
Am 29. und damit vorletzten Spieltag der Sachsenliga schlägt für den SV Lipsia Eutritzsch erneut die Stunde der Wahrheit. Am Samstagnachmittag (15:00 Uhr) empfängt die Mannschaft von Trainer Dirk Havel den SC Freital II im heimischen Sportpark. Die Ausgangslage im Tabellenkeller ist an Dramatik kaum zu überbieten: Nach dem spektakulären 3:2-Erfolg beim Dresdner SC am vergangenen Wochenende rangiert Lipsia mit 24 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz. Da der SV Tapfer 06 Leipzig auf dem ersten Abstiegsrang (Platz 13) punktgleich lauert, zählt für die Eutritzscher im Kampf um den Ligaverbleib weiterhin jeder Zähler.
Für Julius Nitzsche hat sich die Gemengelage im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert. Der Sportliche Leiter der Leipziger zieht Parallelen zum jüngsten Nervenkrimi in der Landeshauptstadt und stellt klar: „Am Ende ist alles wie letzte Woche: Es ist ein erneutes Endspiel.“ Mit einem Heimsieg gegen den Tabellenzehnten aus Freital (31 Punkte) könnte Lipsia einen Riesenschritt machen. „Wir können uns mit Blick auf die Tabelle eine richtig gute Ausgangslage für den letzten Spieltag schaffen“, betont Nitzsche die immense Bedeutung der Begegnung.
Der psychologische Vorteil dürfte dieses Mal aufseiten der Havel-Elf liegen. Während Lipsia beim DSC einen 0:2-Pausenrückstand moralisch eindrucksvoll in einen Sieg drehte, erlebte der SC Freital II am vergangenen Spieltag ein Fiasko und unterlag der BSG Stahl Riesa im eigenen Stadion deutlich mit 0:4. Dennoch ist der kommende Gegner nicht zu unterschätzen, wie das Hinspiel im vergangenen November bewies. Damals behielten die Freitaler knapp mit 2:1 die Oberhand; den Treffer für Lipsia erzielte seinerzeit Maximilian Stöckmann.
Diese Scharte aus der Hinrunde will der Leipziger Aufsteiger nun vor heimischer Kulisse auswetzen, um den Verbleib in der sächsischen Eliteklasse aus eigener Kraft zu sichern. Das Fundament dafür soll der Schwung aus dem jüngsten Erfolgserlebnis sein. „Wir gehen nach letzter Woche mit einem positiven Gefühl ins Spiel“, erklärt Nitzsche selbstbewusst und gibt die unmissverständliche Marschroute für den Samstagnachmittag vor: „Wir wollen die drei Punkte unbedingt bei uns behalten.“