
„Lernen durch Schmerz“ - unter diesem Motto steht bislang der Ausflug der SG Unterrath in die DFB U19-Nachwuchsliga. Als Aufsteiger in die höchste deutsche Spielklasse warten die Talente vom Franz-Rennefeld-Weg auch nach acht absolvierten Spielen noch auf den ersten Sieg. Folglich scheint bereits jetzt klar, dass es für die SGU in wenigen Wochen wieder in die Niederrheinliga hinunter gehen wird.
„Wir haben mit dem Aufstieg sozusagen die Pflicht erfüllt. Aber die Kür gelingt uns, wenn man nur auf die Ergebnisse schaut, bislang leider nicht wie gewünscht“, lautet das gemischte Zwischenfazit von Niklas Leven. Gerade in den letzten Wochen zahlte der Neuling reichlich Lehrgeld. Aus den jüngsten drei Partien ging die Leven-Elf mit null Punkten und 1:14-Toren heraus. „Wir machen aktuell zu viele individuelle Fehler, die auf diesem Niveau bestraft werden“, bemerkt der Trainer.
Gnadenlos erwies sich dabei vor allem der SV Werder Bremen. Gegen die Hanseaten kassierten die Düsseldorfer, obwohl ihnen von neutraler Seite eine gute erste Hälfte unterstellt wurde, vor zwei Wochen eine 0:7-Klatsche. Eben jene Bremer stellen sich nun am Samstag zum Rückspiel in Unterrath vor. Und auch wenn die Erinnerungen an den ersten Vergleich noch nicht verblasst sind, fiebert Niklas Leven der Revanche entgegen.
„Wir wissen, woher wir kommen. Da bleibt ein Spiel gegen Werder Bremen, egal in welcher tabellarischen Situation wir uns befinden, ein Höhepunkt“, verspricht der Trainer.
Auch wenn der Klassenerhalt bei neun Zählern Rückstand auf Rang vier inzwischen nicht mehr realistisch erscheint, glaubt Leven, dass der Ausflug in die höchsten Gefilde seinen Schützlingen durchaus Nutzen gestiftet hat. „Die Entwicklung der Jungs ist positiv. Die Jungjahrgänge haben sich in das Blickfeld der Nachwuchsleistungszentren gespielt, von den Altjahrgängen werden einige im Sommer in der Oberliga spielen“, sagt der seit wenigen Tagen 34 Jahre alte Coach, der im Sommer die erste Mannschaft in Unterrath trainieren wird.