
Wieder gut gespielt, wieder ohne Ertrag: Nach der fünften Niederlage in Serie wächst beim Lohausener SV die Sorge. Der DSC feiert derweil einen wichtigen Befreiungsschlag. Beide Teams gehen stark ersatzgeschwächt in ihre Pokalaufgaben gegen Landesligisten.
Was Sascha Walbröhl seinem Amtskollegen auf gegnerischer Seite nach Spielschluss am Sonntag mitzuteilen hatte, war durchaus positiv gemeint. Doch Nikos Tsakiris, der Trainer des Lohausener SV, konnte es nicht mehr hören. „Wir bekommen jeden Sonntag vom Gegner gesagt, wie gut wir gespielt hätten. Aber Punkte können wir uns dafür nicht kaufen“, klagte der Grieche. Auch am Sonntag war das so.
Nach dem Derby gegen den DSC gab es ein Lob vom Gegner, die Punkte aber nahm dieser mit nach Hause. Für den „Club“ war der 2:1-Erfolg am Neusser Weg ein kleiner Befreiungsschlag, nachdem er zuvor fünf seiner sechs letzten Ligaspiele verloren hatte. Gleichzeitig baute der DSC den Vorsprung auf Lohausen auf fünf Punkte aus.
Der LSV wiederum muss den Blick nach der fünften Pleite in Serie zunächst einmal nach unten richten. „Wir können die Tabelle lesen und wissen, dass wir im Abstiegskampf stecken“, sagt Tsakiris. Doch bei allem Bewusstsein für die Realität ist man auf Seiten des Tabellen-13. noch weit davon entfern, in Panik zu verfallen. „Wir wissen, woran es liegt. Aktuell ist es eine Mischung aus fehlender Kaltschnäuzigkeit im Torabschluss und eigenen Unsauberkeiten. Das sind zum Glück alles Dinge, die wir selbst beeinflussen können“, betont Tsakiris.
Die individuellen Fehler in den eigenen Reihen führt der 43-Jährige auch auf die dünne Personaldecke zurück. „Wir haben aktuell 16 Verletzte. Das kann kein Bezirksligist kompensieren.“ Dass sich der kleine Stamm an einsatzfähigen Akteuren auch gegen den DSC gegen die Niederlage stemmte und kurz vor Schluss durch Marvin Klimas (89.) noch zum Anschlusstreffer kam, rechnet der Trainer seinem Team hoch an.
„Der Einsatz und die Intensität stimmen. Nun müssen wir nur noch wieder lernen, die engen Spiele richtig zu managen.“ Die nächste Chance dazu bietet sich dem LSV womöglich schon am Mittwoch. Im Viertelfinale des Kreispokals dürfen Lohausen zu Hause gegen den Landesligisten Turu 80 durchaus Außenseiterchancen eingerechnet werden.
Gut 24 Stunden vorher ist auch der DSC im Pokal gefordert. Auch die Elf von Sascha Walbröhl empfängt dann mit der SG Unterrath einen Landesligisten. Für die personell ebenfalls arg gebeutelten Düsseltaler kommt die Partie nicht gerade gelegen. Als es in Lohausen darum ging, die von Ayoub Alaiz (43., Strafstoß) und Nils Knuplesch (64.) erzielte Führung über die Zeit zu bringen, musste Walbröhl auch auf seinen Sohn Mike und Stürmer Onurcan Baysal zurückgreifen. Dabei sollte das Duo nach Verletzungen noch gar nicht zum Einsatz kommen.
„Sogar mein Co-Trainer Stefan Haferkamp musste in der Liga schon sechs Mal ran. Das zeigt, wie herausfordernd die Situation ist“, sagt Walbröhl.
