
Ein Szenario sollte der Vollständigkeit halber zumindest erwähnt werden: Sollte der SC Germania Reusrath das zweite Spiel der Relegation mit vier Toren Unterschied bei den Sportfreunden Broekhuysen gewinnen, hätten vor der letzten Partie theoretisch weiterhin alle drei Teams Aufstiegschancen. Andernfalls wäre Reusrath unmittelbar nach dem zweiten Auftritt bereits rechnerisch eliminiert.
Ob der noch verbleibenden Mini-Chance hält sich bei den Reusrather nach der 0:3-Niederlage gegen RWE die Euphorie in Grenzen. "Ich habe den Jungs gerade gesagt: Ich bin realistisch. RWE ist durch den Sieg durch. Wir fahren da hin, aber wir werden nichts mehr erreichen“, verriet Trainer Marco Schobhofen unmittelbar nach dem Abpfiff.
Dennoch rechnet Broekhuysens Trainer Sebastian Clarke eher mit einem gefährlichen Boxer als mit einem lockeren Sparringspartner. "Bei aller Liebe würde man nie in so ein Spiel gehen und sagen: 'Jetzt kommt Reusrath, da gewinnen wir mal locker 4:0.' Das wird ein hartes Stück Arbeit.“ Klar ist aber auch: Gewinnt Broekhuysen mit vier Toren Unterschied, würde im abschließenden Duell mit RWE II bereits ein Unentschieden zum Aufstieg in die Landesliga reichen.
In jedem Fall werden die Sportfreunde am Mittwoch (17. Juni) gegen RWE II um den Aufstieg spielen können. Der Grundstein für ein realistisches Unterfangen muss jedoch bereits im Heimspiel gegen Reusrath gelegt werden.
Wie schon zuvor gegen RWE II trifft Reusrath auch erstmals in ihrer Vereinsgeschichte auf die Sportfreunde Broekhuysen. Die Kräfteverhältnisse zwischen den beiden Vizemeistern sind deshalb nur schwer einzuschätzen. Während sich Broekhuysen bereits lange vor Saisonende mental auf die Relegation einstellen konnte, durfte Reusrath bis zum letzten Spieltag auf die Meisterschaft hoffen. Auch wenn die Beine nach 90 intensiven Minuten gegen RWE II schwer sein dürften, kann die Germania befreit aufspielen. Die deutlich besseren Ausgangsaussichten vor dem direkten Duell besitzt allerdings Broekhuysen.