
Hermersberg/Hüffelsheim. "Wir haben noch fünf Endspiele", hatte André Weingärtner als Trainer der SG Hüffelsheim vor dem schweren Auswärtsspiel seiner Mannschaft beim SV Hermersberg gesagt. Nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg sind es noch vier. Und mit einem erneuten Dreier am Mittwoch (19 Uhr) auf Palmenstein gegen den FV Ramstein wäre die SG auch wieder Tabellenführer. Noch eine gute Nachricht konnte die SG am Wochenende vermelden: Mit dem 18-jährigen Johann Frisch kommt im Sommer ein vielversprechendes Offensiv-Talent aus der U19-Bundesligamannschaft von Schott Mainz an die Nahe.
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In Hermersberg trat die SG sehr souverän auf. Lediglich über Standards konnten die Gastgeber, die einen harten, aber immer fairen und ehrlichen Fußball zeigten, gefährlich werden. Chancen hatten sie nur eine. Nach einem Eckball Mitte der ersten Hälfte musste die SG-Abwehr einen Kopfball von der Linie klären. “Das hätte das 1:1 sein können”, gab Weingärtner zu. Tim Reidenbach hatte die Hüffelsheimer in Führung gebracht (17.). Nachdem Cedric Lind noch an Torhüter Noah Wächter gescheitert war, stand der Goalgetter da, wo er stehen muss, drückte den Abpraller über die Linie.
Insgesamt agierte die SG sehr reif. Der Trainer war zufrieden. „Es hat mir Freude gemacht.” Auch deshalb, weil seine Truppe geduldig spielte, auch wenn sie wieder einmal einige Chancen versiebte. Für Weingärtner war deshalb „nicht alles perfekt, aber auch nicht weit davon entfernt.” Zumal seine Truppe den Gegner müde spielte, den Ball zirkulieren ließ und eine Leistung zeigte, auf der sich bestens aufbauen lässt. Fünf Minuten vor dem Abpfiff machte Reidenbach mit seinem bereits 33. Saisontor den Sack zu. Tim Krafft hatte die Vorarbeit geleistet, sein Ball quer zur Linie fand den Mittelstürmer völlig allein am langen Pfosten.
Über die Entscheidung von Johann Frisch, sich in seinem ersten Jahr bei den Aktiven der SG anzuschließen, freute sich Weingärtner besonders. Den Abiturienten aus Mainz hatte er bereits während seiner Tätigkeit im NLZ bei Mainz 05 betreut. Frisch war zuletzt Stammspieler beim Schott-Nachwuchs. "Er kann uns in der Offensive einiges geben", ist der Coach überzeugt.
SG Hüffelsheim: König, Balzer (89. Baier), Mörbel, Hermann, Scheick, Schmidt, Müller, El-Haiwan (84. Keita), Hahn (71, Krafft), Lind (89. Hohmann), Reidenbach (89. Dayton).