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Ligasitzung: Ganzes Paket an Regeländerungen auch im RTK

Rheingau-Taunus-Fußballer bei Meeting ausführlich informiert – Gelb-Rot zieht im Aktivenbereich Sperre nach sich

von Martin Gebhard · 16.07.2025, 16:00 Uhr · 0 Leser
Torhüter wie Messi Azar dürfen den Ball künftig nur noch acht Sekunden in der Hand halten.
Torhüter wie Messi Azar dürfen den Ball künftig nur noch acht Sekunden in der Hand halten. – Foto: WK Sport

SEITZENHAHn. Die Zeitstrafe ist Geschichte im Fußballkreis Rheingau-Taunus. Das erläuterte Andreas Bertram, Kreisschiedsrichterobmann, den Vereinsvertretern während der Vorrundenbesprechung zur neuen Saison 2025/26 im Bürgerhaus Seitzenhahn.

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„Die ist nun abgeschafft: Sowohl bei den Aktiven als auch bei der Jugend“, ließ der Kiedricher wissen. Die Kreislehrwarte im Hessischen Fußballverband (HFV) hätten sich mehrheitlich dafür entschieden. Nun zückten die Referees eben wieder die Gelb-Rote Karte, so Bertram weiter. Dazu merkte Fußballchef Erich Herbst (Oestrich-Winkel) an: „Gelb-Rot zieht für den betreffenden Spieler eine Sperre von einem Spiel nach sich, für die Jugend gilt das aber nicht.“

Keine Wortmeldungen zur Abschaffung der Zeitstrafe

Bei den Aktiven hatte die Zeitstrafe zehn Minuten gedauert, beim Nachwuchs war sie halb so lang gewesen. Die Vereinsvertreter nahmen die Ausführungen äußerst „gelassen“ hin – Wortmeldungen gab es gar keine. Übrigens: Im Nachbarverband Südwest hat die Zeitstrafe quasi weiterhin Bestand, wurde nur modifiziert. Zur neuen Saison wird die so genannte „Gelbe Karte plus“ eingeführt. Sie kommt bei folgenden Vergehen zum Einsatz: Simulieren, absichtliches Verzögern der Spielfortsetzung durch das gegnerische Team, unsportliches Protestieren durch verbale Äußerungen oder Gesten und unzulässiges Täuschen des Torwarts beim Strafstoß.

Bertram informierte auch über weitere wichtige Regeländerungen: Für den Torwart gilt die Acht-Sekunden-Regel. Das heißt, wie lange der Keeper den Ball maximal halten darf. Der Schiedsrichter zählt die ersten drei Sekunden im Kopf und zeigt dann die restlichen Sekunden an und zählt dabei laut runter: Fünf, vier, drei, zwei, eins. „Wenn der Torwart schlau ist, dann schlägt er den Ball in den letzten zwei Sekunden ab“, führte Bertram aus. „Sonst gibt es Eckball.“

Schiedsrichterball: Der Schiedsrichter setzt das Spiel exakt an der Stelle fort, an welcher der Ball bei der Spielunterbrechung war. Zudem erhält ihn jenes Team, das in Ballbesitz war oder das Spielgerät voraussichtlich direkt danach erlangt hätte. Zum Beispiel nach einem Pass. Strafstoß: Wenn der Schütze den Ball zwei Mal berührt und der Ball geht ins Tor, dann wird der Strafstoß wiederholt. Landet die Kugel im Aus oder wird vom Torwart gehalten, dann bleibt es wie bisher beim indirekten Freistoß für das verteidigende Team.

