2024-03-01T12:31:23.136Z

Spielbericht
Die Bayer-Frauen wollen in die nächste Pokalrunde.
Die Bayer-Frauen wollen in die nächste Pokalrunde. – Foto: Pressefoto Eibner

Leverkusens Fußballerinnen sind im DFB-Pokal gefordert

Beim ambitionierten Zweitligisten Hamburger SV wollen die Bundesliga-Frauen von Bayer Leverkusen das Ticket fürs Viertelfinale lösen. Trainer Robert de Pauw warnt vor der Qualität der Hanseatinnen.

Eine Sache ist bereits klar: Nach zuletzt drei Remis in der Liga wird es an diesem Samstag für Bayer Leverkusens Fußballerinnen keine weitere Punkteteilung geben. Denn im Achtelfinale des DFB-Pokals geht es im Auswärtsspiel beim Hamburger SV (14 Uhr, Sportpark Eimsbüttel) eine Entscheidung geben. Entweder die Leverkusenerinnen qualifizieren sich für die Runde der letzten Acht oder sie scheiden überraschend aus dem Wettbewerb aus.

„Das wird ein Spiel um alles oder nichts, Tod oder Gladiolen“, fasst Coach Robert de Pauw diesen Umstand in einer Mischung aus einer deutschen und einer niederländischen Redewendung zusammen.

Beim Zweitligisten, der als Neuling und aktuell Zweiter von einem Durchmarsch in die Bundesliga träumen darf, fordert der Übungsleiter höchste Konzentration von Beginn an – und Ruhe am Ball. „Wir müssen direkt hellwach in die Zweikämpfe gehen und auf ein lautstarkes Publikum vorbereitet sein. Wir wollen dem HSV keine Räume geben und im eigenen Ballbesitz genauer sein als zuletzt“, betont de Pauw.

Eine Rückkehr zu ihren sportlichen Wurzeln im doppelten Sinne ist die Partie für Bayers Junioren-Nationalspielerin Paulina Bartz. Sie begann ihre Karriere einst beim HSV und wechselte nach einer Zwischenstation beim Eimsbütteler TV im Sommer unters Bayer-Kreuz. Umgekehrt ging Hamburgs Pauline Machtens ihre ersten Schritte im Fußball ab 2014 in Bayers U13. 2021 zog es die heute 21-Jährige zur Syracuse University in New York. Nun ist sie zurück in Deutschland – und untröstlich, dass ein Handbruch sie im Pokalspiel gegen ihren ehemaligen Klub zum Zuschauen zwingt.

Machtens ist nicht die einzige HSV-Spielerin, die bereits bei Bayer spielte. Die gebürtige Hamburgerin Nina Brüggemann wechselte 2022 vom Rhein zu ihrem Jugendklub zurück. Ihr Können ist den Verantwortlichen in Leverkusen noch in guter Erinnerung. Auch der Rest des Aufgebots kann sich sehen lassen. „Wegen der hohen Qualität im Kader bringen sie viel Tempo mit. Sie könnten ähnlich auftreten wie Leipzig“, warnt de Pauw. Das ebenso glückliche wie enttäuschende Remis gegen RBL beschäftigte die Leverkusenerinnen unter der Woche. „Nicht alles war schlecht, aber wir müssen viele Basics besser machen als zuletzt. Das haben wir angesprochen und die Mannschaft hat das verstanden“, ist der Trainer überzeugt.

Eine zentrale Rolle dürfte in Hamburg – wie so oft – Bayers Spielführerin Elisa Senß spielen. Die 26-Jährige erhielt nun den Lohn für ihre seit Monaten starken Leistungen im Klub. Bundestrainer Horst Hrubesch reagierte auf die Verletzung von Lena Oberdorf, in dem er Senß für die anstehenden Länderspiele erstmals nominierte. Hrubesch hält große Stücke auf die Leverkusener Kapitänin. „Sie hat ein gutes Tempo und ist ziemlich griffig“, begründete er die Nominierung. Aber ehe es zum DFB geht, will die Mittelfeldspielerin erst einmal die Pflichtaufgabe im Pokal mit Bayer erfolgreich meistern.

Aufrufe: 025.11.2023, 09:30 Uhr
RP / Tobias KrellAutor