
Die jüngere Vereinsgeschichte der SG Bockum-Hövel gleicht einer Achterbahnfahrt. So schnell der Weg nach oben führte − in der Saison 2019/20 stieg man in die Landesliga auf, nur drei Jahre später bereits in die Westfalenliga − so krachend war nach dem Abstieg im vergangenen Sommer der Aufprall in der Landesliga: 14 Spiele, vier Punkte, noch immer sieglos, harmloseste Offensive sowie anfälligste Defensive der Liga. Die Lücke zwischen dem letzten Tabellenplatz und dem Klassenerhalt klafft jetzt schon 14 Punkte breit. So scheint das Schicksal der SGB schon vor der Winterpause so gut wie geschrieben: Zweiter Abstieg in Folge.
Auch wenn der Abstieg lange kein unrealistisches Szenario mehr ist, so wird sich niemand bei der SG Bockum-Hövel kampflos geschlagen geben. Wo, wenn nicht in der Landesliga 4, kämpft man bis zum letzten Spiel um den Verbleib in der Liga − siehe Vorwärts Wettringen in der vergangenen Spielzeit. Und so bietet sich für Bockum-Hövel am Sonntag die nächste Gelegenheit eine spektakuläre Aufholjagd zu starten.
Dann empfängt man im Adolf-Brühl-Stadion nämlich den Aufsteiger ASK Ahlen. Nach einem furiosen Saisonstart flachte die Formkurve des ASK zuletzt deutlich ab. Aus den letzten fünf Spielen gab es lediglich einen Sieg. Und mit 18 Gegentoren in diesen fünf Partien zeigte sich vor allem die Ahlener Hintermannschaft anfällig. Mit nun 19 Punkten auf dem Konto braucht sich der Aufsteiger zwar noch keine ernsthaften Gedanken um den Klassenerhalt machen − so blickt man noch auf ein Polster von acht Punkten auf die Abstiegsränge − einen weiteren Ausrutscher sollte man aber tunlichst vermeiden.
Den Start in die laufende Spielzeit hatte sich der Vorjahresdritte vom SV Rot-Weiß Deuten sicherlich anders vorgestellt: Mit sieben Zählern nach acht Spielen stand man auf einem Abstiegsrang. Von den schweren ersten Wochen hat man sich am Bahndamm mittlerweile erholt und greift nun wieder die Spitzenränge an. Bis ganz nach oben ist noch ein weiter Weg zu gehen, so steht Rot-Weiß derzeit noch sieben Punkte hinter dem Führungsduo aus Lünen und Hamm. Die Formkurve zeigt aber deutlich nach oben. Und das kommende Spiel könnte wegweisend für den restlichen Verlauf der Saison werden.
Am Sonntag reisen die Deutener nach Gemen. Die Westfalia spielt eine sehr konstante Saison und bewegt sich annähernd dauerhaft im einstelligen Tabellenbereich. Zuletzt präsentierte man sich besonders stark und hatte in den letzten sechs Ligaspielen nur gegen den Tabellenführer aus Lünen das Nachsehen. Punktgewinne, wie gegen den SC Altenrheine und den SV Burgsteinfurt lassen sich sehen, gegen die direkten Konkurrenten Werner SC und VfL Senden fuhr man gar zwei Siege ein.
An der Jugendburg treffen am Sonntag also zwei Teams mit ordentlich Rückenwind aufeinander. Bringt das Duell einen Sieger hervor, darf dieser im Kampf um die Tabellenspitze so kurz vor der Winterpause noch einmal seine Ambitionen anmelden.
So, 14:30
DJK Borussia Münster : VfL Senden
Emsdetten 05 : Vorwärts Wettringen
So, 15:00
SV Dorsten-Hardt : Hammer SpVg
So, 15:15
SV Lembeck : Lüner SV
So, 15:30
SV Burgsteinfurt : SC Altenrheine
Ibbenbürener SpVg : Werner SC
SG Bockum-Hövel : ASK Ahlen
Westfalia Gemen : SV Rot-Weiß Deuten