2026-06-03T09:07:03.210Z

Spielbericht

Lenggrieser SC verliert – und kommt trotzdem eine Runde weiter

Relegation zur Bezirksliga

von Nick Scheder · Gestern, 19:37 Uhr · 0 Leser
Alles wegverteidigt vor großer Kulisse: Der Lenggrieser SC mit (grüne Trikots v.li.) Maximilian Angermeier, Michael Gerg und Max Merklinger behält trotz 0:1 beim SC Unterpfaffenhofen die Oberhand im Kampf um den Aufstieg.
Alles wegverteidigt vor großer Kulisse: Der Lenggrieser SC mit (grüne Trikots v.li.) Maximilian Angermeier, Michael Gerg und Max Merklinger behält trotz 0:1 beim SC Unterpfaffenhofen die Oberhand im Kampf um den Aufstieg. – Foto: walter weiss

Der Lenggrieser SC hat beim SC Unterpfaffenhofen mit 0:1 verloren. Dank des 2:0-Siegs im Hinspiel reichte das Ergebnis trotzdem zum Weiterkommen in der Relegation.

Kein Tor geschossen, das Spiel verloren, aber die nächste Relegationsrunde erreicht: „Das war die schönste Niederlage, seit ich hier Trainer bin“, sagt LSC-Coach Georg Simon nach dem 0:1 (0:1) des Lenggrieser SC beim SC Unterpfaffenhofen am Freitagabend.

"Blödes Tor, und schon brennt`s"

Denn in Summe mit dem 2:0 im Hinspiel am Dienstag reicht das Ergebnis seinem Team zum Weiterkommen. Gegner kommende Woche (Dienstag auswärts/Freitag in Lenggries) ist der Sieger aus dem Entscheidungsspiel im Kreis München TSV Trudering gegen SV München West (Samstag, 15 Uhr).

Die Lenggrieser machten es spannend. Der 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel geriet kurz vor der Pause ins Wanken, als Korbinian Meßner nach einem weiten Freistoß aus dem Gewühl im dritten Nachschuss auf 1:0 für die Hausherren stellte. „Ein blöder Standard, ein blödes Tor, und schon brennt‘s“, sagt Simon. Nach der Pause witterten die Unterpfaffenhofener Morgenluft, sorgten regelmäßig für Gefahr vor dem Kasten von Maximilian Kleim, drängten auf das 2:0.

Lenggries zu wenig zwingend

Die Gäste, die erneut vor großer Kulisse – viele davon mitgereiste Lenggrieser Fans – ein wenig Nervosität zeigten, brachten zunächst nicht allzu viel Gefahr vor das Tor der Gastgeber. Simon: „Wir hatten kaum zwingende Chancen.“ Zwar sorgten erneut Yasin Filiz und Jakob Gerg für viel Betrieb über die Außen.

Doch wieder fehlten die Abschlüsse, der tödliche Pass, oder die nötige Entschlossenheit. „Wir haben es oft nicht gescheit ausgespielt“, moniert Simon. Stattdessen ließen die Lenggrieser den Ball zuweilen so lange durch den gegnerischen Strafraum laufen, bis die Münchner Vorstädter es schafften, ihn wegzuschlagen. „Aber dafür haben wir brutal gut verteidigt“, lobt Simon.

Lenggries bringt Sieg ins Ziel

Maximilian Angermeier und Felix Kreher waren gegen Konrad Wanderer und Co. zur Stelle, ließen nichts anbrennen. Auch Thomas Simon, der Kreher (zur Pause raus mit Knieproblemen) ersetzte, hielt die Hintermannschaft dicht. Doch nach vorn schafften es die Lenggrieser vorübergehend nur noch mit weiten Bällen, zum Beispiel von Paul Laß, in den gegnerischen Strafraum.

Und Unterpfaffenhofen bekam Aufwind, beflügelt von der Führung, die in Summe den 1:2-Anschlusstreffer bedeutete – bis sie sich vorübergehend selbst dezimierten: Der gelb vorbelastete Nick Kapfer bekam für ein weiteres Foul eine 10-Minuten-Zeitstrafe, während der die Gäste besser ins Spiel zurückfanden. Michael Schnaderbeck hatte die Entscheidung auf dem Fuß, wurde zurückgepfiffen: Abseits. Auf der Gegenseite machte sich der quirlige Konrad Wanderer auf und davon, schoss aber weit drüber.

Sprung in Bezirksliga greifbar

Die Schlussphase verlief nicht allzu nervenaufreibend für die Lenggrieser, weil der SCU nun aufmachen und riskieren musste, und sich das Spiel dadurch fast nur noch in seiner Hälfte abspielte. Martin Wasensteiner – zweimal frei gespielt vor dem Kasten von Florian Boehme – ließ einen erfolgreichen Abschluss missen. Und der kurz vor Schluss eingewechselte Georg Müller drosch aus guter Position aufs Kreuzeck.

Den Ball tauchte der groß gewachsene Boehm stark aus dem Winkel. Egal. Denn nach der Niederlage konnten die Lenggrieser trotzdem gewaltig jubeln. Und kommende Woche können die LSC-Kicker die nächsten Schritte Richtung Bezirksliga gehen.