Die Partie begann mit Tempo auf beiden Seiten, doch die erste entscheidende Aktion gehörte den Gastgeberinnen. Bereits in der fünften Minute brachte Janou Levels die Wölfinnen in Führung. Die ehemalige Leverkusenerin nahm eine Flanke am Strafraum kontrolliert herunter und schloss aus halblinker Position ab. Der Ball schlug sehenswert im rechten oberen Winkel ein.
In der Folge blieb das Spiel intensiv, klare Torchancen blieben jedoch zunächst rar. Justine Kielland eroberte im Mittelfeld den Ball und schickte Kessya Bussy auf die Reise, deren Abschluss Leverkusens Torhüterin Rafaela Borggraefe parierte (17.). Auch die Gäste suchten immer wieder den Weg nach vorne, kamen jedoch nur selten zu gefährlichen Abschlüssen. Kurz vor der Pause bot sich Alexandra Popp nach einer Hereingabe noch eine gute Gelegenheit, setzte den Ball jedoch neben das Tor (44.).
Popp erhöht per Kopf
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit vielen Zweikämpfen und Unterbrechungen. Große Möglichkeiten waren zunächst selten. Die beste Chance für Leverkusen hatte Katharina Piljic, die aus großer Distanz abzog, nachdem Stina Johannes weit vor ihrem Tor stand. Der Ball ging jedoch knapp vorbei (56.).
In der Schlussphase sorgte Wolfsburg für die Entscheidung. Nach einer Ecke von Svenja Huth setzte sich Alexandra Popp im Strafraum durch und köpfte zum 2:0 ein (77.). Leverkusen kam in der Nachspielzeit noch einmal heran, als Vanessa Fudalla aus kurzer Distanz zum 2:1 traf (90.+3). Am Wolfsburger Sieg änderte das jedoch nichts mehr.
Lerch lobt Leistung nach kurzer Regeneration
VfL-Trainer Stephan Lerch zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Wir wussten, dass uns ein intensives Spiel erwartet, gerade mit der kurzen Regenerationszeit nach dem Pokalspiel gegen Frankfurt“, sagte der Coach.
Vor allem die erste Halbzeit habe ihm gefallen: „Da haben wir ein sehr ordentliches Spiel gezeigt, auch wenn wir unsere Chancen nicht immer effektiv genug genutzt haben.“
Auch wenn die Partie nach der Pause weniger klare Offensivaktionen bot, sah Lerch sein Team insgesamt auf einem guten Weg: „Umso wichtiger ist es, dass wir heute die drei Punkte gegen eine sehr starke Mannschaft geholt haben. Die guten Momente aus diesem Spiel nehmen wir mit, um daran in den kommenden Wochen weiter anzuknüpfen.“
Schon am Mittwoch geht es für die Wölfinnen weiter. Dann gastiert der VfL um 18 Uhr beim FC Carl Zeiss Jena.