2026-05-15T09:36:57.455Z

Relegation

Ein schwarzer Tag für die Regensburger Bezirksligisten

2. Runde der Bezirksliga-Relegation: Thalmassing, Pielenhofen und Prüfening steigen allesamt in die Kreisliga ab +++ Eiskaltes Arnschwang putzt Rosenberg +++ Kurioses Distanz-Eigentor in Lupburg

von Florian Würthele · 22.05.2026, 21:15 Uhr · 0 Leser
Maximilian Feuerer (rechts) und der FC Oberhinkofen schicken den FC Pielenhofen-Adlersberg in die Kreisliga und wahren selbst ihre Aufstiegschance.
Maximilian Feuerer (rechts) und der FC Oberhinkofen schicken den FC Pielenhofen-Adlersberg in die Kreisliga und wahren selbst ihre Aufstiegschance. – Foto: Florian Würthele

Die zweite Runde der Bezirksliga-Relegation entpuppte sich als schwarzer Tag für die Bezirksligisten aus dem Raum Regensburg. Alle drei Vertreter FC Thalmassing, FSV Prüfening und FC Pielenhofen-Adlersberg mussten am Freitagabend den Abstieg in die Kreisliga hinnehmen. Die jubelnden FC Oberhinkofen, SV Schwandorf-Ettmannsdorf II und SV Inter Bergsteig Amberg dürfen hingegen weiter vom Aufstieg – bzw. im Amberger Falle vom Klassenerhalt – träumen. Im vierten Match fertigte die DJK Arnschwang den TuS Rosenberg mit 5:2 ab und darf weiter auf den Bezirksliga-Verbleib hoffen. Die dritte und finale Runde findet voraussichtlich am kommenden Donnerstag statt. Ettmannsdorf II spielt in Ponholz gegen Oberhinkofen, Inter Bergsteig in Schwarzhofen gegen Arnschwang.


Ein verdienter Triumph des spielstarken Kreisliga-Vize gegen den Bezirksligisten! 532 Zuschauer in Regenstauf sahen, wie Oberhinkofen hintenraus den längerem Atem behielt. Die Pielenhofener Elf ackerte und ging vom Elfmeterpunkt zunächst in Führung. Nach dem Seitenwechsel schwammen den Warlimont-Mannen jedoch ein Stück weit die Felle davon. Nun fanden sie keinen rechten Zugriff mehr aufs Spiel. Auf der Gegenseite präsentierte sich der FCO abgezockt mit seinen Torchancen. „In einem verbissenen Spiel hätte wir gleich in der ersten Minute das Tor machen können. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg verdient. Da waren wir eiskalt vor dem Tor. Zum Schluss raus haben wir es erzwungen und waren auch konditionell stärker. Zudem haben wir fast keine Chancen zugelassen. Im Endeffekt kann ich absolut stolz auf die Mannschaft sein, was sie heute geboten hat“, freute sich Oberhinkofens Coach Kyros Farahmand, der mit seiner Truppe nächsten Donnerstag in Ponholz gegen den SV Schwandorf-Ettmannsdorf II final um den Bezirksliga-Aufstieg spielt. Dagegen muss der FCPA nach drei Jahren wieder den Gang in die Kreisliga antreten.


Klare Angelegenheit vor knapp 500 Fans in Tännesberg! Bereits nach einer guten halben Stunde war Arnschwang auf 4:0 davongezogen, sorgte so für die frühe Vorentscheidung. Die Fehler, die Rosenberg anbot, nutzte die total abgezockte Hartl-Mannschaft eiskalt aus. Genauso wie ihre Kontermöglichkeiten. Nach der Pause konnte der Kreisliga-Zweite das Geschehen deutlich offener gestalten, bewies Moral und kam nochmal auf zwei Tore heran. Mit dem 5:2 in der 90. Minute machte die Truppe aus dem Landkreis Cham dann den Sack zu. Die DJK trifft nun auf Inter Bergsteig Amberg, während der TuS auch nächste Saison in der Kreisliga Süd starten muss.


Die Roosters im Tal der Tränen: Nach über zwei Jahrzehnten auf Bezirksebene muss der FC Thalmassing den bitteren Gang in die Kreisliga antreten. Vor rund 500 Zuschauern in Altenthann nahm die Partie sofort Fahrt auf. Von einem frühen Treffer Ettmannsdorfs – der FC-Keeper verschätzte sich bei einem weiten Ball – zeigte sich Thalmassing nicht geschockt. Und schlug bald durch den Ex-Regionalligaspieler Tobias Hoch zurück. Kurz vor der Stunden-Marke gingen die Schwandorfer durch einen Lupfer erneut in Front. Torschütze war erneut Youngster Lukas Jobst. Hintenraus nahm der Bezirksliga-Dino nochmal den Kopf hoch und drückte auf den Ausgleich; Ettmannsdorf schaukelte die knappe Führung mit Glück und Geschick über die Ziellinie. Mit einem Sieg gegen Oberhinkofen kann die Wiesner-Crew nächsten Donnerstag den Aufstieg endgültig fixieren.


Neben Pielenhofen und Thalmassing muss mit dem FSV Prüfening auch der dritte Bezirksligist aus dem Fußballkreis Regensburg in den „sauren Apfel“ des Abstiegs beißen. Die Regensburger verloren ein intensives Relegationsspiel knapp gegen den SV Inter Bergsteig. Die Amberger dürfen hingegen weiter vom Ligaverbleib träumen. Von einem „hochverdienten Sieg, wenn man das Spiel über 90 bzw. 97 Minuten sieht“ sprach Ambergs Trainer Markus Kipry. Nach der Pause habe man eine Phase mit vielen Prüfeninger Standards überstanden. „Kompliment an die Truppe, die alles eins zu eins umgesetzt hat, diszipliniert gespielt und aufopferungsvoll gekämpft hat“, freute sich Kipry über das Weiterkommen. Vor lediglich 241 Schaulustigen in Lupburg entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit zunächst leichten Vorteilen für den Inter, der kurz vor der Pause verdientermaßen mit 1:0 in Führung ging. Nach dem Seitentausch ergriff Prüfening mehr die Initiative und forcierte den Ausgleichstreffer. Stattdessen stach die Kipry-Elf nach 65 Minuten zum 2:0 zu. Es war ein unglückliches Eigentor des FSV aus weiter Distanz. Der Bezirksliga-Süd-Vertreter gab sich noch nicht geschlagen und kam in der 89. Minute nochmal auf ein Tor heran. Zu mehr sollte es jedoch nicht mehr reichen für die Holzapfels, Kulla, Röhrl & Co. die runtermüssen in die Kreisliga.