
Der Lenggrieser SC hat sich im Relegations-Hinspiel vor mehr als 700 Zuschauern einen 2:0-Sieg gegen den SC Unterpfaffenhofen erkämpft. Trainer Georg Simon ärgert sich ein wenig: Seine Mannschaft hätte wesentlich höher gewinnen können.
Richtig beruhigend ist der 2:0-Vorsprung nicht, mit dem die Fußballer des Lenggrieser SC am Freitag zum Rückspiel gegen den SC Unterpfaffenhofen fahren. Aber Trainer Georg Simon und sein Team haben nicht nur das Spiel am Dienstagabend vor mehr als 700 Zuschauern, sondern auch einige Erkenntnisse gewonnen. „Wir kennen nun den Gegner, wissen, dass wir ihn schlagen können und wir die spielerisch und technisch durchaus beschlagene Mannschaft gut von unserem Tor weghalten können“, sagt Simon. „Das einzige, das mich ärgert: Wir hätten wesentlich höher gewinnen können.“
Denn nachdem die Hausherren die erste Nervosität, verbunden mit etlichen Abspielfehlern und Unsicherheiten, abgelegt hatten, fanden die Gastgeber zur Ordnung, und die Relegations-Partie lief fast ausschließlich auf ein Tor: das von Gäste-Keeper Forian Boehme. Doch die Lenggrieser verhielten sich viel zu kompliziert im Abschluss, wollten teilweise den Ball ins – zuweilen sogar leere – Tor tragen, oder droschen aus aussichtsreichen Positionen vorbei. Max Merklinger sorgte in der Nachspielzeit vor der Pause für die Erlösung, nachdem er einen Schnaderbeck-Pass und einen Gewaltschuss verzogen hatte, Michael Gerg per Kopf vergeben, Leo Gerg zweimal aus kurzer Distanz verstolpert und Jakob Gerg mehrere Einschussmöglichkeiten verschenkt hatte. Vor der Halbzeit ging es ganz schnell: Maxi Kleim stoppte einen Angriff der Gäste, leitete den Ball schnell weiter, Merklinger spielte den Torwart aus und schloss zum 1:0 ab.
„Wir haben kaum etwas zugelassen“, freut sich Simon über die gelungenen Abwehraktionen von Paul Laß oder Felix Kreher. Und nach dem Wechsel spielte sich die Begegnung fast nur noch in der Hälfte der Gäste ab. Immer wieder starteten die Lenggrieser Angriffe über außen, über Jakl Gerg auf links und Yasin Filiz rechts, der bereits nach einer Viertelstunde Sebastian Biagini (Knie verdreht) ablöste. Doch so schön sie sich teilweise nach vorn kombinierten, so kläglich scheiterten sie oftmals beim Abschluss. Entweder kam der entscheidende Pass in die Mitte nicht an, oder Filiz scheiterte aussichtsreich an Boehme, als er sich sehenswert durchgesetzt hatte. Max Angermeiers Stand-Fallrückzieher ging knapp am Gehäuse vorbei. Viele Angriffe versandeten in der nicht unbedingt übermäßig sattelfesten Unterpfaffenhofener Abwehr. Nur Michael Schnaderbeck überwand den SCU-Keeper noch einmal zum 2:0, nachdem der LSC über mehrere Stationen im Strafraum Billard gespielt hatte.
Der Sieg tut gut, verschafft dem LSC eine gute Basis. „Aber wir spielen auch am Freitag in Unterpfaffenhofen auf Sieg und nicht auf Ergebnis halten – warum auch“, stellt Simon klar. Doch fest steht, dass Unterpfaffenhofen nun noch mehr in Zugzwang ist, wollen sie noch die zweite Relegationsrunde erreichen wollen. Der Lenggrieser Coach: „Wir sind schon in einer etwas komfortableren Position.“