
Die Regionalliga Nordost hat heute ihren 18. Spieltag mit drei Partien beschlossen, die sowohl im Tabellenkeller als auch im Rennen um die besten Plätze deutliche Signale setzten. Carl Zeiss Jena verpasste es, Spitzenreiter Lok Leipzig unter Druck zu setzen, Meuselwitz rutscht durch die Heimpleite tiefer, und der 1. FC Magdeburg II meldet sich eindrucksvoll zurück.
Ein Abend, der für den Spitzenreiter bitter endete. Lok Leipzig, seit Wochen fest an der Tabellenspitze, wurde vom formstarken FSV Zwickau ausgehebelt, der mit dem Selbstverständnis eines Teams auftrat. Die Partie kippte nach 60 Minuten, als Dorian Cevis die Rote Karte sah. Von diesem Moment an übernahm Zwickau das Spielgeschehen. Nur vier Minuten später belohnte sich der FSV, als Oliver Fobassam in der 64. Minute zum 1:0 traf. Lok versuchte zu reagieren. Der zweite Rückschlag folgte in der 87. Minute, als Maximilian Somnitz einen Handelfmeter zum 2:0 verwandelte.

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In Berlin trafen zwei Teams aufeinander, die mit gegensätzlichen Eindrücken aus dem zurückliegenden Spieltag kamen. Der BFC Dynamo legte schwungvoll los und wurde früh belohnt: Jan Shcherbakovski traf in der 24. Minute zum 1:0. Doch Halle antwortete energisch. Nur sieben Minuten später stellte Serhat Polat in der 31. Minute den Ausgleich her. Am Ende stand ein 1:1, das Halle in der oberen Tabellenhälfte hält und den BFC Dynamo zumindest etwas Abstand zur Abstiegszone verschafft. Die Parte hatte eine Stunde später begonnen, weil die Gäste im Stau stecken blieben.
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Das Duell zweier Mannschaften, die nach denNiederlagen der Vorwoche Stabilität suchten, blieb ohne Sieger. Greifswald hatte nach dem 0:2 in Leipzig vor allem defensiv etwas gutzumachen, Chemnitz nach dem 0:4 in Zwickau ebenfalls. Die Partie entwickelte sich zäh, geprägt von vielen Zweikämpfen. Der Wendepunkt kam in der 53. Minute, als McMoordy Hüther nach einer Gelb-Roten Karte vom Platz musste. Greifswald spielte fortan in Unterzahl, stemmte sich aber mit enormem Aufwand gegen die Gäste. Am Ende stand ein 0:0, das beiden Teams wenig hilft, aber die kämpferische Reaktion nach den jüngsten Niederlagen bestätigte.
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Das Berliner Duell geriet zu einer klaren Angelegenheit. Altglienicke trat mit breiter Brust an – und Zehlendorf fand kaum die nötige Stabilität. Schon in der 14. Minute eröffnete Damian Roßbach den Torreigen. Julien Friedrich erhöhte in der 33. Minute auf 2:0. Zwar brachte Ben Schulz die Gastgeber in der 55. Minute mit dem 1:2 kurzzeitig ins Spiel zurück, doch Altglienicke antwortete schnell: Philip Türpitz stellte in der 66. Minute mit dem 3:1 den Endstand her. Altglienicke bleibt damit im Spitzenfeld.
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Ein emotionales Spiel, das für Erfurt zur verpassten Chance wurde. Nach dem herausragenden 3:1 im Derby gegen Jena wollte der Tabellendritte nachlegen – und startete vielversprechend. Ben-Luca Moritz traf bereits in der 7. Minute zum 1:0. Doch Luckenwalde, zuletzt mit einem späten 2:2 gegen Meuselwitz, zeigte große Moral. Die Gastgeber steigerten sich im Verlauf der Partie und belohnten sich in der 67. Minute, als Tim Luis Maciejewski zum 1:1 vollendete. Erfurt drängte auf den Sieg, wirkte aber im letzten Drittel nicht mehr so zwingend wie im Derby. Luckenwalde verteidigte leidenschaftlich und brachte den Punkt über die Zeit. Für Erfurt ist das Unentschieden ein Rückschlag im Aufstiegsrennen.
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Ein Spiel, in dem es für Eilenburg um nichts weniger als das sportliche Überleben ging. Nach der 0:3-Niederlage in Halle brauchte der Tabellenvorletzte dringend einen Befreiungsschlag – und er gelang. Schon in der 11. Minute traf Timo Mauer zum 1:0, ein Tor, das Eilenburg Mut gab und Preussen, das zuletzt ein 1:1 gegen Altglienicke geholt hatte, sichtbar verunsicherte. Die Gäste bissen sich an der kompakten Defensive der Hausherren fest. Mit diesem Sieg sendet Eilenburg ein klares Signal, dass der Abstiegskampf noch lange nicht entschieden ist.
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Magdeburgs U23 feiert einen wichtigen Heimsieg – und hält das Polster zur Abstiegszone stabil. Robert Leipertz eröffnete die Partie früh, als er in der 16. Minute traf. Chemie kämpfte um jeden Zentimeter und belohnte sich in der 67. Minute: Stanley Ratifo erzielte das 1:1. Doch die Leipziger konnten das Remis nicht festhalten. In der 83. Minute brachte Albert Frank Millgramm die Gastgeber erneut in Führung – ein Treffer, der den Sachsen sprichwörtlich die Luft nahm. Trotz eines späten Aufbäumens blieb der Ausgleich aus.
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Jena ging als klarer Favorit in dieses Duell – doch der Tabellenzwölfte aus Babelsberg erwies sich als zäh und abgeklärt. Vor 6278 Zuschauern brauchte Jena lange, um Lücken zu finden. Erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fiel der erlösende Treffer: Manassé Eshele brachte die Thüringer in der 45.+1 Minute in Führung. Babelsberg steckte jedoch nicht zurück. Im Gegenteil: Die Gäste nutzten im zweiten Durchgang ihren Moment. George Didoss traf in der 73. Minute zum 1:1. Der FCC erhöhte in der Schlussphase nochmals den Druck, doch der Ball wollte nicht mehr über die Linie. Damit verpasst Jena als Tabellenzweiter den Sprung näher an Lok Leipzig heran. Babelsberg hingegen nimmt einen Punkt mit.
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Was mit einem Traumstart für die Gastgeber begann, endete in Ernüchterung. Florian Hansch brachte den ZFC bereits in der 12. Minute in Führung und sorgte für spürbare Erleichterung. Doch Hertha II reagierte abgeklärt: Janne Berner stellte schon in der 20. Minute den Ausgleich her. Kurz vor der Pause drehten die Berliner mit einem empfindlichen Nackenschlag das Spiel – Shalva Ogbaidze traf in der 45.+1 Minute zum 1:2. Meuselwitz suchte im zweiten Durchgang nach Antworten, doch Hertha blieb kaltschnäuzig. Oliver Rölke setzte in der 73. Minute mit dem 1:3 den Schlusspunkt und besiegelt eine weitere Heimniederlage des ZFC.
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