
Beim VfR Regensburg tut sich ein Wechsel auf der Kommandobrücke auf. Nach zwei Spielzeiten legt Leutrim Beqaj aus eigenem Antrieb das Amt des Spielertrainers nieder. In nächster Zeit sucht sich der 31-Jährige eine neue Herausforderung für die nächste Saison. Eine Nachfolgelösung steht auch schon fest, und da bedient sich der Kreisklassist aus dem Osten der Domstadt aus dem internen Regal. So steigt Mathias Gasch (28) vom Co-Trainer zum Cheftrainer auf.
Den Entschluss, zum Saisonende einen Schlussstrich zu ziehen beim VfR, hatte Beqaj schon länger gefasst. „Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, diese Saison noch durchzuziehen und dann aufzuhören“, sagt der großwachsene Torjäger, der im Trikot des FC Viehhausen auch Bezirksliga-Erfahrung sammelte. In einem Gespräch informierte Beqaj Abteilungsleiter Reinhard Radler darüber. „Das war alles harmonisch. Ich habe einfach entschieden, eine neue Herausforderung in Angriff zu nehmen. Ich will mich weiterentwickeln und eine neue Aufgabe suchen“, erklärt Beqaj, der die zwei Jahre beim VfR nicht missen möchte: „In dieser Zeit habe ich viel lernen können und ich bin dem VfR dankbar, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, als Trainer zu fungieren. Das war ein guter Trainereinstieg.“ Und weil er im Verein neue Freunde fand und diese Kontakte weiter pflegen möchte, bleibt er Vereinsmitglied. „Dadurch kann ich hier vielleicht mal bei den Alten Herren mitspielen.“
Die aktuelle Saison schlossen die Regensburger auf Platz 7 der Kreisklasse 2 ab. „Das Ziel einstelliger Tabellenplatz haben wir erreicht, auch wenn es für weiter oben nicht gereicht hat. Ich bin schon zufrieden – auch für mich, da ich viel lernen und sehen konnte“, betont Leutrim Beqaj noch einmal. Was hat der 31-jährige Stürmer für die Zukunft vor? „Ich würde mir alles anhören, könnte mir von einer erneuten Tätigkeit als Spielertrainer über Co-Trainer bis hin zu vielleicht auch nur Spieler alles vorstellen. Das Ganze aber ligaunabhängig“, skizziert er. Einen neuen Vereine habe er aktuell noch nicht. „Erstmal ist Urlaub mit der Familie angesagt“, schmunzelt der sympathische Kosovare.
Von Beqajs Trainer-Nachfolge Mathias Gasch sind die Verantwortlichen des VfR überzeugt. Der 28-Jährige ist seit 2019 im Verein, betreute die zweite Mannschaft und als Co-Trainer die Erste, kennt die Gegebenheiten und Anforderungen also bestens. Bald tritt er in die Hauptverantwortung. Zuvor genießen aber alle erstmal die wohlverdiente Sommerpause.