
Bockenau. Welch Paradoxität: In der vergangenen Saison stieg der TSV Bockenau II als Meister in die B-Klasse auf. Und das, ohne ein Spiel zu verlieren. In dieser Saison haben sich die Zeichen komplett gewandelt, bei der Reserve, die erst vor wenigen Jahren als Neunerteam ins Leben gerufen worden war.
Denn der Bezirksliga-Unterbau steht mit null Punkten am Tabellenende. Jedes Spiel ging bisher verloren. Vor dem Wiederauftakt am kommenden Sonntag bei der SG Guldenbachtal II haben wir uns mit dem TSV-Trainer Mark Tomschin unterhalten. Der 44-Jährige spricht über...
...die Gründe für die sportliche Misere: "Wir mussten Verletzungen in der ersten Mannschaft auffangen. Viele unserer Mannschaft mussten aushelfen, was die Qualität unseres Kaders minimiert hat. Einige Leistungsträger aus der Vorsaison hatten im Sommer auch aufgehört. Das konnte die Mannschaft dann nicht mehr auffangen."
...die Art und Weise, wie Rückschläge verarbeitet werden: "Wir halten noch gut zusammen und nehmen vieles mit Humor. Da bin ich auch sehr stolz auf unser Team. Es gilt: Trotz einiger hoher Niederlagen wollen wir uns nicht die Laune am Fußballspielen verderben lassen. Aber wir würden uns schon freuen, wenn es bald einen anderen Trend geben wird, denn das zehrt schon an den Nerven und macht keinem wirklich Spaß."
...den Eindruck, den das Team in der Winterpause macht: "Der Eindruck ist sehr gemischt, da die Wintervorbereitung immer recht schwierig ist. Die Teilnehmerzahlen waren nicht die höchsten. Einige sind ordentlich fit. Ich hoffe, dass diese Spieler die anderen mit durchschleppen können, aber das wird eine Herkulesaufgabe."
...die Hoffnung auf einen Punktgewinn: "Das Lazarett lichtet sich etwas, dadurch wächst die Kaderbreite und die Qualität. Das macht uns Hoffnung."
...die Feierlichkeiten nach dem ersten Sieg: "Da würde wir fast wie den Klassenerhalt oder die Meisterschaft aus der Vorsaison feiern. Es dürfte lustig werden."