter SV souverän gelöst. Der Regionalligist gewann beim Bezirksligisten mit 8:0 und zeigte damit, dass der Blick trotz des bevorstehenden Regionalliga-Derbys gegen Hamburger SV II voll auf den Pokal gerichtet war.
Besonders auffällig war Karim Ay. Der Offensivspieler ragte mit einem Dreierpack heraus und führte den ETV zu einem klaren Erfolg. Für die Eimsbütteler war es nach dem 13:0 in Runde eins der nächste sehr deutliche Pokalauftritt. Vor dem Stadtduell am Freitag nimmt der ETV damit zusätzliches Selbstvertrauen mit.
Auch FC Eintracht Norderstedt wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Beim HSV Barmbek-Uhlenhorst gewann der Regionalligist deutlich mit 6:0. Schon zur Pause stand es 5:0, die Partie war damit früh entschieden.
Die Eintracht profitierte unter anderem von Doppelpacks von Ezra Kwajo Ampofo und Jorge Camacho de Valdoleiros. Nach dem Zittern in Runde eins beim FC Alsterbrüder, als Norderstedt erst im Elfmeterschießen weiterkam, wirkte dieser Auftritt deutlich souveräner. BU bekam zwar ein attraktives Heimspiel, der Favorit ließ diesmal aber keine Pokalspannung entstehen.
Für Altona 93 war das Oberliga-Duell gegen den FC Süderelbe mehr als nur ein Pokalspiel. Nach dem Fehlstart in der Liga und zwei Niederlagen in Folge brauchte der AFC dringend eine Antwort - und die kam. Altona gewann mit 2:0 und zog in die nächste Runde ein.
Lesley Karschau brachte die Gastgeber in der 22. Minute in Führung, Luis Jahraus sorgte in der Schlussphase für die Entscheidung. Damit gewann Altona nach dem 2:1 zum Oberliga-Auftakt erneut gegen Süderelbe. Wichtig bleibt aber die nächste Aufgabe: Nach den Siegen gegen den FCS muss Altona nun auch gegen andere Gegner stabil liefern.
Das wildeste Spiel des Abends lieferte der SC Vier- und Marschlande gegen den VfL Lohbrügge. Am Ende gewann Lohbrügge mit 15:14 nach Elfmeterschießen. Schon die reguläre Spielzeit hatte alles, was ein Pokalabend braucht: Führungen, Comebacks, Dramatik und einen späten Retter.
Der SCVM glich zuvor dreimal zum 1:1, 2:2 und 3:3 aus. Kurz vor Schluss sah es dennoch nach dem Aus für Lohbrügge aus, doch Niklas Pietruschka rettete den VfL in der letzten Minute mit dem 4:4 ins Elfmeterschießen. Pietruschka wurde mit insgesamt drei Treffern zum Mann des Abends. Danach entwickelte sich ein langes, spektakuläres Elfmeterschießen, das Lohbrügge schließlich für sich entschied.
Der ETSV Hamburg hat seine Aufgabe beim Rahlstedter SC souverän gelöst. Der Hamburger Meister gewann mit 3:1 und führte bereits nach 34 Minuten mit 2:0. Einmal mehr stand Kapitän Niklas Kiene im Fokus, der erneut traf und seine starke Frühform bestätigte.
Rahlstedt kam in der Schlussphase durch Joel Szillat per Elfmeter noch einmal heran, ein Comeback entstand daraus aber nicht mehr. Der ETSV zeigte sich abgeklärt genug, um den Vorsprung zu verteidigen und in die nächste Runde einzuziehen.
Die größte Überraschung des Abends gelang dem Walddörfer SV. Der Bezirksligist warf den SC Condor Hamburg mit 3:2 aus dem Pokal. Condor war als stark gestartetes Landesliga-Team angereist, hatte zuvor Bramfeld in der Liga mit 2:1 geschlagen und ging als Favorit in die Partie.
Doch Walddörfer drehte das Spiel und setzte das dicke Ausrufezeichen. Lasse von Germar wurde zum Mann des Tages und führte den Außenseiter in die nächste Runde. Für Condor ist das Pokal-Aus ein empfindlicher Dämpfer nach dem guten Ligastart.
Der FC Voran Ohe durfte auf den großen Pokalabend hoffen, die TuS Dassendorf musste ihn seriös verhindern. Am Ende setzte sich der Favorit in der 2. Runde des LOTTO-Pokals Hamburg mit 4:0 durch und zog ohne größere Ergebnisprobleme in die nächste Runde ein. Für Ohe blieb der Auftritt gegen einen der prominentesten Oberligisten Hamburgs dennoch ein besonderes Spiel vor eigener Kulisse.
Dassendorf hatte bereits in der 1. Runde beim FSV Geesthacht mit 4:1 gewonnen und erledigte auch die zweite Auswärtsaufgabe souverän. Die Mannschaft von Oliver Zapel brauchte in Ohe allerdings bis kurz vor der Pause, ehe der Bann gebrochen war. Amoah Enock Hartwig traf in der 42. Minute zum 1:0 und nahm dem Außenseiter damit kurz vor dem Halbzeitpfiff ein Stück Hoffnung.
Der zweite Durchgang gehörte dann klar der TuS. Manuel Farrona-Pulido erhöhte in der 63. Minute auf 2:0, nur fünf Minuten später legte Jens Nicolas Wollesen das 3:0 nach. Damit war die Partie entschieden. Dassendorf hatte die Kontrolle, Ohe musste dem hohen Aufwand gegen den Favoriten zunehmend Tribut zollen.
Den Schlusspunkt setzte Adam Schmidt in der 84. Minute mit dem Treffer zum 4:0. Damit verteilten sich die Dassendorfer Tore auf vier verschiedene Spieler - ein Zeichen dafür, dass der Favorit nicht von einem einzelnen Akteur abhängig war, sondern die Aufgabe über mehrere Schultern löste.
Im Vorfeld hatte auch Maxi Dittrich im Fokus gestanden. Der Torjäger war erst im Sommer von Dassendorf nach Ohe gewechselt und traf nun im Pokal auf seinen ehemaligen Klub. Eine persönliche Pointe blieb ihm jedoch verwehrt. Statt einer Überraschungsgeschichte schrieb am Ende der Oberligist die erwartete Fortsetzung.
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