2024-07-12T13:30:11.727Z

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Der 1. FC Lorsbach geht nach dem Abstieg in der kommdenen Saison in der A-Liga Main-Taunus an den Start.
Der 1. FC Lorsbach geht nach dem Abstieg in der kommdenen Saison in der A-Liga Main-Taunus an den Start. – Foto: Jörg Schulz - Archiv

Lorsbach nach Abstieg: "Alles dafür tun, um oben mitzuspielen"

FCL optimistisch nach Abstieg in die A-Liga +++ Kompensierung zweier "herber" Abgänge im Fokus +++ Vier Neuzugänge fix

Hofheim. Mit dem Abstieg in die A-Liga haben die Verantwortlichen des 1. FC Lorsbach vor der Saison wohl eher nicht gerechnet. Laut des sportlichen Leiters Ugo Capalbo sei vielmehr das Ziel der Vorsaison Platz fünf bis sieben gewesen, mit einem solchen Saisonverlauf habe er selbst nicht gerechnet. Als Vorletzter der abgelaufenen Kreisoberliga-Saison und einer mageren Punkteausbeute von gerade einmal 24 Punkten aus 32 Spielen musste der FCL am Ende den Gang in die Kreisliga A antreten - und mit den Schlüsselspielern Tomislav Grubisic und Kevin Verkic gleich zwei Abgänge verkraften. Trotzdem gehen die Lorsbacher ambitioniert in die anstehende Spielzeit. Und das mit vier Neuen und einem neuaufgestellten Trainerteam.

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"Wir hatten eigentlich nicht damit gerechnet abzusteigen. Irgendwann haben wir dann gemerkt, dass es kritisch wird und die Stimmung in der Mannschaft auch schlechter wurde. Wenn du dann alle wichtigen Spiele verlierst - außer gegen Sulzbach - geht der Abstieg auch in Ordnung", reflektiert Lorsbachs sportlicher Leiter Ugo Capalbo die abgelaufene Saison, in der er mit einer Platzierung im vorderen Tabellendrittel gerechnet hatte.

Lorsbach muss 30 Grubisic-Tore ersetzen

Mit Torjäger Tomislav Grubisic und Mittelfeldmotor Kevin Verkic (beide SG Nassau Diedenbergen) verlassen gleich zwei Schlüsselspieler den Verein. "Die Abgänge von Tomislav und Kevin tun schon weh. Wenn du in der KOL spielst, kannst du eben andere Spieler ansprechen. Viele Spieler wollten KOL spielen", so Capalbo. Mit Grubisic verlässt nicht nur ein herausragender "Strafraumspezialist", sondern auch die Marke von 30 Toren in der abgelaufenen Kreisoberliga-Saison, den FC Lorsbach. "Unser Spiel war auf Tomislav zugeschnitten. Ihn kann man nicht ersetzen, jedoch werden wir unser Spiel dahingehend umstellen und mit mehreren Spitzen agieren. Mit Nico Lindner, Domenico Brancato und Bilal Taadou sind wir in der Offensive aber stark aufgestellt", blickt Capalbo auf die bevorstehende Hypothek, den letztjährigen KOL-Toptorschützen zu ersetzen. Neben den zwei Säulen stehen ebenfalls Torhüter Florian Paul (SV Hofheim), Johannes Littau (spielender Co-Trainer beim DJK Hattersheim) und Linksverteidiger Hong Min Kim (SV Niedernhausen) als Abgänge fest. Aufgrund einiger schwerer Verletzungen im Bereich der Hüfte und des Knies rechnet Capalbo bei Mittelfeldmann und "Ausnahmespieler" Daniel Chavero-Vargas nicht mehr mit einem Einsatz im Dress des FCL: "Er ist noch angemeldet, wird aber voraussichtlich nicht mehr kommen."

"Wir werden alles dafür tun, um oben mitzuspielen"

"Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist sehr gut und es herrscht eine gute Harmonie. Wir haben für die kommende Runde eine schlagfertige Mannschaft und werden alles dafür tun, um oben mitzuspielen. Unser Ziel ist es, oben anzugreifen und irgendwann wieder in die KOL zu kommen", sagt Capalbo über die Ziele für die anstehende Spielzeit in der A-Liga. Neben dem Trainer José Munoz, der nach dem Abstieg Lorsbach treu bleibt, wird nun Kapitän Dennis Beckmann das Trainerteam komplettieren und Miguel Chavero, der aus beruflichen Gründen ausscheidet, ersetzen. Für Beckmann keine ungewohnte Rolle, da dieser bereits in der Saison 22/23 Bestandteil des Trainerteams gewesen war. "Das sind zwei gute Trainer, die sich beide gut ergänzen werden", sagt Capalbo über die Konstellation, dass Beckmann im konditionellen Bereich und Munoz im spielerischen Bereich coachen wird. Aufgrund einer langen Knieverletzung absolvierte der 37-jährige FCL-Kapitän lediglich acht Spiele in der abgelaufenen Saison.

Vier Neuzugänge fix

Beim Trainingsauftakt am vergangenen Samstag waren mit Innenverteidiger Marcel Gold (BSC Kelsterbach), Mittelfeldmann Steffen Pinto De Sousa (FV Hausen), Stürmer Luigi Cosenza (reaktiviert, vorher FC Schwalbach) und Torhüter Bartosz Chrzanowski (FC Serkeftin) bereits vier Neue dabei. "Jetzt wird sich beweisen, wie wir weitermachen werden. Ich erwarte von der Mannschaft schon eine Reaktion", betont Capalbo, der für die kommende A-Liga-Saison die Zweitvertretung des VfB Unterliederbach als Geheimfavorit sieht. Nach Niederlagen sei der FCL laut Capalbo in der Vorsaison immer eingebrochen - nun sollen schnell Erfolgserlebnisse her, um gar nicht erst in einen solchen Negativ-Strudel zu geraten. "In der A-Liga kann jeder jeden schlagen", freut sich Capalbo besonders auf das Derby gegen den SV Hofheim.

Aufrufe: 09.7.2024, 11:48 Uhr
Lauris OmmertAutor