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Spielbericht

Linus Hebling erledigt Walldorf im Alleingang

Rot-Weiß Walldorf verpatzt den Saisonstart. +++ Gegen Aufsteiger SV Unter-Flockenbach findet die neuformierte Hessenliga-Mannschaft keine Mittel gegen den Vierfach-Torschützen Linus Hebling

von Marc Schüler · 02.08.2026, 21:25 Uhr · 0 Leser
Dieser Mann wird die Walldorfer Defensivakteure noch bis in ihre Träume verfolgen: Linus Hebling brachte mit seinem Viererpack den SV Unter-Flockenbach quasi im Alleingang zum Auftaktsieg.
Dieser Mann wird die Walldorfer Defensivakteure noch bis in ihre Träume verfolgen: Linus Hebling brachte mit seinem Viererpack den SV Unter-Flockenbach quasi im Alleingang zum Auftaktsieg. – Foto: Dominik Claus (Archiv)

Mörfelden-Walldorf. Der wohl ungünstigste Saisonstart, den sich das Team hätte wünschen können, ereilte Hessenligist Rot-Weiss Walldorf am Sonntagnachmittag. Gegen Aufsteiger SV Unter-Flockenbach gab es zum Auftakt der Hessenliga Saison 2026/27 eine heftige und verdiente 1:4 (0:1) Niederlage auf eigenem Platz. Für das neue Trainerduo Sascha Volk und Taner Yalcin damit ein unglückliches Debüt auf der Walldorfer Trainerbank. Mann des Tages war der Unter-Flockenbacher Linus Hebling, der alle vier Treffer der Gäste markierte.

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RWW-Niederlage fällt zu hoch aus

„Der SV Unter-Flockenbach kommt mit seiner Aufstiegseuphorie nach Walldorf und wird sicher kein leichter Gegner werden“, warnte Trainer Sascha Volk bereits vorher. Dass es eine echte Bewährungsprobe für die neuformierte und stark verjüngte Walldorfer Mannschaft werden würde, war den Verantwortlichen des Vereins klar, und so wurde mit Spannung erwartet, wem das neue Trainerduo das Vertrauen schenken würde. Mit Nicolas Gleiber stand ein Spieler aus der eigenen erfolgreichen Jugend von Beginn an auf dem Platz und zeigte eine ordentliche Leistung. Mit Torwart Max Grün, Verteidiger Ryaturo Kishi und Stürmer Luca Kaiser standen weitere Neuzugänge in der Startelf.

„Das Positive zuerst. Wir haben über weite Strecken gezeigt, dass wir gut mitspielen können. Wir haben das Spiel früh kontrolliert und hatten gute Chancen, aber agierten am gegnerischen Strafraum vielleicht noch etwas zu naiv“, so der Beginn der Analyse vom Walldorfer Sportvorstand Basti Eisert. „Das Endergebnis von 1:4 ist für uns maximal unglücklich. Mit etwas Glück hätte es auch andersherum ausgehen können, aber auf jeden Fall ist die Niederlage etwas zu hoch ausgefallen.“

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, die zunächst eine ansprechende Leistung zeigten. Mutig nach vorn spielten die Gastgeber und erarbeiteten sich einige gute Chancen, die jedoch in überhasteten Abschlüssen endeten und nichts Zählbares einbrachten. So war es ein individueller Fehler, der dem Spiel die Wende brachte. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld kurz vor dem Pausenpfiff machten die Gäste das Spiel schnell und waren auf einmal in der Überzahl. Zu Linus Hebling kam der Ball und dieser ließ sich die Chance nicht nehmen und überwand Max Grün im Walldorfer Tor zum 0:1.

Rot-Weiß gab sich nicht auf

Und auch nach dem Seitenwechsel war Linus Hebling zur Stelle. Nach einem Freistoß kam der Ball in den Strafraum und nach mehreren Klärungsversuchen und Abschlussversuchen landete der Ball beim Unter-Flockenbacher Stürmer, der ihm zum 0:2 aus Walldorfer Sicht im Tor unterbrachte (48.). „Das 0:2 so kurz nach der Pause hat unsere jungen Spieler dann merklich etwas verunsichert und mehr Fehler schlichen sich in unser Spiel ein“, so Eisert. Dies nutzte Linus Hebling dann in der 57. Minute zum vorentscheidenden 0:3 aus.

Doch wenn man der jungen Walldorfer Mannschaft etwas bescheinigen muss, dann, dass sie nicht aufgibt. Diesmal gelang es Rot-Weiss zu kontern und Leon Gelzenlichter fälschte den Ball so unglücklich ab, dass dieser zum 1:3 im eigenen Tor landete. „Da witterte die Mannschaft, dass vielleicht noch etwas möglich ist. Wir hatten gute Chancen, aber das 2:3 wollte einfach nicht fallen“, so Eisert. So war es wieder Hebling und ein Konter, der zum letzten Treffer des Tages führte.

Tore: 0:1 Hebling (43.), 0:2 Hebling (48.), 0:3 Hebling (57.), 1:3 Gelzenlichter (67. ET), 1:4 Hebling (90.+1). Zuschauer: 300 Zuschauer