
Mit einem deutlichen 6:2-Erfolg beim Osnabrücker SC hat BW Lohne ein klares Zeichen gesetzt. Während Lohner Trainer Carsten Mirbach den Fortschritt seines Teams lobt, sieht OSC-Coach Philipp Mennemann trotz der Niederlage positive Ansätze – und fordert weiter Konsequenz und Kampfgeist.
Nach einer schwierigen Phase in der Landesliga Weser-Ems meldet sich BW Lohne eindrucksvoll zurück. Beim weiterhin punktlosen Osnabrücker SC feierten die Lohnerinnen am Mittwochabend einen klaren 6:2-Auswärtssieg und kletterten damit ins Tabellenmittelfeld.
Dabei starteten die Gastgeberinnen mutig und erwischten Lohne zunächst auf dem falschen Fuß. Nach 18 Minuten brachte Cagla Atasoy den OSC mit 1:0 in Führung – ein Treffer, der die bislang wohl beste Halbzeit der Osnabrückerinnen in dieser Saison einleitete. Trainer Philipp Mennemann fand trotz der am Ende deutlichen Niederlage lobende Worte für den Auftritt seiner Mannschaft:
„Erste Halbzeit – definitiv unsere beste Saisonleistung, muss man ganz klar sagen. Gegen den Ball waren wir brutal griffig, haben uns richtig gut verteidigt. Das Gegentor, das wir dann kriegen, ist halt ein blöder individueller Fehler, den du machst, wenn du nicht das Selbstbewusstsein hast. Trotzdem gehen wir 1:0 in Führung.“
Kurz vor der Pause hätte Osnabrück sogar erneut treffen können. „Da fehlt dann halt nachher die Handbreit, dass der Ball ganz über die Linie kullert. Die Tore schießt du dann halt nicht, wenn du unten drin bist“, so Mennemann. Nach dem Seitenwechsel jedoch brach der OSC ein: Innerhalb von 20 Minuten kassierte das Team fünf Gegentore – durch Holzenkamp (28.), Stiefler (52.), Ruholl (54./60.) und Lenkering (61./69.). Dazwischen traf lediglich Anna Kollhoff (55.) zum zwischenzeitlichen 2:3.
Mennemann zeigte sich enttäuscht über den Verlauf der zweiten Hälfte: „Auch wenn wir selber noch eins machen und einen Elfmeter an den Pfosten schießen, ist das einfach mehr als ärgerlich, dass wir die Leistung nicht über mehr als 60 Minuten bringen können. Da müssen wir einfach weiter am Ball bleiben.“ Für den OSC wird der Kampf um den Klassenerhalt nun immer schwieriger: „Man muss so ehrlich sein und sagen, dass es für uns in puncto Klassenerhalt jetzt extrem schwierig wird. Da müsste man schon eine sehr, sehr krasse Serie hinlegen. Wir werden aber weiter daran arbeiten, gegen Spelle, Hage und Uelsen ordentliche Leistungen zu bringen.“
Auf der Gegenseite zeigte sich Lohner Trainer Carsten Mirbach zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft – und vor allem mit der spielerischen Entwicklung: „Es ist der richtige Schritt in die Richtung, wie wir Fußball spielen wollen. Eine sehr gute Mannschaftsleistung, und endlich haben wir wieder Alternativen auf der Bank.“ Trotz des klaren Erfolgs warnt Mirbach jedoch vor Nachlässigkeit: „Wir werden uns jetzt nicht ausruhen, sondern weiter hart trainieren. Dann geht es auch bergauf.“
Mit nun elf Punkten aus neun Spielen rangiert BW Lohne auf Platz sechs der Tabelle, während der Osnabrücker SC weiterhin ohne Zähler am Tabellenende steht. Für beide Teams gilt: Der Trend soll in den kommenden Wochen bestätigt werden – wenn auch aus unterschiedlichen Ausgangslagen.