
Hackenheim/Winterbach. Mit Rückenwind gehen sowohl der TuS Hackenheim als auch der SV Winterbach ins bevorstehende Landesliga-Wochenende. Der TuS hat aus den zurückliegenden beiden Heimspielen sechs Punkte geholt und dabei zehn Tore erzielt. Sonntag (16 Uhr) muss die Hulsey-Elf beim SV Hermersberg ran. Mit dem Selbstbewusstsein des ersten Dreiers überhaupt reist Torben Scherer bereits am Samstag (Anpfiff 16.30 Uhr) mit dem Team vom Felsen zum SV Kirchheimbolanden.
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Zweiter gegen Letzter. Auf dem Papier sieht das Duell Kibo gegen Winterbach eindeutig aus. Die Hoffnung, die der SV Winterbach mit seinem 3:2-Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen den SV Rodenbach geschöpft hat, hat unter der Woche allerdings einen kleinen Dämpfer bekommen. Tim Augustin und Elias Pfenning fallen verletzt aus, Maximilian Stumm und Marius Reidel fehlen urlaubsbedingt, hinter Tommy Warkus und Emilio Becker steht ein Fragezeichen. "Das wird knackig. Vor allem, weil mit Elias unser Unterschiedsspieler nicht dabei sein kann", sagt Scherer, ohne allerdings die Zuversicht zu verlieren, "denn wir haben mehr Spieler, die das Niveau für die Landesliga haben und die jetzt im kalten Wasser zeigen werden, dass sie schwimmen können."
Dass die Winterbacher nicht chancenlos sind, steht für den 35-Jährigen fest. Verstecken und einigeln werde man sich keineswegs, gleichzeitig aber auch mit Demut an die Aufgabe herangehen, "denn die Trauben dort hängen sehr hoch." Die Räume eng machen, darin sieht Scherer einen Ansatz. Allerdings werde das in Kibo schwer genug. Am Donnersberg ist nicht nur der Platz verhältnismäßig groß, auch der Kader, der Timo Riemer als Coach der Heimmannschaft zur Verfügung steht. Dessen Teil ist seit der vergangenen Woche auch Vincenzo Bilotta. Der 30-jährige Ausnahmefußballer, der seine Karriere wegen wiederholten Verletzungspechs im Sommer 2024 eigentlich schon beendet hatte, ist dem Ruf seines Kumpels aus gemeinsamen Waldalgesheimer Tagen gefolgt und gab beim 3:0-Auswärtserfolg bei den Sportfreunden Bundenthal sein Debüt. In der zweiten Halbzeit eingewechselt, sorgte der Dribbler mit seinem Treffer für den Endstand.
Tim Hulsey hat den SV Hermersberg in der vergangenen Woche bei deren 1:1 bei der SG Meisenheim beobachtet, "Das ist eine robuste Mannschaft mit einem großgewachsenen Kader", sagt er. Dennoch steht für den Spielertrainer der Hackenheimer fest, dass seine Truppe alles selbst in der Hand hat. Zumindest, wenn es gelingt, in den wichtigen Phasen auch Cleverness walten zu lassen. "Wir können nicht jede Woche vier oder fünf Tore schießen, müssen auch einmal ein 1:0 nach Hause schaukeln", sagt er. Mannschaftliche Geschlossenheit und Stabilität seien gefragt. "Es kommt alles darauf an, wie wir es defensiv hinbekommen.In den nächsten Wochen wird das gerade auswärts entscheidend sein." Der Blick geht in Richtung einer sorgenfreien Spielzeit.
Bitter für die Elf vom Felseneck ist der Ausfall von Niklas Schneider, zuletzt Doppeltorschütze und absoluter Aktivposten beim 5:3 gegen den FC Schmittweiler-Callbach. Seine Position in der Startelf wird Routinier Pierre Merkel übernehmen, der seinen Zehenbruch auskuriert hat. "Pierre hat diese Woche voll trainieren können", so Hulsey und vertraut darauf, dass der Ex-Profi selbst zum Abschluss kommt oder mit seiner Präsenz Räume für die nachrückenden Offensivkräfte schafft. Außer Schneider kann Hulsey dagegen fast aus dem Vollen schöpfen.