
In wenigen Tagen verabschieden sich auch die U17-Fußballerinnen des Lohausener SV (LSV) in die wohlverdiente Sommerpause. Doch ob diese ausreicht, um das in den vergangenen Monaten gemeinsam Erlebte zu verarbeiten, ist fraglich. Denn die Mannschaft von Lars Rambow schaffte in nur einer Spielzeit das, woran die meisten Teams jahrelang vergeblich arbeiten: Sie stieg innerhalb von einem Jahr gleich zweimal auf.
Mit dem Gewinn der Kreisliga-Meisterschaft im Dezember des vergangenen Jahres sicherte sich der LSV einen Startplatz in der Leistungsklasse. Und auch dort wusste die Rambow-Elf im ersten Halbjahr 2025 gleich zu überzeugen. Mit sechs Siegen aus zehn Partien holte sich der Nachwuchs vom Neusser Weg die Vizemeisterschaft hinter dem TSV Solingen und zugleich ein Ticket für die Qualifikation zur Niederrheinliga. „Das war schon phänomenal, wenn man bedenkt, dass es unser erstes Jahr in der U17 war“, sagt der Trainer staunend.
Dass der Lohausener SV mit seinen B-Juniorinnen in der Saison 2025/26 in der Niederrheinliga neben Tusa 06 die Düsseldorfer Farben vertreten wird, davon hatte vor Kurzem noch niemand im Vereinsumfeld zu träumen gewagt. Schließlich spielt der Kern der Mannschaft erst seit drei Jahren zusammen. „Wir haben damals in Lohausen einen Aufruf gestartet und waren vom Echo selbst überrascht. Auf einmal standen da 28 Mädels auf dem Platz“, erinnert sich Rambow an die Anfänge.
Mit Leidenschaft und Fleiß formte der Coach aus ihnen ein starkes Team, das andere mitzog. Zur kommenden Saison werden mehr als 100 Mädchen verteilt auf fünf Mannschaften für den LSV die Fußballschuhe schnüren. „Wir haben das Glück, dass uns der Klub von Tag eins an toll aufgenommen hat. Während man andernorts nur zu Randzeiten trainieren darf, bekommen wir in Lohausen die Plätze für die Mädels auch zu den besten Zeiten“, schwärmt Rambow. So sieht der Übungsleiter seine Mannschaft auch für die kommenden Herausforderungen gewappnet. Zwar muss man eine Leistungsträgerin zu Borussia Mönchengladbach ziehen lassen. „Doch auch diesen Verlust werden wir mit Enthusiasmus kompensieren. Wir freuen uns auf die Niederrheinliga“, so Lars Rambow.