Kapitänsregel: Sie wird nun offiziell ins Regelwerk aufgenommen. Zur Erinnerung: Nur der Spielführer darf in bestimmten Situationen mit dem Schiedsrichter sprechen – ein Schritt zur besseren Kommunikation und Deeskalation. Bertram informierte auch darüber, dass die Schiedsrichter spätestens 45 Minuten vor Spielbeginn auf dem Sportgelände eintreffen müssten. „Es ist auch ein Parkplatz für sie zu reservieren, gleich ob er auch genutzt wird.“ Zehn Minuten vor Spielbeginn müsse der Referee in der Kabine sein, auch um mit dem Platzordnerobmann zu klären, welche – mit Weste gekennzeichneten – Ordner zur Verfügung stünden, so Bertram. Zudem müsse sich in den C-Ligen der Heimverein um Schiedsrichter bemühen, sollte der ursprüngliche Regelhüter abgesagt haben, führte der Kiedricher aus. In den höheren Ligen müsse dann die Partie neu angesetzt werden. Schließlich stimmten die Delegierten mehrheitlich einer Erhöhung der Eintrittspreise um 50 Cent zu.

Bei der Terminbesprechung der Spielpläne gab es von den Vereinsvertretern nur minimale Änderungen. Diese, so erläuterte Erich Herbst, müssten bis spätestens diesen Freitag untereinander abgestimmt werden. Grundsätzlich gilt: Der Erste steigt direkt auf, maximal drei Mannschaften müssen absteigen, in der B-Klasse maximal deren fünf.

Kreisoberliga, 1. Spieltag: FSV Winkel – SV Walsdorf, SG Laufenselden – TuS 03 Beuerbach, FSV Oberwalluf – SG Bad Schwalbach/Langenseifen, SG Schlangenbad – TSG Wörsdorf, 1. FC Kiedrich – FC Waldems, SG Orlen – SG Meilingen (alle So., 3. August, 15 Uhr), TGSV Holzhausen – SG Heftrich/Niederseelbach (So., 3. August, 15.30 Uhr). Spielfrei: TV Idstein.

Kreisliga A: SG Rauen-thal/Martinsthal II – SG Walluf II (So., 3. August, 12.30 Uhr), SSV Hattenheim – SV Neuhof, TuS Kemel – SG Hohenstein, SV Johannisberg – FV 08 Geisenheim (alle So., 3. August, 15 Uhr), TuS Hahn – TSV Bleidenstadt II (Do., 14. August, 20 Uhr), SG Orlen II – SV Presberg (Do., 21. August, 20 Uhr). Spielfrei: Türk Spor Bad Schwalbach.

Kreisliga B: SV Wisper Lorch – SV Walsdorf II (Fr., 1. August, 20 Uhr), SG Eltville II/Erbach – SG Meilingen II, SG Schlangenbad II – TSG Wörsdorf II (beide So., 3. August, 12.30 Uhr), FSV Oberwalluf II – Baris Spor Idstein (So., 3. August, 12.45 Uhr), SV Johannisberg II – SC Daisbach (So., 3. August, 13 Uhr), GSV Born – SV Bosporus Eltville (So., 3. August, 14 Uhr), 1. FC Hettenhain – SG Hünstetten (So., 3. August, 15 Uhr).

Kreisliga C, Gruppe 1: 1. FC Hettenhain II – SG Hünstetten II, SG Laufenselden II – TuS 03 Beuerbach II, JSG Aarbergen II – FSV Taunusstein II (alle So., 3. August, 12.45 Uhr), 1. FC Kiedrich II – FC Waldems II, TGSV Holzhausen II – SG Heftrich/Niederseelbach II (beide So., 3. August, 13 Uhr). Spielfrei: FSV Winkel II und Baris Spor Idstein II. – Gruppe 2: TuS Kemel II – FC Waldems II (So., 3. August, 12.30 Uhr), SSV Hattenheim II – SV Neuhof II (So., 3. August, 13 Uhr), VfR Germania Rüdesheim – SV Presberg II (So., 3. August, 15 Uhr), SV Johannisberg III – FV 08 Geisenheim II (So., 3. August, 17 Uhr). Spielfrei sind zum Auftakt folgende Teams: Türk Spor Bad Schwalbach II, TSV Bleidenstadt III und FSV Taunusstein.